Lella will die kleine Tochter ihres verstorbenen Zwillingsbruders aus Sizilien holen, das hat sie ihm vor seinem Tod versprochen. Doch die Familie ihrer Schwägerin Grazia, die Selbstmord beging, will ihr die kleine Matilde nicht herausgeben. Die Feindschaft zwischen den Familien ist riesengroß, dummerweise weiß Lella nicht, warum. Also entführt sie das Mädchen und dann fangen die Schwierigkeiten erst richtig an. Es ist eine verwickelte Familiengeschichte, die Lella im Laufe des Buches entwirren muss, doch sie ist wunderbar flüssig und klischeefrei beschrieben. Auch das Lella den Fotografen Phil aus dem Flugzeug wieder trifft und sich zu allem Überfluss auch noch in ihn verliebt, ist spannend und romantisch, aber Gott sei Dank kein bisschen kitschig geschildert. Das Familiengeheimnis, das Lella mit Phils Hilfe auflöst, dreht einem den Magen um, und lässt einen das Buch kaum mehr aus der Hand legen.
Ich habe das Limonenhaus leider viel zu schnell durchgelesen und beschlossen, nächsten Sommer nach Salina zu fahren, mir einen Motorroller zu leihen, damit über die Insel zu fahren und all die leckeren Gerichte zu essen, die Lella im Buch für Phil gekocht hat.