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Das Mädchen aus Paris
 
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Das Mädchen aus Paris [Taschenbuch]

Joan Aiken , Nikolaus Stingl
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 425 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 10., Aufl. (1. Juli 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257213220
  • ISBN-13: 978-3257213225
  • Originaltitel: The Girl from Paris
  • Größe und/oder Gewicht: 18,1 x 11,1 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 408.108 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ihre bestrickenden, aufregenden Romane machen Joan Aiken seit über 20 Jahren zum Publikumsliebling." (Publishers Weekly)

"Joan Aiken gelingt spannende Unterhaltungslektüre mit komödiantischen Einsprengseln und ironischen Sticheleien - lauter possierliche Sittengemälde auf dem Hintergrund von Standesdünkel und Etikette, Liebeleien und Tafelfreuden, Vorurteilen und üblen Machenschaften." (Der Spiegel)

Kurzbeschreibung

Wohin sie geht, zieht Elen Paget Liebhaber an. Auch ihr Stiefbruder Benedict verliebt sich in sie. Ihre gebieterische Patin, Lady Morningquest, bereitet der zarten Romanze ein rasches Ende und schickt Ellen nach Paris, wo sie die Gesellschafterin der Comtesse da la Ferte und die Gouvernante ihrer kleinen Tochter Menispe wird.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Romantisch und düster! 24. April 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ellen Paget arbeitet als Erzieherin in einem angesehenen Brüsseler Mädchenpensionat, da sie zu Hause in England von ihrer ungeliebten Stiefmutter nicht geduldet wird. Auch der Direktorin des Pensionats ist sie ein Dorn im Auge, da sich zwischen ihr und deren Cousin eine Romanze anzubahnen scheint. In dieser Situation erscheint Ellens Patin auf der Suche nach einer Erzieherin für das vernachlässigte Kind ihrer Nichte gerade recht! Ellen wird Hals über Kopf und gegen ihren Willen nach Paris verfrachtet und landet in einem wohlhabenden, aber verworrenen Haushalt. Als es hier zu einer Tragödie kommt, holen Ellens Schwestern und ihr Stiefbruder sie kurzerhand zurück nach England, um für ihren mittlerweile erneut verwitweten Vater zu sorgen. Aber auch hier wird bald deutlich, daß die Tagesordnung von Intrigen der Haushälterin und der Schwestern beherrscht wird. Wird es der jungen Frau gelingen,ihren eigenen Weg zu finden und auch zu beschreiten?

Beim Lesen dieses Buches taucht man in die manchmal verzweifelte Situation einer jungen Frau, die sich ihren Lebensunterhalt selber verdienen muß, in einer Zeit, als die Frauen noch Krinolinen trugen und die Männer die einzigen waren, die eine "normale" Ausbildung erhielten.

Ellen Paget ist zwar selbstbewußt, schafft es aber nicht, sich gegen die Zwänge, die von außen auf sie ausgeübt werden zu wehren und wird daher wie eine Spielfigur von einem Ort an den anderen versetzt.

Joan Aiken versteht es, verschiedene Schicksale zu verknüpfen und uns mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen, bis sich am Ende die verworrenen Knoten lösen und sowohl Tragik als auch Romantik zu ihrem Recht kommen.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kurzweilige Unterhaltung 11. Juli 2006
Format:Taschenbuch
Und kurzweilige Unterhaltung ist "Das Mädchen aus Paris" in der Tat. Es hat sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, und mit Ellen in die "Tiefen" Pariser Literaturzirkel und Männerkleidung tragender Literatinnen einzutauchen und mitzuerleben, wie sie allmählich die Liebe ihres Vaters gewinnt.

Ellen Paget ist eine engagierte junge Frau, die ihren Lebensunterhalt als Erzieherin in einem Brüsseler Internat, in dem sie selbst Schülerin gewesen ist, verdient. Sie hat einen wachen Verstand, den sie zu nutzen versteht und der ihr die Freundschaft Professor Bosschères einträgt, für den sie mehr als nur Freundschaft empfindet. Durch diese harmlose Liebelei, die der Leiterin des Internats nicht passt, muss Ellen mit ihrer Patentante nach Paris fahren. Dort soll sie nicht nur die gänzlich verzogene hyperaktive Menispe erziehen, die Tochter der Nichte ihrer Patentante, sondern gleichzeitig auch die Freundin von Louise, jener Nichte, werden, was gänzlich misslingt.

