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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen256
4,1 von 5 Sternen
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am 4. Oktober 2013
Dies hier ist meine zweite Rezension nachdem ich Band 1 bereits mit der Bestwertung von 5 Sternen versehen habe. Der Grund warum ich gerade Band 7 nach dem absolut unglaublich packenden Band 6 hier bewerte ist folgender.

Ich möchte wie einige andere bereits vor mir dem Autor meine Hochachtung aussprechen und mein Verständnis äussern für den zugegeben wirklich bemerkenswerten Abfall des Spannungsbogens nach den hervoragenden 6 Bänden die bereits hinter mir liegen. Es stimmt schon ! Einige bereits lieb gewonnene Charaktere kommen im Buch nur noch als Randnotizen vor wie z.B Tyrion oder John und wiederum neue Charaktere werden eingeführt was die ganzen Handlungstränge weiter aufbläht und erweitert. Dennoch kann ich schön langsam das große Ganze erkennen bei diesem phänomenalen Meisterwerk und ich staune immer wieder wie gekonnt Martin die Fäden bei dieser rießigen epischen Geschichte zusammenhält. Am besten wäre es noch Band 7 und Band 8 (bei dem die Geschwindikeit langsam wieder anzieht) als Ruhe vor dem großen Sturm zu bezeichnen. Für meinen Geschmack wäre das aber noch zu simpel ausgedrückt und wird der Komplexität der Story nicht gerecht. Ich finde es einfach hervorragend das Martin auch noch die kleinste Kleinigkeit seiner von mir aus noch ewig weitergehenden Geschichte bedenkt und in späteren Verlauf der Geschichte sogar noch auf Personen eingeht auf die er nicht unbedingt müsste jedoch zum besseren Verständnis des Innenlebens der einzelnen Personen und deren Verknüpfungen untereinander trotzdem macht. Dies passiert in oftmals kleineren Nebensträngen und manchmal scheinbar zufällig passierenden Gegebenenheiten die bei mir oft für den AHA Effekt gesorgt haben nach dem Motto jetzt erfährt man ja doch noch was es mit dem und dem auf sich hat und ob der und der aus dem und dem Grund verwundet oder getötet wurde. Toll den keine Frage blieb mir so bisher auf Dauer unbeantwortet von ihm was ich großartig finde.

Oft passiert das in einzelnen Randnotizen oder Dialogen (Tischgesprächen z.B) in denen man zugegeben teils auch langatmige und manchmal (für mich) auch uninteresante Informationen erhält. Der schiere Wille zum Detail ist aber herausragend und absolut Anerkennenwert wie ich finde. Klar wird oft und viel ausgeschmückt und die Handlung geht gerade im siebten Buch nur langsam voran aber mich persönlich stört das nicht. Ich persönlich sehe die Geschichte in den nächsten 5-6 Büchern zuende gehen kann mich aber auch täuschen. Meiner Meinung nach waren bisher jedenfalls keine Irationalen Entscheidungen und Wendungen seitens des Autors dabei die man kritisieren könnte. Für mich ist jede Entscheidung und jeder Handlungsstrang ja auch jeder bereits verschiedene Charakter absolut nachvollziehbar selbst wenn man das bei dem ein oder anderen etwas bedauert.

Ich gebe zu ich habe damit gehadert dem Buch 3 Sterne zu geben weil es im Vergleich gerade zu Band 5 und 6 wirklich nachlässt in Sachen Spannung und Charakteren. Letzendlich sind die in etwa gesamt ca. 200-300 langatmigen Seiten in Band 7+8 (wo es auch durchaus sehr spannende und interesante Kapitel gibt) wirklich zu verschmerzen und nur ein Staubkorn wenn man sie rückwirkend auf das Gesamtpaket hin betrachtet.

An dieser Stelle wird es auch noch Zeit meine Aussage der Rezension von Band eins zurück zu ziehen. Wer also zufällig hier reinliest und bisher nur die Serie kennt dem sei nochmal ausdrücklich gesagt unbedingt mit Band 1 beginnen ! Band 1 ist der Serie wohl noch am ähnlichsten und ich habe zu dieser Zeit noch bewundert wie nahe die wirklich tolle Serie dem Buchformat kommt. Im späteren Verlauf der Geschichte gibt es aber zahlreiche Änderungen bei denen sich die Serie einige Interpreationsfreiheiten nimmt und gerade in der Buchversion wird extrem viel interesantes Nebenbei erzählt und erwähnt wofür in der Serie natürlich aus Platz und Zeitgründen kein Möglichkeiten bestehen. Wer also vorhat in die Game of Thrones Welt vollends einzutauchen der kommt an den Büchern vom Eis und Feuer Lied nicht vorbei !

