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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Brillant, wirklich brillant,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Luxemburg-Komplott: Roman (Gebundene Ausgabe)
Gerade gekauft, über Nacht und Tag gelesen: ein irres Buch. Es ist erst einmal ein extrem spannender und perfekt komponierter Thriller mit einem Schluss, der sich gewaschen hat. Ein außergewöhnlicher literarischer Held: Sebastian Zacharias, der in russischer Kriegsgefangenschaft zum Bolschewiken wird und dann auch zum Mitarbeiter der russischen Geheimpolizei Tscheka. Er wird unvermeidlich in deren Verbrechen verstrickt, bei der Bekämpfung der Konterrevolution oder dem, was die Bolschewiki dafür halten, und bei der gewaltsamen Beschaffung von Nahrungsmitteln für die hungernden Städte.Schon im russischen Kriegsgefangenenlager hatte Zacharias Ernst Reuter kennen gelernt - ja, den späteren Regierenden Bürgermeister von Westberlin. Der wurde 1918 Volkskommissar des deutschen Wolgagebiets, ging dann nach Berlin als Leiter der Berliner KPD-Organisation und war ein bedeutender Vertreter des ultralinken Flügels der Kommunisten. Lenin und Feliks Dserschinski, Leiter der Tscheka und Ex-Genosse Rosa Luxemburgs, schicken bald auch Zacharias nach Berlin. Sein Auftrag: Über Rosa Luxemburg wachen, auch in dem Sinn, nach Moskau zu berichten, was sie vorhat. Bald entdeckt Moskau, dass Luxemburg unter Revolution und Sozialismus etwas anderes versteht als Diktatur und Zentralismus. Als mehr durch einen Zufall die Revolution in Berlin ausbricht im März 1919, da wird schnell klar, dass die Dinge in Deutschland anders laufen als in Russland. Während sich die Bolschewiki bemühen, das selbst verursachte Chaos mit Terror zu ersticken, besteht Luxemburg darauf, die Arbeiter zu überzeugen und an der Macht teilhaben zu lassen. Reuter ist der Kopf der "Leninfraktion" in der deutschen KP, auch Zacharias erhält von Moskauer Boten, wie dem superfinsteren Bronski, den Auftrag, Luxemburg auszuschalten. Es beginnt ein Kampf um Leben und Tod. Mehr wird nicht verraten. Das Buch ist aber nicht nur ein Thriller, sondern der Leser erfährt ungemein viel über die Auseinandersetzungen und Schwierigkeiten des Jahres 1919, in dem in Deutschland die Weichen gestellt wurden in Richtung 1933 und 1939, dem Machtantritt der Nazis und der Entfesselung des Zweiten Weltkriegs. Ich finde das Buch noch intensiver als die ausgezeichneten Ditfurth'schen Vorgänger "Der 21. Juli" und der "Consul". Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Politkrimi mit History-Thrill,
Rezension bezieht sich auf: Das Luxemburg-Komplott: Roman (Gebundene Ausgabe)
März 1919. Lenin macht blutige Revolution in Russland, Rosa Luxemburg versucht in Berlin das Gleiche - ohne Blut und Terror. Totzdem wird sie ermordet. In wessen Auftrag? Der Historiker und Politkrimi-Autor Christian von Ditfurth gibt auf diese Frage eine ganz neue Antwort und schildert dabei sehr intelligent und sehr eindringlich, wie weit Revolutionäre Rücksicht auf "die Freiheit der Andersdenkenden" (Rosa Luxemburgs berühmtester Ausspruch) nehmen können oder dürfen. Ist blutiger Terror notwendig, um von der Revolution zu einer stabilen Regierung zu kommen oder geht das auch über demokratische Mehrheitsentscheidungen? "Das Luxemburg-Komplott" lässt die historischen Kommunisten auferstehen, die nach dem ersten Weltkrieg in Russland und Deutschland um eine Antwort und den Sieg rangen, aber: Auch wegen der ausführlich geschilderten Debatten ist der Krimi spannend für alle, die sich für Politik interessieren. Wer's nicht tut, kann stattdessen den elegant-knappen, männlich-nüchternen Stil genießen, über perfekt aufgebauten Thrill staunen und über den total überraschenden, einleuchtenden und bösen Schluss.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Historischer Polit-Thriller vom Feinsten,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Luxemburg-Komplott: Roman (Gebundene Ausgabe)
Rosa Luxemburg entkommt ihren Häschern vom Freikorps, führt die Revolution in Deutschland zum Sieg und wird Mitglied der provisorischen Regierung aus Sozialisten und Kommunisten, in der bald Richtungskämpfe aufflammen. Das Land schwankt zwischen Terror und Anarchie, der "große Bruder" Lenin sucht die Dinge in seinem Sinne zu lenken, und auch die Konterrevolution formiert sich. Aus dieser Grundkonstellation entwickelt der Historiker und Autor Christian von Ditfurth ein fulminates Wechselspiel zwischen historischen Fakten und Fiktion, das den Leser durch sein rasantes Tempo und seine durchaus plausiblen, aber völlig unerwarteten Wendungen bis zur letzten Seite fesselt. Ein Buch, über das man nicht lange schreiben, sondern das man möglichst bald lesen sollte! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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