Das Mädchen Wadjda 2012 CC

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Wajda wächst in einer Vorstadt von Riad auf. Sie träumt davon, sich mit dem Nachbarjungen ein Wettrennen auf dem eigenen Fahrrad zu liefern. Zum einen fehlt das Geld, zum anderen dürfen Mädchen eigentlich nicht in der Öffentlichkeit Rad fahren. Aber die Elfjährige gibt nicht auf. Mit verbotenen Geschäften an ihrer Schule verdient sie ein wenig Geld und meldet sich sogar für den Koran-Rezitationswettbewerb an, wo eine hohe Preissumme lockt. Sie gewinnt, doch ihre Ankündigung bei der Prämierung, sich ein Rad kaufen zu wollen, stößt auf Entsetzen, die Rials landen in einen Solidaritätsfonds für Palästina.

Darsteller:
Sultan Al Assaf, Ahd
Verfügbar als:
DVD, Blu-ray

Details zu diesem Titel

Discs
  • Film FSK without_age_limitation
Laufzeit 1 Stunde 34 Minuten
Darsteller Sultan Al Assaf, Ahd, Waad Mohammed, Reem Abdullah, Abdullrahman Al Gohani
Regisseur Haifaa Al Mansour
Genres Drama
Studio Koch Media
Veröffentlichungsdatum 21. März 2014
Sprache Arabisch, Deutsch
Untertitel Deutsch
Originaltitel Wadjda
Discs
  • Film FSK without_age_limitation
Laufzeit 1 Stunde 34 Minuten
Darsteller Sultan Al Assaf, Ahd, Waad Mohammed, Reem Abdullah, Abdullrahman Al Gohani
Regisseur Haifaa Al Mansour
Genres Drama
Studio Koch Media
Veröffentlichungsdatum 20. März 2014
Sprache Arabisch, Deutsch
Untertitel Deutsch
Originaltitel Wadjda

Kundenrezensionen

4.8 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Kassiopeia am 13. September 2013
Format: DVD
Wadjda, ungefähr 11 Jahre alt, möchte gerne ein Fahrrad kaufen, um ihren Freund Abdullah im Rennen zu besiegen. Um das Geld zusammen zu bekommen, will sie den Koranwettbewerb an ihrer Schule gewinnen, und verwandelt sich deshalb für einige Zeit zur Überraschung aller in eine Musterschülerin. Ihre Mutter hat währenddessen andere Sorgen, zum einen den missgelaunten Fahrer, auf den sie angewiesen ist, um zur Arbeit zu kommen, und dass ihr Mann mit dem Gedanken spielt, sich eine zweite Frau zu nehmen, weil sie keine weiteren Kinder - soll heißen, keine Söhne - bekommen kann.

Der Film ist nicht deprimierend (oder zumindest nicht nur) oder im engeren Sinne politisch, hauptsächlich deshalb, weil die Hauptfigur so jung ist - Wadjda will bloß ihr Fahrrad, sie verschwendet nicht allzu viele Gedanken an ihre Zukunft, und Politik berührt sie nur insofern, dass sie Abdullah’s Fahrrad leihen kann, während er für seinen Onkel den Wahlhelfer gibt. Und sie ist einfach unwiderstehlich, wenn sie etwa ihr Fahrrad reserviert, indem sie dem Verkäufer ein Mixtape überreicht “weil wir jetzt Freunde sind - aber das hört auf, wenn du es verkaufst!”. Sobald der Fokus mehr auf ihre Mutter geht, wird es trauriger.

Natürlich ist es interessant, einen Einblick in eine so fremdartige Welt zu bekommen. Aber ganz abgesehen davon ist “Wadjda” auch einfach ein Film mit glaubwürdigen Charakteren und exzellenten Schauspielern (allen voran Waad Mohammed und Reem Abdullah), der sowohl traurig als auch fröhlich ist und auf ruhige, zurückhaltende Art ein ernstes Thema angeht. Ich bin schon lange nicht mehr so beeindruckt aus dem Kino gegangen.
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von MissVega am 13. September 2013
Format: DVD
(Kinoversion)

Einen Film in einem Land zu drehen, in dem es keine Kinos (und auch keine Theater) gibt, dazu noch mit einer Frau als Regisseurin, die dann auch noch offen die immensen Einschränkungen der Frauen aufgrund der Religion thematisiert, scheint ein äußerst sinnloses Unterfangen zu sein. Und dennoch, die saudi-arabische Regisseurin Haifaa Al-Mansour hat es getan. Sie hat einen kritischen, wahren und sehr berührenden Film über ein Mädchen gedreht, das gerne ein Fahrrad haben möchte. Obwohl sie in Riad, wo sie lebt, nicht Fahrradfahren darf. Man munkelt, dass Al-Mansour ihren Film nur mithilfe eines einflussreichen Prinzen verwirklichen konnte. In einem Land, in dem Kinofilme verboten sind. Und natürlich auch, sie zu drehen. Seit 1975 gibt es in ganz Saudi-Arabien kein einziges Kino mehr. Dafür jetzt aber wieder eine Regisseurin. Auch die einzige in ganz Saudi-Arabien. Der Film ist also weit mehr als "nur" ein Film, er ist eine kleine Sensation.