Mein Fazit: Das Buch Band 7 liest sich nach wie vor großartig und Martin bleibt seinem Schreibstil treu. Einige langatmige Kapitel und viele neue Figuren und auch Handlungsstränge erfordern aber von neuem die volle Aufmerksamkeit des Lesers und den Willen diese neu kennenzulernen. Trotzdem sind Martins Bücher für mich eine Offenbarung und ein großes Geschenk nicht nur für Fans dieses Genres. Ein Mittelalter Fantasy Epos meiner Meinung nach ausschließlich nur für Erwachsene geeignet (mindestens ab 16) hochgradig interesant geschrieben. Was soll ich sagen gut 5000 Seiten liegen hinter mir und ich kriege immer noch nicht genug davon !!
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am 22. November 2006
Hm, es scheint als ob die Fangemeinde kritische Kommentare hier nicht sehr wohlwollend aufnimmt. Trotzdem möchte ich hier nicht mehr als drei Sterne vergeben. Ich hab die ersten sechs Bände verschlungen und dieser Band (und der achte) sind eher etwas zum Durchschnaufen, nachdem sich die Ereignisse im sechsten überschlagen haben.

Martin hat sich entschlossen nach diesen Ereignissen, die folgende Zeit regional zu splitten. Das heisst im Band 7 und 8 (im englischen 1 Buch) kommt ein Teil der Charaktere vor, in den nächsten beiden, dann diejenigen die im aktuellen Buch ausgelassen wurden. So treffen wir also in 7 und 8 Cersei, Jaime, Brienne, Sansa, Arya, Littlefinger, Samwell, die Dornischen und die Eisenmänner wieder.

So weit so gut, die Handlung beruhigt sich in diesem Band erst einmal wieder, der Krieg hat gewütet, zahlreiche führende Personen sind in Band 6 zu Tode gekommen und nun sortiert sich alles wieder neu.

Leider musste auch ich erst einmal vieles für mich neu sortieren. Zum Teil wird man mit der Fülle an Personen ein wenig erschlagen (es gibt immer noch dankenswerter weise im Anhang das Personenverzeichnis). Aber zum Teil hatte ich auch das Gefühl dass unnötige Charaktere erwähnt werden (zB bei den Eisenmännern, wo mich die Fülle der Charaktere erst einmal erschlagen hatte, bevor ich dann langsam wieder den Überblick bekam).

Zum anderen fand ich zumindest einzelne Kapitel ein wenig sehr Füllmittel-mässig. Die Stories von Samwell und insbesondere Brienne hätte man auch kürzer fassen können.

Das Tempo der Erzählung ist hier wesentlich langsamer, dafür wird die Breite der Handlungsstränge nocheinmal grösser, insbesondere wenn man bedenkt dass noch zwei weitere Bände mit weiteren Charakteren kommen.

