Auch auf die Gefahr hin, dass dieses Buch wieder verrissen wird, wie es beim Orchideenhaus der Fall war, muss ich sagen, dass mir dieses Buch, bis auf den Schluss, der mir etwas zu dramatisch und teilweise auch zu unrealistisch war, sehr gut gefallen hat.Spannend und absolut mitreißend wird die Geschichte zweier Familien über mehrere Generationen hinweg erzählt, ohne, wie es beim Orchideenhaus manchmal der Fall war, kitschig und schwülstig zu wirken.Obwohl, mich hat dies damals gar nicht mal so gestört, weil ich wusste worauf ich mich einließ.
Dieses Buch wird wieder auf verschiedenen Zeitebenen erzählt.Die Geschichte beginnt in der Gegenwart, in der Grania Ryan sich von ihrem Freund trennt, nachdem sie eine Fehlgeburt erlitten hat. Mit ihm hat sie mehrere Jahre in New York gelebt, wo sie als Künstlerin bekannt wurde. Nach der Trennung flüchtet sie nach Irland zu ihren Eltern.Auf einem Sparziergang sieht sie ein kleines Mädchen auf den Klippen stehen, das Gefahr läuft herunterzufallen.Das ist der Beginn einer Beziehung zwischen Garnia und Aurora,die ihrer beider Zukunft maßgeblich beeinflussen wird.Als sie ihrer Mutter von der Begegnung erzählt,reagiert diese sehr ablehnend und Garnia fragt sich, was passiert sein muss, wenn ihre sonst so freundliche Mutter so reagiert.
Der Leser erfährt die Gründe dieser Ablehnung in einer Geschichte, die von Aurora erzählt wird, wie man in einzelnen kleinen Kapiteln, die in Kursivschrift geschrieben sind, erfährt. Ich konnte von Anfang an gleich eintauchen in diese Geschichte,die ich als sehr schön, spannend und abwechslungsreich empfunden habe. Der Leser wird über das Leben der einzelnen Personen , die in diesem Buch eine Rolle spielen immer informiert, auch wenn sie im Moment nicht ausschlaggebend für das Geschehen sind.So wird nach der Trennung von Garnia und Matt, auch immer wieder erzählt,was Matt in New York treibt und welche Gefühle ihn bewegen. Das hat mir gut gefallen. Aurora, das Mädchen von den Klippen, das Garnia später näher kennen lernt,erschien mir in der Geschichte immer etwas naseweis und altklug, aber wenn man bedenkt, dass sie fast ausschließlich mit Erwachsenen zu tun hatte, ist dies auch nicht so unrealistisch.
Was sicherlich in diesem Buch auch wieder der Fall ist, das eine Familie wieder vermehrt vom Schicksal getroffen wird, aber seien wir doch mal ehrlich, dies ist ein Unterhaltungsroman, der auch bestimmt nicht den Anspruch erhebt hohe Literatur zu sein und in sofern hat mich dies auch überhaupt nicht gestört. Gestört hat mich eher der Schluss, der mir dann doch etwas zu pathetisch und abrupt erschien.Daher auch ein Punkt Abzug.
Trotz allem ist diese Geschichte als Entspannungslektüre sehr empfehlenswert, die man bei diesem kalten Wetter herrlich auf der Couch mit einem Kaffee oder Tee genießen kann.