Dirk Ploss, als Geschäftsführer der Hamburger Loyalty Consulting auf Kundenbindung spezialisiert, verdeutlicht, worauf's ankommt und bringt prägnante Beispiele: Guy Kawasaki definiert echte Kundentreue als "missionarischen Eifer", eine innerste Überzeugung gegenüber der Firma, dem Produkt, was sich auch in einem entsprechenden Sendungsbewußtsein auswirkt. Bei solchen Kunden braucht man sich über die Zukunft keine Sorgen zu machen. Der Weg von der Kundenbeziehung zur Loyalität ist ein weiter, die jeweiligen Schlüsselfaktoren zur Erreichung der nächsten Stufe vermittelt Ploss plausibel in einem Diagramm. Ploss geht u.a. auch auf die Bedeutung des Share of Wallet, dem Anteil am Gesamtkuchen eines Kunden - besonders in Märkten mit leicht substituierbaren Produkten - ein, der in Zukunft im Vergleich zum Marktanteil eine wohl immer bedeutendere Rolle spielen wird. Schön auch das "Eimer-Exempel", wo man sich das eigene Unternehmen als Eimer mit einem Loch vorstellen kann, aus dem permanent Kundenströme abfließen. Von oben wird nachgegossen, sprich Neukunden geworben. Logische Konsequenz: Je kleiner das Loch (=verbesserte Kundenbindungsrate), um so größer der absolute Zuwachs an Kunden. Das geeignete Instrumentarium dafür wird von Ploss dabei mitgeliefert.
Auch die Allgemeinbildung kommt nicht zu kurz: Wer weiss denn wirklich, dass der Begriff SPAM-Mail von Spiced Pork And Meat, einer kulinarischen britischen Köstlichkeit kommt, der durch Monthy Pythons erst berühmt wurde: Im Sketch zählte der Kellner auf die Frage des Gastes die Speisekarte auf, Chicken with SPAM, Salad with SPAM, alles mit SPAM: Unerwünscht, daher spam-mail.
Das Loyalitätsnetzwerk ist locker und mit viel Hintergrundwissen geschrieben, wo es sich sogar lohnt, alle Fußnoten zu lesen ;-).