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Schenkt man Erasmus von Rotterdam Glauben, so ist die Torheit eine Frau. Was auf den ersten Blick wie eine Plattitüde wirkt, ist in Wahrheit revolutionär. Denn das Buch, von dem hier die Rede ist, wurde bereits 1511 veröffentlicht. Im selben Zeitraum begann gerade der schwunghafte Sklavenhandel, wurde der Ketzer Savonarola hingerichtet, befahl der Papst Bücherverbrennungen „unchristlicher Werke“ und Kaiser Maximilian „die Zerstörung aller sakralen Werke außer der christlichen“. Und in diesem Klima kommt nun ein Theologe daher und lässt eine Frau sprechen, macht sie gleichzeitig zu Ankläger, Verteidiger und Richter. Dabei beschränkt sie sich nicht nur auf Institutionen wie die Stände, Gilden und den Klerus sondern zieht auch über gesellschaftliche Normen wie die Ehe, Glauben, Krieg und Militarismus her. Erasmus selber wurde als unehelicher Sohn eines Priesters 1466 in Rotterdam geboren und trat als junger Mann in ein Kloster ein. Doch schon bald danach trat er als Sekretär in die Dienste des Bischofs von Cambrai und von dort nach Paris. Er kehrte sich vom Klosterleben ab, wurde vom Papst seines Gelübdes entbunden und bereiste Europa. Durch seine streitbaren Schriften und der Kritik an der Kirche, dem Klerus und dem Mönchtum war er ein Wegbereiter der Reformation. Doch distanzierte er sich später von Luther und anderen Reformern, da er sich eher als Theoretiker denn als Kämpfer in der ersten Reihe sah. In diesem Geiste verfasste er auch „Das Lob der Torheit“ innerhalb einer Woche bei einem Besuch bei seinem Freunde Thomas Morus in England.
Die Väter des politischen Kabaretts
Die sarkastische Schrift erfreute sich bald großer Beliebtheit und erschien noch zu Lebzeiten von Erasmus in 36 Auflagen. Die Obrigkeit war gegen dieses Buch machtlos, da ja eine Närrin über angebliche Torheiten berichtet. War dies nun ernst gemeinte Gesellschaftskritik oder nur eine Büttenrede im Karneval?
„Die Torheit steht in schlechtem Ruf selbst bei den ärgsten Toren“ sagt die Erzählerin und nimmt damit allen Kritikern den Wind aus den Segeln, denn ein Tor, der über Toren richtet, kann unmöglich die Wahrheit sagen. „Meine Macht stimmt Götter und Menschen heiter“ führt sie weiter aus und gibt so den Grundton dieses voller witziger Details steckenden Buches vor.
Ähnlich wie der zeitgleich in der Literatur auftauchende „Till Eulenspiegel“ und kurze Zeit später der Roman „Utopia“ von Thomas Morus handelt es sich um ein damals wie heute erschreckend aktuelles Werk. Natürlich sind es heute andere Narreteien, die begangen werden. Doch die Grundtendenz ist unverändert. Auch heute werden gesellschaftliche Missstände häufig als gegeben angenommen und einer breiteren Öffentlichkeit erst durch satirische Bloßstellung bewusst gemacht. Diese Aufgabe haben damals wie heute die Narren, Schelmen und „Eulenspiegel“, die uns einen Spiegel vorhalten, eine Nase drehen und mit ausgestrecktem Zeigefinger auf die Scharlatane, Gaukler und Taschenspieler mit ihren billigen Tricks zeigen.
(C) Wolfgang Haan
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