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Produktinformation
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Martin orientiert sich beim "Lied von Eis und Feuer" eher am historischen Mittelalter als an Tolkien und Co. Er hat zwar auch einige der klassischen fantastischen Elemente in seiner Saga, diese nehmen jedoch (jetzt noch) selten wirklich wichtigen Einfluss auf die Handlung. Das ist aber auch nicht weiter nötig - die ganzen Intrigen in Kings Landing, die Schlachten, die Charaktere - das alles funktioniert auch ohne Magie. Dennoch steigt gerade in den sehr interessanten (aber eher seltenen) Kapiteln mit der jungen Daenerys die Bedeutung der Fantasy in der Saga stark an.
Das beeindruckendste am Vorgänger waren die überraschenden Wendungen, die schonmal den ein oder anderen Hauptcharakter das Leben kosteten. Letzteres kommt in diesem Band nicht so stark zur Geltung, dafür wird in der ersten Hälfte wieder so spannend und undurchsichtig intrigiert, dass das Netz, was Martin sich aufbaut, wirklich nicht mehr zu durchschauen ist und der Überraschungsfaktor einiger Wendungen auch dieses mal wieder entsprechend hoch ist.
Für jeden Charakter, den Martin umbringt, kommt ein neuer hinzu oder erhält ein anderer mehr Bedeutung. So steigt der im ersten Band noch eine Nebenrolle besitzende Tyrion Lannister hier zur absoluten Hauptrolle auf. Sein Handlungsstrang ist einer der großartigsten in der gesamten Saga. Tyrion als Krüppel mit glasklarem Verstand wird von allen nur verachtet. Der gesamte Hof intrigiert gegen ihn, er weiß nicht, wem er trauen kann. Er muss die Stadt vor dem drohenden Angriff der Baratheons beschützen. Und eigentlich möchte er die ganze Zeit nur mit seiner Hure Shae zusammen sein. Tyrion ist ganz klar der beste und vielschichtigste Charakter der gesamten Saga.
Doch auch Cathelyn als starke Frau, die jedoch viele und extrem harte Rückschläge einstecken muss oder Arya Stark, das naive Kind, das - völlig auf sich gestellt - mit der harten und dreckigen Welt konfrontiert wird - sie alle sind einfach nur großartig.
Auch wenn es in der ersten Hälfte ab und an ein wenig lahmt - nachher geht das Buch einfach nur noch ab! Zu dieser großartig durchdachten und geschriebenen Saga kann man einfach nur sagen: Respekt!
Fazit:
Die beste Fantasy-Saga der Moderne - definitiv!
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