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Schon mit dem ersten Kapitel des ersten Teils war offensichtlich geworden, was sich inzwischen sechsfach bestätigt hat: Ein genialer Geschichtenerzähler ist angetreten und hat dem Genre ein Ausnahmewerk geschenkt. In einem zunächst durchaus konventionell angelegten alternativen Mittelalter hat George R.R. Martin die Geschichte der Sieben Königreiche angesiedelt, eine Geschichte voll brodelnder Leidenschaften, ungezügelter Gewalt, Intrigen, Dramatik, Hoffnung und Verzweiflung.
Die magischen Elemente waren zunächst nur sehr spärlich eingesetzt -- Elfen und Trolle sind Martins Sache nicht. Seine Erzählung begann im hohen Norden des Landes, als Lord Eddard Stark mit einem Teil seiner Familie zu einer verhängnisvollen Stellung an den Königshof gerufen wird. Unterdessen naht der jahrzehntelange Winter: Jenseits der Mauer, die das Reich zum Norden hin abgrenzt, braut sich unheilvolles Grauen zusammen. Und auf der anderen Seite des Meeres erwacht eine totgeglaubte Drachenkönigin zu neuem Leben.
Während die Handlungstränge im dritten und vierten Band fast zu zahlreich zu werden schienen, gelingt es Martin im sechsten Band alle losen Enden aufzunehmen und die Handlung energisch voranzutreiben. In bewährtem Stil schildert er das Geschehen kapitelweise aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten. Diese gewinnen weiter an Kontur: Martins erzählerische Stärke besteht nicht zuletzt in vielschichtiger Charakterisierung. Der Kampf zwischen Gut und Böse wird hier nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch in den Köpfen der beteiligten Personen ausgetragen, und mit jedem Kapitel erwacht ein eigener Mikrokosmos zum Leben.
Die fantastischen Elemente werden im fünften und sechsten Band häufiger, ohne dass die Geschichte ihren düsteren Realismus verliert. Das Geschehen bleibt unvorhersehbar, was nicht zuletzt an der Erbarmungslosigkeit liegt, mit der Martin liebgewordene, ausdifferenzierte Personen opfert. Vorbei die Zeiten, als die Bösen des Genres immer daneben schossen, und die Helden der Geschichte sich aus jeder noch so ausgeweglosen Situation herauszuschlagen wussten!
In der Mitte seines Epos hat Martin nichts von seiner erzählerischen Wucht eingebüßt. Hält er diese Qualität auch in den kommenden Bänden, so hat das Genre (und endlich ist es einmal wahr!) einen erfrischend anderen, aber doch ebenbürtigen R.R. erhalten. --Birgit Will -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Die Story schreitet zügig voran und man fiebert mit dem vielleicht spannensten Teil der bisherigen Saga mit. Robb Stark ist aus dem Westen heimgekehrt: verheiratet mit einer Westerling,womit er es sich mit den Freys verscherzt hat. Roose Bolton,der Kommandeur von Robbs Südarmee spielt sein eigenes Spiel,während die Lannister auf die Vernichtung des jungen Wolfs hinarbeiten. Im fernen Osten ist Dannerys Targaryen,die rechtmäßige Erbin des Thrones der Sieben Königreiche damit beschäftigt,Rachepläne für die Vernichtung der Starks,Lannisters und Baratheons auszuarbeiten. Es beginnt ein Spiel der Throne,welches für alle Beteiligten tödlich enden kann.
Der wohl beeindruckenste Charakter in diesem Buch ist Jaime Lannister. Er,der als 15 Jähriger der Königsgarde beitrat,nur um einige Jahre später den Eid zu brechen. Er,der immer als das personifizierte Böse im Roman dargestellt wurde: er gewinnt Konturen,wird menschlicher und sogar symmpathischer.
... Lesen Sie weiter... ›Jedesmal wenn eine neues Buch erscheint - leider in viel zu langen Abständen - fange ich von neuem an die Saga zu Lesen.
Kein Buch hat es bisher bei mir geschafft, Gefühle wie Hass, Mitleid, Freude, Trauer in diesem Maße hervorzubringen, man fibert mit jeder Seite der Bücher mit.
Der Realismus mit dem Martin es schafft, dem Leser zum Beispiel Schlachten schonungslos vor Augen zu führen sucht seinesgleichen und ist manchmal regelrecht erschütternd .
Diese Bücher sind aber nichts für Kinderhände. Wer seinem 12 jähringen Kind diese Bücher unter den Weihnachtsbaum legen will, weil es ja mal was Lesen sollte und Fantasy durch die H.d.R. Filme zur Zeit boomt, dem sei davon abgeraten.
Martin geht schonungslos mit Sex und Gewalt um, und mag es der düsteren Stimmung des Buches durchaus zuträglich sein, denke ich dieses Buch sollte nicht an Kinder unter 16 Jahren gelangen - Worte können manchmal verstörender wirken als Bilder.
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