Insgesamt wird jemand der vom Virus Eis und Feuer befallen ist wie ich, sicher hier trotzdem weiterlesen und sich auch auf die folgenden Bücher freuen. Aber für mich erreicht dieser Band nicht die Brillianz der Vorgänger.
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am 18. Juni 2012
Nachdem sechs Bände des Epos verschlungen worden sind und begeistert haben, geht man eigentlich nicht davon aus, dass sich daran etwas ändern könnte. Um so schwerer wiegt die Enttäuschung nach diesem siebenten Band. Ich weiß noch, dass ich beim ersten Lesen richtig wütend geworden bin über den extremen Abfall an Spannung und Spaß. Jetzt, da ich wusste, was auf mich zukommt, habe ich den Band unvoreingenommen zu lesen versucht und fand ihn gar nicht so schlecht wie damals. Allerdings ist "gar nicht so schlecht" auch kein gutes Urteil über den Band einer Reihe, die ich bis dahin für das beste Fantasy-Epos überhaupt gehalten habe.
Zunächst einmal ist da die Entscheidung, fast alle jener Figuren, die dem Leser am meisten ans Herz gewachsen sind, nicht mehr vorkommen zu lassen. Jon Snow, Daenerys, Tyrion und Bran Stark - alle abgetaucht, Wiedersehen später im Band 9. Das ist für jemanden, der das Buch jetzt liest, wohl zu verkraften. Als ich es 2005 gelesen habe, fand ich es extrem enttäuschend, und ich hätte es noch schlimmer gefunden, wenn man mir gesagt hätte, dass ich weitere sieben Jahre warten müsste, bis es mit den Lieblingscharakteren weitergeht. Stattdessen lesen wir über Cersei, Jaime und Brienne. Alles gute Figuren, keine Frage, aber Nebenfiguren, zu denen man gerne mal ein Kapitel zwischendurch liest, aber nicht ein ganzes Buch mit ihnen. Dass Martins Lektoren es nicht geschafft haben, den Autor von dieser absoluten Schnapsidee abzubringen, einen kompletten Band (im deutschen zwei Bände) den Randfiguren zu widmen, ist mir unbegreiflich.
Und dann gibt es weitere Handlungsstränge, die auf den Iron Islands oder in Dorne spielen. In diesen Kapiteln werden jeweils zwanzig bis fünfzig weitere unbekannte Figuren kurz vorgestellt, und es passiert sehr, sehr wenig. Vor allem die Dorne-Kapitel habe ich sogar ein wenig quergelesen. So tragen diese Kapitel sogar dazu bei, dass man sich wieder über das nächste Jaime- oder Brienne-Kapitel freut.
Es passiert überhaupt die ganze Zeit sehr wenig. Die Handbremse ist angezogen. War Band 6 noch voller Höhepunkte, ist Band 7 so handlungsarm, dass mir kaum etwas einfällt, was man hervorheben könnte.
Was ist gut? Es gibt immerhin Arya- und Sansa-Kapitel, wenn auch nur wenige. Und am Stil lässt sich ebenso wie an der Charakterisierung der Figuren nichts aussetzen. Der Stil liest sich sehr schön, lässt sich oft deutlich mehr Zeit als noch in Band 6 für Details und Kleinigkeiten. Aber jetzt ist dieser siebte Band (ebenso wie der achte) für mich einfach etwas, was ich hinter mich bringen will, um den lang ersehnten neunten Band beginnen zu können.
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am 26. Juli 2012
...ich muss noch mal im ersten Band nachschauen. Aha! Es ging also darum, dass in Westeros ein unerbitterlicher Winter naht, der die große Bedrohung aus dem Norden hinter der Mauer mit sich bringen wird. Das Reich zerfällt, wegen Machtgier und Intrigen und die eigentliche Protagonisten, nämlich die Stark Familie, zerstreut sich in ganz Westeros. Außerdem werden die Drachen wiedergeboren und man darf vermuten dass die Drachen ne größere Rolle spielen werden wenn es um die Gefahr aus dem Norden geht.
Okey ich weiß wieder um was es eigentlich ging, aber wenn ich so den siebten Band lese bin ich mir da nicht mehr so sicher. Es fehlen beinahe alle Hauptcharaktere die man lieben und hassen gelernt hat und wenn ihnen ein ( kläglich kleines ) Kapitel gewidmet wurde so passiert darin nicht sonderlich viel. Dafür gibt es einen "Hauptmann der Wache", " Die Königinnenmacherin" und viele weitere Personen, bei denen man sich fragt warum IHNEN ein Kapitel gewidmet wird und sie nicht einfach nebensächlich erwähnt werden.

Die Geschichte wird nicht mehr fortgesetzt, nein, sie wird in die Breite gezogen wie ein Kaugummi, was zwangsläufig dazu führt dass der Kaugummi reißt. Heißt : wenns so weiter geht, ist der rote Faden ganz verloren und man hat absolut keine Übersicht mehr wer jetzt wenn bekämpft, wer sich wo aufhält, wer die Guten sind wer die Bösen. Ich kann mir die meisten Namen wirklich nicht mehr merken und schau regelmäßig ins Namensverzeichnis, was ziemlich lästig ist. Aber vielleicht ist das Namensverzeichnis bald länger als die Handlungsgeschichte, da ja laufend neue, ach-so-wichtige-Personen hinzukommen und irgendwelche Personen sterben. Wer waren nochmal die Starks? Gibt es die noch? Wenn ja , wie viele? War da nicht eine hübsche junge Frau die Anspruch auf den Thron hatte und mit ihren drei Drachen Westeros erobern wollte?