Wadjda (Waad Mohammed) ist 10 Jahre alt und lebt in Riad mit ihrer Mutter und ihrem meist abwesenden Vater (der ist gerade mit der Suche nach einer Nebenfrau beschäftigt, da Wadjdas Mutter keine weiteren Kinder bekommen kann). Im Kleinen probt das Mädchen fast täglich die Rebellion gegen gängige religiöse und moralische Zwänge. Sie trägt unter der vorgeschriebenen schwarzen Kleidung Turnschuhe, bindet ihren Schleier nur nachlässig oder vergisst ihn ganz und hört gern westliche Popmusik. Und sie möchte gerne ein Fahrrad haben. Ein Unding in der streng islamischen Welt, in der sie lebt. Frauen dürfen weder Radfahren noch ein Rad besitzen. Das hält Wadjda aber nicht von ihrem Plan ab.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Hansjuergen am 12. September 2013
Format: DVD Verifizierter Kauf
Absolut anerkennenswert, dass die saudische Filmregisseurin Haifa Al-Mansur es als Erste geschafft hat auf saudischem Boden einen Kinofilm zu drehen. Meine Frau und ich haben uns den Film am Wochenende angesehen und wurden positiv überrascht über die Qualität und den Charme der Geschichte.

Der Film erzählt die Geschichte von Wadjda, ein selbstbewusstes saudisches Mädchen, dass sich ein Fahrrad wünscht. Mansur gelingt es diesem Mädchen Persönlichkeit zu geben und ihr eine Stimme zu verleihen. Obwohl die Geschichte unpolitisch ist, greift sie die Besonderheiten der patriarchischen Gesellschaft in Saudi im 21. Jahrhundert auf und weisst ausdrücklich auf die Sehnsüchte und Ängste der Frauen in ihrer eigenen restriktiven Welt hin.

Für diejenigen, die, wie ich, einige Jahre in Saudi Arabien gelebt haben, und zudem Berührungspunkte mit saudischen Familien hatten, erwecken die Bilder intensive Erinnerungen an das Leben in der Hauptstadt Riyadh. Ein absolutes Muss für alle, die in Saudi nicht nur für "das schnelle Geld" gelebt haben sondern die der Schrei nach Freiheit und gesellschaftlicher Veränderung berührt hat.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Martin Ostermann TOP 500 REZENSENT am 16. September 2013
Format: DVD
... ruft der Nachbarsjunge Abdullah dem Mädchen Wadjda hinterher. Beide sehen sich fast täglich und Abdullah lässt Wadjda auch mal auf seinem Fahrrad fahren. Für westliche Zuschauer mag die Heiratsankündigung nur nach einem naiven kindlichen Scherz klingen, aber in Saudi-Arabien sind Ehen in der Regel arrangiert und Frauen haben in streng religiösen Kreisen nicht unbedingt ein Mitspracherecht. Das Elternhaus der zwölfjährigen Wadjda ist zwar durchaus von der islamischen Kultur geprägt, insgesamt aber nicht allzu streng. Die Mutter erzieht ihre Tochter mit sanfter Autorität und viel Verständnis: Es gibt Gespräche über Probleme und Vorhaben, es wird zusammen gebetet und gesungen. Wadjda ist gewohnt, ihre Meinung zu sagen und tritt sehr selbstbewusst auf. Ihren Vater sieht sie nur selten, das Verhältnis ist gut, aber durch die häufige Trennung auch distanziert. Was eigentlich im Leben seiner Tochter vorgeht, weiß der Vater nicht. Diese möchte unbedingt ein Fahrrad haben, was in Saudi-Arabien aber insofern problematisch ist, da Fahrradfahren für Frauen und Mädchen als unschicklich gilt. Auch die Lehrerinnen in der Schule - allen voran die strenge Direktorin - achten sehr auf das korrekte Benehmen der Mädchen: Nur verschleiert aus dem Haus gehen, kein lautes Lachen in der Öffentlichkeit und ein anständiges Mädchen zieht sich zurück, wenn Männer sie beobachten können. Das andere Problem des Fahrradwunsches ist ein eher universales: Es fehlt an Geld, insbesondere für das Modell, das als Objekt der Begierde bereits in einem Geschäft unweit von Wadjdas Wohnung von ihr entdeckt - und reserviert wurde.Lesen Sie weiter... ›
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