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"Das Lied ist aus". Ein jüdisches Schicksal in Dresden.
 
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"Das Lied ist aus". Ein jüdisches Schicksal in Dresden. [Gebundene Ausgabe]

Henny Brenner
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als im Februar 1945 alliierte Bomben Dresden zerstörten, war dies paradoxerweise für einige wenige die letzte Chance zu überleben: Die meisten der von einer einst blühenden Jüdischen Gemeinde Übriggebliebenen rissen sich die gelben Sterne von der Kleidung und tauchten unter -- besser als im KZ den sicheren Tod zu finden.

Dabei sah der Alltag für Henny Brenner, geborene Wolf, und ihre Familie in den Zwanzigerjahren noch ganz normal aus. Beide Elternteile -- der Vater protestantischer Herkunft (und während des Ersten Weltkriegs überzeugter Kriegsdienstverweigerer), die Mutter Jüdin -- waren sowohl bei den meisten christlichen Nachbarn als auch in der liberalen Jüdischen Gemeinde angesehene Eheleute. Ein gut gehendes Kino sorgte für ausreichenden Unterhalt. Erst als die Nazis an die Macht gelangten, nahmen die Dinge ihren Lauf, wie wir es sattsam kennen: Staatliche Repression und aufgeputschter Antisemitismus machten der jüdischen Bevölkerung das Leben immer schwerer, der Krieg brachte dann schließlich Vernichtung in den Lagern oder, wie im Falle Hennys, Zwangsarbeit. Die Wolfs überlebten das Kriegsende mit viel Glück, fanden aber danach wieder keine Ruhe. Die politische Atmosphäre im "Ostblock" war zu Beginn des Kalten Krieges antijüdisch verseucht (Siehe auch: Karin Hartewig, Zurückgekehrt). 1952 setzten sie sich in den Westen ab.

Brenner berichtet über ihre Erlebnisse in einem sehr knappen und dennoch unmittelbaren, persönlichen Stil. Ihre Stärke ist die Beschreibung der "Selbstverständlichkeit" jüdischen Lebens in Deutschland, und das oft mit einer beschämenden Unbekümmertheit. Manche Anekdote sagt hier mehr als ein Dutzend Bücher. Das schmale und reich bebilderte Bändchen macht mit wenigen, aber griffigen Worten das Unfassliche fassbar, vielleicht auch für solche Leser, die sich dieser Art von Erinnerungsliteratur bislang verschlossen haben. --Jürgen Grande

Kurzbeschreibung

Dresden, 13. Februar 1945: Nach dem gewaltigen Bombenangriff steht die Stadt in Flammen. Für die wenigen Dresdner Juden, die noch nicht von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurden, bedeutet dies die Rettung. Den Deportationsbefehl mit der Anweisung, sich bei der Gestapodienststelle einzufinden, noch in der Hand, rennen Henny Brenner und ihre Eltern um ihr Leben. Sie verstecken sich in einem verlassenen Haus und warten auf das Ende des Krieges. Die Angst hört nicht auf, denn auch jetzt noch versucht die Gestapo, die letzten Juden aufzuspüren. Alle drei Familienmitglieder überleben, aber sie haben alles verloren.

Doch statt der ersehnten Entschädigung warten neue Repressalien auf Henny Brenner. Ein Studium wird ihr verwehrt, da sie nicht Mitglied der KPD ist. Auch unter den kommunistischen Machthabern ist es für die jüdische Bevölkerung nicht möglich, ein normales Leben zu führen. Schweren Herzens entschließt sich die Familie, unter großer Gefahr und mit Hilfe vieler Freunde, in den Westen zu fliehen.

Über den Autor

Henny Brenner, geboren 1924 in Dresden. Verbrachte dort die gesamte Kriegszeit. 1952 Flucht nach West-Berlin. Seit 1953 lebt sie mit ihrem Mann, der in mehreren Konzentrationslagern interniert war, in Weiden/Oberpfalz. Gehört zu den wenigen Jüdinnen und Juden, die den Krieg in Dresden überlebten. Leistet heute Erinnerungsarbeit in Schulen.
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