Mhm...ich glaub ich verwechsle da was...oder nicht? Oder doch?

Kurz um:

Ich war froh als das Buch zu Ende war. Die Handlung wird schlicht in die Breite gezogen und nicht fortgeführt. Man kommt als Leser kaum mehr mit. Ich hoffe das nächste Buch wird besser bzw die nächsten.

Gut ist weiterhin der hervorragende Schreibstil und die Ideenvielfalt von Martin. Daran gibt es nichts zu rütteln, doch sollte er mehr die ursprüngliche Handlung verfolgen und keine unendliche Geschichte schreiben die sich in sich verliert, denn das wäre bei einem so gigantischen Auftakt wirklich jammerschade!
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am 11. Februar 2006
Lange hat George R.R. Martin gebraucht, um den vierten (oder im deutschen: siebenten) Band seiner Saga zu schreiben. Grund dafür war eine Neuplanung des Plots.
Doch was lange währt, wird endlich gut und so ist er nun (fast) hier, der vierte (siebte) Band des Eis-und-Feuer-Liedes. Der Bürgerkrieg in Westeros ist vorbei und auch Danearys Feldzüge durch die Freien Städte haben ein Ende gefunden.
Die Bevölkerung von Westeros hungert, ist traumatisiert und feindselig. Jeder Fremde ist eine Bedrohung. Keine gute Zeit für Brienne von Tarth, sich auf die Suche nach Sansa zu begeben. Ihr Auftraggeber, Jaime Lannister, hingegen muß sich im sicheren King's Landing mit seiner Schwester Cersei herumärgern, oder, wie sie es sieht, sie sich mit ihm. Tommen, der kindliche König, sitzt unschuldig in einem Wirbelsturm aus Intrigen zwischen Lannistern und Tyrells, in denen er mit Katzenwelpen bestochen wird. Sansa muß sich derweil vor den Lannisters verstecken. Doch Lord Petyrs Absichten mit seinem jungen Schützling sind ebenfalls nicht eben koscher. Arya hingegen hat es zu den Faceless Men in die Freien Städte verschlagen, wo sie hofft, die Fähigkeiten für ihre Rache erwerben zu können. Doch die Faceless Men morden nicht aus persönlichen Gründen. Samwell hingegen verschlägt es auf eine abenteuerliche Reise von der Mauer bis nach Oldtown, wo er Maester werden soll. Und in Dorne steht ein Ritter der Königsgarde davor, seine kleine Prinzessin zu verraten...
Viele Fans waren nach dem Erscheinen des vierten Bandes enttäuscht. Zu wenig Action, zu langwierige, zu psychologische Handlungsstränge. Ich verstehe das Argument, kann mich jedoch nicht anschließen. Der Krieg ist nunmal vorbei, auch wenn der Blutzoll von den kleinen Leuten weiter entrichtet wird. Dieser Band zeigt die ganze desolate Stimmung im Land, er beschäftig sich mit den Menschen, vertieft Charakterbildung, gibt Einblicke. Und wirft düstere Schatten voraus...
Negativ zu bemerken ist jedoch, da dieser Band im Prinzip nur ein halbes Buch ist. Es konzentriert sich einzig und allein auf die Geschehnisse südlich des Neck. Jon, Tyrion, Danaerys - keiner von ihnen findet mehr Erwähnung als in einem Nebensatz. Nur Danearys bekommt ganz am Ende ein Kapitel, daß allerdings schon vor Jahren im Internet zu lesen war. Mehr von diesen Personen erfahren wir erst im nächsten Band, "A Dance with Dragons". Der Grund dafür liegt in der Fülle der Seiten. Hätte man die beiden Bücher in eines gefaßt, hätte man einen Türstopper von der Größe einer Bibel mit hauchdünnen Seiten.
Doch ein Buch von Martin kann, wenn man die allgemeine Bücherqualität in Betracht zieht, nie weniger als 5 Sterne erreichen. Schon gar nicht, wenn es auf der Nummer 1 der amerikanischen Bestseller-Listen landen.
Also bleibt nichts weiter, als mit den Zähnen zu knirschen und sich auf den nächsten Band zu freuen. Und den übernächsten, in dem dann die Personen dieses Bandes erneut auftauchen und ihre Geschichten weitererzählen dürfen.
Bis dahin muß das Herzhämmern notgedrungen gezähmt werden. Viel Spaß beim Eintauen in eine fremde und doch so vertraute Welt.
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am 4. Februar 2008
Teil 4 bekommt von mir gute 4 Sterne.

