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Das Lied der Sonnenfänger: Ein Neuseeland-Roman
 
 
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Das Lied der Sonnenfänger: Ein Neuseeland-Roman [Broschiert]

Julie Peters
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 528 Seiten
  • Verlag: Wunderlich (15. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3805208960
  • ISBN-13: 978-3805208963
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,4 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 16.162 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Julie Peters
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eine große Familiensaga im faszinierenden Neuseeland Neuseeland, 1894: Die Familie O’Brien flieht vor Hunger und Not aus Irland ans andere Ende der Welt. Emily, die Tochter, überhört den Ruf ihres Herzens und geht eine Ehe ein, die sie fast ins Verderben stürzt. Kann sie der Dunkelheit entkommen, die sich auf ihr Gemüt senkt? Ihre Schwägerin Siobhan fürchtet sich vor allem – vor der Wildnis, vor ihrem Ehemann, vor den Eingeborenen. Dann begegnet sie dem Maori Amiri, der tiefe Gefühle in ihr weckt. Doch ihre Leidenschaft beschwört eine Katastrophe herauf ...

Über den Autor

Julie Peters, Jahrgang 1979, war Buchhändlerin und studierte Geschichte, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Heute arbeitet sie als Schriftstellerin und Übersetzerin.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
... denn der handelt in diesem Fall von einer anderen Geschichte. Wer Irland aus "Hunger und Not" verläßt, denkt wohl kaum daran, seine Kristallgläser und die Bowleschale mitzunehmen, und der Satz "Missernten, Unwetter und dann auch noch der Erste Weltkrieg erschüttern die drei Generationen der O'Briens" bringt mich wirklich ins Grübeln - mag ja sein, dass ich die Unwetter überlesen habe, aber der Versuch, mir Missernten bei der Schafzucht vorzustellen, wird meine Fantasie noch lange beschäftigen, und auch der Erste Weltkrieg... hm, was der mit einem Roman zu tun hat, der etwa 1907 endet - sehr rätselhaft.

Im Gegensatz zum Verfasser des Klappentextes habe ich das Buch durchaus gelesen und kann dazu folgendes sagen: Familie O'Brien, Vater, Mutter, zwei Söhne, eine Tochter und eine Schwiegertochter, wandert 1894 nach Neuseeland aus, um auf der Südinsel eine neue Existenz als Schafzüchter aufzubauen. Finanziert wird das Unternehmen durch die Erbschaft von Schwiegertochter Siobhan. Siobhan und ihre Schwägerin Emily kristallisieren sich bald als die Hauptpersonen heraus: Die schwach und unsicher wirkende Siobhan verliebt sich in den falschen Mann und findet dank dieser Beziehung zu unerwarteter Stärke. Die selbstsichere Emily hingegen verliebt sich in den richtigen Mann, heiratet aber den falschen und wird daraufhin zum Opfer ihrer Schwächen.

Einige Charaktere werden nur angedeutet, einige entpuppen sich als überraschend vielschichtig, manche bleiben hingegen ein wenig blass, etwa der Maori Amiri, der eine wichtige Rolle spielt, von dem man aber nicht viel mehr erfährt als dass er im Gesicht tätowiert und wohl ein netter Kerl ist. Klar und deutlich hervortreten dürfen nur Emily und Siobhan: Glaubwürdige, anrührende Protagonistinnen, die glücklich, verzweifelt, selbstbewusst, unsicher, mutig und ängstlich sein dürfen (und dabei keineswegs immer perfekt aussehen müssen). Genauso gut hat mir die Sprache gefallen, die seltene, aber schöne Bilder von Neuseeland malt ("Wussten Sie, dass der See atmet?") und mit sehr wenigen Worten sehr viel sagt: "So fühlte es sich also an, verlobt zu sein. Es machte sie nicht froh.".

Auf den letzten Seiten schwächelt die Geschichte ein wenig, was meiner Meinung nach unter anderem an der nicht immer überzeugenden Erzählperspektive aus Kindersicht liegt. Das Ende selbst kommt sehr abrupt und lässt nicht nur die Fragen unbeantwortet, wer die titelgebenden Sonnenfänger sind, an welcher Stelle sie ihr Lied gesungen haben - und was das mit dem Inhalt des Romans zu tun haben könnte.

Die diversen offenen Handlungsstränge in Kombination mit dem im Klappentext erwähnten Ersten Weltkrieg legen den Schluss "Fortsetzung folgt" nahe. Die werde ich grundsätzlich gerne lesen, obwohl ich die Kombination aus tollem Cover, geheimnisvollem, aber unsinnigem Titel, dramatischem, aber unsinnigem Klappentext und bewusst offen gelassenen Handlungssträngen als Verkaufstaktik etwas ärgerlich finde. Insofern zähneknirschende vier Sterne für starke Sprache, ungewöhnliche Frauen und eine Geschichte, die sich angenehm von der Masse der Neuseeland-Auswanderer-Romane absetzt.

