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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein frisches, liebevolles und detailreiches Buch.,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen mit dem Perlenohrring (Gebundene Ausgabe)
Wer die Bilder von Vermeer liebt, wird sie durch dieses Buch auf eine neue Art sehen lernen; wer die Bilder von Vermeer noch nicht kennt, wird nicht eher ruhen, bis er einige gesehen hat.Tracy Chevalier ist etwas Wunderbares gelungen. Sie hat auf eine unterhaltsame, zugleich anspruchsvolle und atemberaubende Art einige Jahre aus dem Leben des Malers Johannes Vermeer (1632-1675) geschildert. In diesen Jahren sind einige der wohl schönsten Bilder von Vermeer entstanden: So u.a. die Frau mit der Perlenkette, Frau mit Krug, die Briefleserin und natürlich das Mädchen mit dem Perlenohrring. Die Geschichte wird von Griet, einem zunächst 16-jährigen Mädchen aus Delft, erzählt, die aufgrund einer familiären Tragödie gezwungen war, als Dienstmädchen zu arbeiten. Sie trat in die Dienste des Malers Vermeer und seiner Familie ein. War auch der Alltag im Haushalt von Vermeer durch schwere körperliche Arbeit und von Eifersüchteleien geprägt, so fand Griet schon sehr bald etwas, was sie aus dieser engen Welt entführte und ihr eine ganz neue Sichtweise ermöglichte: die Bilder von Vermeer. Unbeschreiblich schön führt Chevalier an einige Bilder von Vermeer heran. Am Anfang trifft Griet auf ein fast fertiges Bild von Vermeer, welches er für seinen Gönner van Ruijvens gemalt hat, die Frau mit der Perlenkette. Lebendig, unterhaltsam und detailgetreu schildert sie den Aufbau des Bildes, seine Farben und seine kleinen Geheimnisse. Schon bald taucht der Leser in die Zeit um 1664 ein und verschmilzt ganz mit dem beschriebenen Bild. Er hat fast das Gefühl, als sei er Griet, als könne er sich im Atelier von Vermeer frei bewegen und den Geruch von frischer Farbe einatmen. Weitere Bilder folgen, an deren Entstehung Griet uns teilhaben lässt. Da sind die Farben, die so leuchtend sind und wir lernen, dass weiß nicht einfach weiß, sondern blau, lila und gelb ist. Dass man genau hinschauen muss und dass die Augen allein nicht alles verraten. Man muss schon in sich hineinschauen. Damit werden die Bilder zum Gleichnis für viele Situationen in unserem Leben. Der malerische und dramatische Höhepunkt in diesem Buch ist die Geschichte des Bildes "Das Mädchen mit dem Perlenohrring". Denn dieses Mädchen ist Griet selbst. Durch ihr Gespür für Farben, für die Aufbauten eines Bildes und durch ihre warmherzige und bedingungslose Liebe zur Malerei hat sie ganz zaghaft und unschuldig das Herz von Vermeer erobert. Dies führt zwar zur Entstehung eines ganz wunderbaren Bildes, wirft aber zugleich tiefe, düstere Schatten auf das Leben von Griet, vielleicht sogar auch auf das Leben von Vermeer. Wenn hier insbesondere die Bilder im Mittelpunkt des Buches stehen, so ist Tracy Chevaliers Buch doch kein "Bilderbuch" im eigentlichen Sinne. Denn sie beschreibt sehr eindrucksvoll "ganz nebenbei" das Leben der Menschen in Delft um 1664/1676, ihre Gedanken, ihre Ansichten und ihre Ängste. Das Buch handelt auch von dem Glauben an sich selbst und von der Kraft des Schönen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Herausragend!,
Von Miezekatze (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen mit dem Perlenohrring: Roman (Taschenbuch)
Ein voller Erfolg: Dieser Roman erweckt eins der faszinierendsten Gemälde der Kunstgeschichte vibrierend zum Leben. Griet, das Mädchen mit dem Perlenohrring, erzählt von ihrer Jugend als Magd bei der Familie des Malers Vermeer, und ihre Erzählung kulminiert in der Schaffung des berühmten Gemäldes, für das sie mit den Ohrringen von Vermeers eifersüchtiger Frau Modell saß.An dem Roman stimmt einfach alles. Die Ich-Erzählerin Griet ist großartig gelungen; sie kommt in ihrer Bescheidenheit, aber auch in ihrer Klugheit und Integrität überzeugend rüber. Griets Angehörige, Vermeers Familie, aber auch Griets Bewunderer Peter sind durchweg dreidimensionale Figuren. Griets zarte Beziehung zu Vermeer passt dabei haargenau zu ihrem bodenständigen Charakter. Die Darstellung von Griets täglichem Leben in der Familie Vermeer mit ihren so unterschiedlichen und differenziert gezeichneten Gestalten nimmt gefangen. Das Holland des späten 17. Jahrhunderts wird in diesem Roman lebendig, und Griet lebt authentisch innerhalb ihres Standes in einer bunt schillernden Gesellschaft. Am mitreißendsten sind Griets Schilderungen der Bilder Vermeers - durch die Kraft ihrer Beschreibungen werden die Bilder lebendig. Vermeer hingegen bleibt lange Zeit eine fast nebulöse Gestalt, die nur ab und zu, dann aber mit prägnanter Nachhaltigkeit, ins Griets Leben tritt. Vermeer wird einerseits als genialer Künstler geschildert, doch andererseits kommen seine Feigheit und sein Egoismus bei der Erschaffung seiner Bilder wunderbar gut heraus - was er alles von Griet verlangt, damit er das perfekte Bild von ihr erschaffen kann, zeigt, dass er keinerlei Rücksicht auf sie nimmt. Im Gegenteil, die Beziehung der beiden weist sogar leicht sadistische (er) und masochistische (sie) Züge auf; die körperliche Vereinigung von Liebenden wird dadurch ersetzt, dass er Griet Löcher durch ihre Ohrläppchen bohren lässt. Als echter Künstler verliert er nach Fertigstellung des Werks auch das Interesse an seiner Muse... Ein vielschichtiger Roman mit ganz herausragenden Figuren, allen voran natürlich Griet. Und selten sind Gemälde in einem Buch so lebendig geworden! Rundum gelungen. 5 Sterne. PS: Ganz besonderes Highlight ist das ungekürzte Hörbuch im englischen Original, ausgezeichnet gelesen von Ruth Ann Phimister! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unbedingt zum Kinofilm lesen!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen mit dem Perlenohrring: Roman (Taschenbuch)
Nun ist die Verfilmung dieses Buches ins Kino gekommen.Um die verfilmte Geschichte wirklich zu verstehen, empfiehlt es sich meiner Meinung nach unbedingt das Buch lesen! Der Film beantwortet nämlich nicht die Fragen: Warum muss Griet überhaupt als Magd arbeiten? Warum ist es z. B. so schlimm für Griet, dass die Fliese mit dem Junge-Mädchen-Motiv in der Mitte zerbrochen wurde? Was wurde am Ende aus Griet? Das Buch sagt noch viel mehr: was denkt und fühlt Griet? Wie entwickelt sich ihr Verhältnis zu ihrer Familie nachdem sie das Elternhaus verlassen hat? Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und kann es nur weiterempfehlen. (Übrigens auch auf Englisch: es ist sehr einfach zu lesen und zu verstehen, auch wenn man nur mittelmässig geübt in Englisch ist.) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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