Auch in diesem Teil der Saga ist mir folgendes aufgefallen (positiv wie auch negativ):
- Die Verwandschaftsbeziehungen der Häuser und Lords zu durchblicken wird immer schwieriger. Das hat offensichtlich auch GRRM gemerkt, denn diese Beziehungen werde immer wieder sehr ausführlich erklärt.
- Vieles wird nicht direkt beschrieben (vor allem Schlachten), sondern nur in Rückblenden und Gesprächen indirekt erwähnt. Daher muß man jederzeit höllisch aufpassen, daß man kein Detail verpaßt.
- Die Geschichte ist inzwischen so komplex geworden, daß es nicht schadet, die bisherigen Lebensläufe der Protagonisten noch einmal im Internet nachzulesen.

Die Handlung wird in diesem Band nur mäßig vorangetrieben, wie immer gibt es aber einige Überraschungen und Aha-Effekte zu bestaunen.
Ich finde es schade, daß viele Hauptfiguren (vor allem Tyrion und Jon) in diesem Band keine Rolle spielen. Es dreht sich hauptsächlich um die Lannisters.

Auch wenn das Buch ein bißchen wie ein Lückenfüller zwischen zwei Kriegen wirkt, wird man trotzdem gut unterhalten.
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am 2. Mai 2012
Ich lese die Buchreihe seit 2011, also seit der Neuauflage und habe daher auch keine Probleme mit der Lokalisierung. Band 1 bis 6 habe auch ich verschlungen, Band 7 ist nun anders. Statt des Fokus auf den bekannten Hauptcharakteren geht es diesmal mehr in die Breite, man erfährt mehr über die Ergebnisse der ganzen Auseinandersetzungen. Und ja, dies ist nicht so spannend wie neue Abenteuer mit Tyrion & Co, aber doch auch auf eigene Art interessant. Man hätte dies meiner Meinung nach aber auch zwischen den normalen Charakteren unterbringen können, daher gibt es von mir nur vier Sterne.
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am 1. Februar 2015
Meine Meinung

Ich hab ja schon von mehreren Seiten gehört, dass das der schwächste Band der Reihe ist und da muss ich leider zustimmen. Es liegt nicht am Schreibstil oder an den Figuren, die mich immer noch faszinieren, sondern an der Handlung, die hier eher schleppend vorankommt. Das ganze wirkt eher wie ein Zwischenspiel, wie eine Art Verschnaufpause, bevor es wieder voller Tatendrang weitergeht.

In diesem Band beschränkt sich Georg Martin auf die Geschehnisse in Königsmund aus der Sicht von Cersei und Jaime, in Dorne und den Eiseninseln. Auch kommen einige neue Charaktere vor, die sehr ausführlich und teilweise langatmig eingeführt werden. Hier hat sich der Autor mit Namen und Verwandtschaftsverhältnissen selbst übertroffen: bis jetzt kam ich sehr gut damit klar, aber hier bin selbst ich ausgestiegen. Bisher gaben die Randfiguren eine lebendigen Rahmen ab, in diesem Band haben sie ihn gesprengt. Ich weiß ehrlich nicht, wie man sich das alles merken soll und vor allem auch, warum. Viele sind nur erwähnt und werden keine tragende Rolle mehr spielen, der innere Kampf und die Hintergründe werden hervorgehoben, während die Handlung stagniert.
Arya hat nur einen kurzen Auftritt und ich bin mir noch nicht sicher, ob mir der Weg gefällt, den sie eingeschlagen hat. Samwell hat auch eine Reise vor sich, ebenso wie Brienne, die Jungfrau von Tarth - gerade diese drei werden entweder nur angeschnitten oder im Fall von Brienne in eine eintönige Farce verwandelt. Der Prophet Aeron Graufreud beeinflusst die Wahl eines neuen Königs der Eiseninseln und in Dorne werden Pläne geschmiedet, aber es gab keine Verbindung, die das ganze zusammengehalten hat.
Am besten waren noch die Szenen von Cersei und Brienne, aber so richtig fesseln konnte mich das ganze leider nicht.