Im Endeffekt schafft es Aiken ihre Protagonistin in jede erdenkliche Schwierigkeiten zu bringen. Und wenn Ellens Verschwinden aus Brüssel schon wie eine überstürzte Entscheidung wirkt, wirkt ihr plötzlicher Aufbruch nach England wie eine Flucht. Doch erst in England schafft es Ellen anzuwenden und zu vervollkommnen, was sie gelernt hat. Sie gewinnt Zugang zu ihrer kleinen Halbschwester, Vicky, die sie an Menispe erinnert, erkennt, in welch einem Dilemma ihr Bruder steckt und welches Los ihre zwei Schwestern mit ihren Ehemännern gezogen haben. Ellen verliert jedoch ihr Ziel nicht aus den Augen und beginnt auch ihren Vater zu verstehen und Liebe und Mitleid für ihn zu empfinden.

Wirklich spannende Momente gibt es in dem Buch nur wenige, dafür eine Reihe von kleineren an den jeweils richtigen Stellen. Erfreulich ist, dass Ellen Paget in den drei Episoden des Buches von einer jungen Frau, die sich vorbehaltlos in die Entscheidungen, die andere für sie treffen, fügt zu einer selbstständigen Frau entwickelt, die in der Lage ist, nicht nur Entscheidungen zu treffen, sondern auch Risiken einzugehen und sich nicht scheut, um Hilfe zu bitten, selbst bei Menschen, mit denen sie Probleme hat.

Dürftig ist die "Romanze", die ich nicht gerne als Romanze bezeichnen möchte. Von Emotionen zwischen beiden ahnt der Leser nicht das geringste, nur dass "Er" sich mindestens einmal in "Ihr" Leben einmischt. Dass beide sich lieben, kommt für den Leser sehr plötzlich und ohne Vorankündigung, darum ein Sternchen Abzug. Es scheint, als wäre die Romanze nur eingefügt worden, um Ellen am Ende nicht gänzlich alleine dastehen zu lassen. Das Ende ist meines Erachtens nach ebenso dürftig und lässt zu viele Fragen offen. Zudem fehlte mir eine letzte Auseinandersetzung zwischen Ellen und der Haushälterin ihres Vaters.

Dennoch ein schönes Lesevergnügen. Aiken versteht es, den Ton der Zeit einzufangen und ein lebendiges Bild der jener Epoche zu kreieren. Sie bleibt dabei nicht an den gehobenen Kreisen hängen, sondern lässt den Leser auch in die Lebensverhältnisse der unteren Schichten einen Blick erhaschen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Woodstock
Format:Taschenbuch
Ellen Paget ist hübsch, jung, klug und aus gutem Hause. Dermaßen vom Leben begünstigt, kann man sich nur wundern, wie schwer es die Heldin dieser Geschichte hat.
Ihr Vater ignoriert sie seit ihrer Geburt, die Stiefmutter hat sie aus dem Hause geekelt, von ihrem Posten als Lehrerin in einem angesehenen Brüsseler Internat wird sie sprichwörtlich weggelobt und die gräfliche Familie in die sie als Gouvernante hinein gerät, ist alles andere als intakt, zudem muss sich Ellen gegen die Nachstellungen durch die sittenlose Herrenwelt und die einer lesbischen Schönheit wehren, wohingegen sie von ihrer Familie zu selbstsüchtigen Zwecken vereinnahmt wird - und das alles geschieht nicht etwa in unserer Zeit, sondern vor dem Hintergrund des (frauenfeindlichen) Jahres 1859.

Das klingt nicht mal annähernd so spannend, wie es wirklich ist, denn Joan Aiken schreibt so ausgeklügelt und fesselnd, dass die Lektüre dieser Geschichte zu einem Non-Stop-Hochgenuss wird. Brüssel, Paris und Sussex werden vor dem leserischen Auge in Geruch, Farbe und Witterung plastisch lebendig, und die kuriosen bis bösartigen Charaktere, die Ellen das Leben schwer machen, sind so scharfsinnig und geistreich geschrieben, dass man beim Lesen zwischen Lachen und Entsetzen hin und her gerissen ist. Die Geschichte entwickelt sich langsam und gewinnt von Seite zu Seite an Tiefe. Und während Ellen sich mit einem ominösen Selbstmord und den Schatten der Vergangenheit auseinandersetzen muss, wird sie allmählich zu einer erwachsenen und selbstständigen Frau, die weiß was sie will und sich von niemandem mehr etwas vorschreiben lässt.

Ein ausgezeichnet geschriebenes, packendes und herrlich ironisches Sittengemälde in dem Herrschaften wie Flaubert oder George Sand amüsante Gastauftritte haben und eine beiläufige Romanze das herbe Ende versüßt.
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