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Für die begeisterten Fans, die eigentlich nur wissen möchten, ob Martin sein bisheriges Niveau hält, sei rasch gesagt: Er hält. Kurze Schlaglichter auf die Handlung gefällig? Davos der Schmuggler ist auf einem einsamen Felsen gestrandet und stillt seinen Durst aus Regenwasserpfützen, als sich am Horizont ein rettendes Segel abzuzeichnen scheint. Prinzessin Sansa von Winterfell treibt in der Gefangenschaft immer weiter in ein Netz aus Scham und Verzweiflung, bis sie endlich auf neue Lebensperspektiven stößt, die sie aus ihrer duldenden Haltung hinausführen könnten. Tyrions Liebe zu Shae nimmt verzweifelte Ausmaße an -- und droht sie beide in den Abgrund zu reißen.
Keine andere Fantasy-Serie webt einen vergleichbar bunten Teppich aus Liebe, Krieg und leidenschaftlichem Machthunger. Und keine Serie wartet auch nur mit einer annähernd so großen Anzahl von lebendigen, leibhaftigen Protagonisten und Antagonisten auf. Einziges immer wieder schmerzliches Manko: Bis Band 6 auf Deutsch erscheint, wird wieder ein halbes Jahr vergehen. Aber bis dahin kann man schließlich wieder von vorne anfangen. --Felix Darwin -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Wie sich im Story-Teil oben schon herauskristallisiert, erzählt Martin wieder an die acht parallele Handlungsstränge. Und kein einziger ist auch nur in Ansätzen langweilig, da die Schauplätze, Charaktere und vor allem die Situationen, in denen diese stecken, andauernd wechseln. Es ist, als würde man acht großartig geschriebene Bücher gleichzeitig lesen. Nur, dass Bücher normalerweise nicht so abrupt und unvorhersehbar enden, wie es hier nur allzu oft der Fall ist...
Die erste Hälfte von "A Storm of Swords" ähnelt sehr dem ersten Band vom "Lied von Eis und Feuer". Einer der Haupthandlungsschauplätze ist wieder einmal Kings Landing mit seinen Intrigen und zwielichtigen Teilnehmern im Spiel der Throne. So passiert in diesem Teil des Buches zumindest hier nicht allzu viel. Dafür ist dann in der ersten Hälfte in den anderen Handlungssträngen mehr los. Zum Schluss kehrt sich das Spannungsverhältnis nicht etwa um - vielmehr wird die Spannung nun auf jeden einzelnen Strang ausgedehnt, was die letzten 500 Seiten wie im Fluge vergehen lässt.
George R. R. Martin scheinen die guten Ideen also nicht auszugehen. Das merkt man schon daran, dass das Ende für sämtliche Überlebenden des Buches absolut offen ist. Martin hält sein Niveau - und wie es aussieht, wird er es auch noch weiterhin halten.
Ich bin einfach nur begeistert!
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