Alles in allem wird hier viel erzählt, was mir unwichtig erscheint. Natürlich kann ich mich täuschen, aber ich war öfter geneigt, Seiten nur zu überfliegen. Ich hoffe jetzt sehr auf die Fortsetzung. Der Autor hat in einem kurzen Nachwort erklärt, dass es natürlich auch mit Tyrion, Daenerys und Jon Schnee weitergeht. Alles zusammen wäre allerdings zu viel für ein Buch gewesen und er wollte es nicht einfach in der Mitte teilen. Der Entschluss, zuerst die ganze Geschichte der einen Hälfte der Charaktere zu erzählen, ist ihm leider nicht so gelungen - daher erwarte ich jetzt vom nächsten Band um einiges mehr, da dann auch wieder meine Lieblingsfiguren zu Wort kommen werden.

Fazit

Der siebte Band konnte mich leider nicht so überzeugen. Zu überladen mit unwichtigen Nebenhandlungen, Zwischenspielen und langgezogenen Entwicklungen. Einige interessante Lichtblicke haben mich durchhalten lassen und ich hoffe auf eine sehr viel bessere Fortsetzung!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Das Lied von Eis und Feuer

1 ~ Die Herren von Winterfell
2 ~ Das Erbe von Winterfell
3 ~ Der Thron der Sieben Königreiche
4 ~ Die Saat des Goldenen Löwen
5 ~ Sturm der Schwerter
6 ~ Die Königin der Drachen
7 ~ Zeit der Krähen
8 ~ Die dunkle Königin
9 ~ Der Sohn des Greifen
10 ~ Ein Tanz mit Drachen
...
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am 2. Mai 2015
Wie soll ich anfangen? Vielleicht vorab eine Erklärung.

Zunächst einmal hat George R.R. Martin eigentlich bisher nur 5 Bücher von 'Das Lied von Eis und Feuer geschrieben. Da die Bücher allerdings sehr umfangreich sind, wurden sie für die deutschen Leser geteilt, d.h. bei uns sind bisher 10 Bände erschienen.

Während er seinen vierten Band schrieb, fiel selbst dem Autor auf, dass sein Buch durch die vielen unterschiedlichen Figuren und Handlungsstränge viel zu 'dick' geworden wäre, also entschloss er sich, sein Buch zu teilen. Aber nicht in der Mitte, sondern nach den Figuren.

So wird in seinem vierten Band (bei uns Band 7 und 8) die komplette Geschichte der einen Hälfte der Figuren erzählt und in seinem fünften Band (bei uns Band 9 und 10), die der anderen Hälfte.

Ja, ich habe beim lesen von Band 7 meinen Lieblingscharakter Tyrion vermisst. Er erscheint nur dann, wenn seine Geschwister Cersei und Jaime - zumeist mit Abscheu - an ihn denken. Aber die Gewissheit ihn in Band 9 und hoffentlich auch in 10 'wiederzusehen', beruhigte mich dann doch ;0)

Nun zum eigentlichen Buch - zum siebten Teil.
Durch die vielen ... Todesfälle, die den Leser im letzten Teil überrascht, erfreut und betrübt hatten, geht es nun um die sich daraus ergebenen Konsequenzen, wie zum Beispiel.

Auf den Eiseninseln gilt es den Meersteinstuhl neu zu besetzen und dafür steht mehr als ein Eisenmann parat.

Die Dornischen sinnen zu einem Teil auf Rache für den Verlust an ihrem geliebten Prinzen.

Arya und Sansa befinden sich mittlerweile beide auf der Flucht, allerdings mit welchem Ziel? Winterfell ist zerstört und von der Familie scheint niemand mehr übrig zu sein.

Brienne bemüht sich weiterhin zumindest Sansa zu finden und damit ihr Versprechen Jaime gegenüber zu erfüllen.

Fazit
Ruhiger als der letzte Band, aber nicht minder spannend und mitreißend. Wen die Geschichte einmal gepackt hat, den lässt sie einfach nicht mehr los - und Band 8 habe ich mir heute aus der Stadt mitgebracht ;0)

Viele Grüße von der Numi
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am 17. April 2015
Achtung – SPOILER ZU BAND 1-6! – Achtung

Für mich hat der siebte Band eine Art neuen Abschnitt symbolisiert. Nach den vielen und auch schwerwiegenden Ereignissen aus dem sechsten Band muss die Handlung erst einmal wieder aufatmen und Luft für weitere Meilensteine holen. Und ich denke, zu diesem Teil ist eine Rezension ganz angebracht.

Im Vergleich zu seinen Vorgängern ist Zeit der Krähen doch relativ dünn. Mit knapp 500 Seiten Handlung fokussiert sich der Autor in diesem Teil viel auf seine Nebencharaktere. Nach der Roten Hochzeit, der Ermordung vom Knabenkönig Joffrey, der Tode von Oberyn Martell und Tywin Lennister, die Flucht des Gnoms und Sansa Starks sowie Aryas Aufbruch nach Braavos herrscht nun die Zeit der Krähen in Westeros. Ehrlich gesagt hatte ich mit dem Titel eher eine auf die Nachtwache fokussiertere Handlung erwartet, wurde aber eines Besseren belehrt! Denn die Krähen laben sich an den Leichen und von denen gibt es zur Zeit mehr, als man denken mag.

Nach dem großartigen sechsten Band erklingt nun eine gewisses Summen in Westeros. Es wird geplant, es wird versammelt, es laufen Vorbereitungen. Die Handlung baut nach und nach die ersten Steine für den weiteren Verlauf der Geschichte. Die großen Anführer sind tot, das Land ist im Chaos versunken. Neue Handlungen und Charaktere werden geschickt in die Geschichte verwoben und vorgestellt. Man erlebt, wie Cersei am Verfolgungswahn leidet, hinter jeder Tat lauert der Schatten von Tyrion. Jaime hingegen sammelt inzwischen große Pluspunkte. Langsam, aber sicher entwickelt er sich zu einem der interessantesten Charaktere. Nicht nur die Beziehung zu Brienne, sondern auch das Verhältnis zu seiner Familie scheinen sich allmählich irgendwie in eine andere Richtung zu entwickeln. Die Suche nach Sansa schlägt Brienne weiter durch Westeros. Doch nicht nur Gefahren warten auf sie, sondern auch eine willkommene, herzensgute Unterstützung. Über diese habe ich mich besonders gefreut!

Doch auch im Norden herrscht weiterhin Aufruhr. Die Eisenmänner müssen sich der Wahl eines neuen Königs stellen. Oder doch Königin? Ehrlich gesagt, haben mich gerade die Kapitel um Asha, dem Priester und seine Ertrunkenen ein wenig gelangweilt, aber ich hoffe, das mit dem Ergebnis der Wahl nun ein wenig Schwung in die Sache kommt. So richtig begeistern konnte ich mich für die Graufreuds noch nie – bis auf Theon, aber der ist in diesem Band leider nicht aufgetaucht. Auch die Nachtwache musste einen neuen Lord Kommandanten wählen. Sam bekommt am eigenen Leib den Unterschied von Jon und Lord Schnee zu spüren: Ein weiteres Abenteuer steht bevor und auch Sam wird sich seiner wahren Angst gegenüberstellen müssen.

Weit vom Norden entfernt gibt es nun auch in Dorne Aufstände nach Prinz Oberyns Tod. Ich war sehr gespannt auf die Sandschlangen, die Bastardtöchter von der Roten Viper, und endlich durfte ich sie kennen lernen! Leider nur kurz, aber ich bin mir sicher, wir werden noch viel von ihnen zu hören bekommen. Auch Prinzessin Arianne, die Nichte von Oberyn, und Prinzessin Myrcella bekommen ihren Auftritt. Mehr verrate ich aber an dieser Stelle nicht. Die verbliebenen Stark-Mädchen haben ebenfalls zu kämpfen: Arya bemüht sich, ein “Niemand” zu sein, während Sansa zusammen mit Kleinfinger die Wogen auf Hohenehr zu glätten versucht.

Kurzum: Westeros bereitet sich vor und sammelt neue Kraft. Mal wieder ist es sehr gut geschrieben und durchdacht, nur merkt man deutlich, dass dieser Band einen Übergang zur weiteren Geschichte bildet. An manchen Stellen war es ein wenig zäh, an anderen konnte ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Viele interessante, neue Charaktere treten auf, während die altbekannten herrliche Entwicklungen durchleben. Wahnsinn, Machthunger, Ehre, Loyalität und Verantwortung schleichen durch die Zeilen. Gerade auch in diesem Band sind mir viele, vor allem positive, Abweichungen zur TV-Serie aufgefallen. Ich bin schwer gespannt auf die weitere Entwicklung und freue mich schon auf das Wiedersehen einiger meiner Lieblinge!

[...]
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