Update - Es gibt sie tatsächlich, die Fortsetzung: Im Land des Feuerfalken
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Andrea Koßmann TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Bevor ich mit einer kurzen Inhaltsangabe beginne, möchte ich gern sagen, dass ich im ersten Kapitel einige Anfangsschwierigkeiten hatte, was die Personen in dem Buch angeht. Ich musste das Kapitel zweimal lesen, um die Verbindungen der einzelnen Familienmitglieder zu durchschauen. Wer ist die Mutter, wer der Vater, wer die Geschwister? Diese Probleme habe ich allerdings oft, wenn ein Buch direkt mit vielen Personen beginnt. Aber nachdem ich festgestellt hatte, wer zu wem gehört, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Es geht in dieser Familiensaga (die mit dem ende des 19. Jahrunderts beginnt) um eine Familie, die auszog, um das Glück in der Ferne Neuseelands zu finden. Mit dem Geld einer Familienangehörigen bauen sie sich eine Schaffarm auf, die mal gut läuft und mal schlecht. So ist es nun mal im wahren Leben und auch diese Familie ist vor solchen 'Ups and downs' nicht gefeit.

Viel wichtiger als das berufliche Geschehen sind in diesem wunderschönen Roman allerdings die zwischenmenschlichen Beziehungen. Nach und nach kristallisiert sich heraus, wer in diesem Buch die Hauptrollen übernimmt. Hauptrollen deshalb, weil nicht nur eine Person diese spielt. Es gibt zwei Schlüsselfiguren in der Geschichte, um deren Leben vieles kreist.

Liebe, Betrug, Hass, Gewalt, körperliche Vereinigungen ... all das verpackt die Autorin in eine mitreißende Geschichte. Die Erzählweise ist so flüssig, dass es leicht fällt, die über 500 Seiten zu lesen. Und noch mehr: Obwohl es 'nur' über 500 Seiten sind, ist der Roman meiner Meinung nach mit soviel Inhalt gespickt, dass man am Ende das Gefühl hat, man hätte mindestens 1000 Seiten gelesen. Nie verliert man die Übersicht, nie verliert man den Faden und immer ist man gespannt darauf, wie die Geschichte der O'Briens weitergeht.

Wer Spannung in Familiensagen wie diesen sucht, wird vielleicht enttäuscht sein, denn im Vordergrund von solchen Büchern steht ganz einfach das Familienleben, die Weiterentwicklung der Personen über viele Jahre hinweg. Die Geschichte wird erzählt und der Leser nimmt sie gerne auf, weil die Neugier einfach da ist, zu wissen, wie es mit all den Menschen weitergeht.

Und obwohl die Autorin die Personen gar nicht mal so detailliert beschreibt, schleicht sich dennoch zu jeder Person ein Bild in den Kopf des Lesers, der am Ende das Gefühl hat, einen guten Film gesehen zu haben.

Mittlerweile habe ich erfahren, dass es einen weiteren Teil dieser Geschichte geben soll. Jedoch sind diese beiden Teile dann in sich abgeschlossen. Ich hoffe sehr auf ein Wiedersehen mit den beiden Protagonistinnen und es fiel mir schwer, sie nun gehen zu lassen. Denn wenn man so mitlebt und mitleidet wie ich, hat man das Gefühl, man würde die Personen 'kennen'.

Einzig der Titel lässt mich nun ein wenig unbefriedigt zurück, denn ich konnte keinen Bezug zum Buch feststellen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mit den Maori (die auch einen kleinen Teil der Geschichte übernehmen) zuvor nicht allzuviel zu tun hatte. Vielleicht hat der Titel in diesem Zusammenhang eine Bedeutung im Rahmen der Ureinwohner Neuseelands?

Alles in allem ein tolles Buch für gemütliche Leseabende.
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ricarda Ohligschlaeger "Herzgedanke" TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Man schreibt das Jahr 1894:
Hunderte Familien zwingt Hunger und Not aus Irland fort in die Fremde. So wagt auch die Familie O'Brien einen Neuanfang. Vater Edward träumt von einer Schafzucht in Neuseeland, die ihm zu Reichtum verhelfen soll.
Mit dem Geld seiner Schwiegertochter Siobhan legt er dort den Baustein für ein neues Leben. Auch wenn anfangs das Leben sehr beengt ist, arrangiert sich die Familie und wagt zu hoffen.
Doch diese Existenz ist bedroht, denn das Land hat seine eigenen Gesetze.
Missernten, Krieg und Neider erschüttern die O'Briens.
Das Glück lässt auf sich warten. Besonders die Frauen der Familie bekommen das zu spüren:

Emily, eine kluge Frau, deren Erfüllung bei Weitem nicht darin liegt nur Hausfrau und Mutter zu sein. Ihre Leidenschaft besteht eher darin Bücher zu wälzen und Geschichten zu schreiben. Wie schön, dass wenigstens ihr Freund Aaron ähnliche Interessen hat.

Und Siobhan, Emilys Schwägerin, deren Ehe mit Walter nur Fassade ist, denn ihr Mann ist nur zur Liebe fähig, wenn er Gewalt anwendet. Die junge Frau sehnt sich zunehmend nach Zärtlichkeit und gibt plötzlich dem Werben eines starken Maori, einem Eingeborenen, nach. Doch ihre Leidenschaft hat einen Preis den beide bitter bezahlen müssen.

Zuerst einmal sei gesagt, dass ich eigentlich gar nicht der Typ bin, den Familiensagen begeistern können und über 500 Seiten an einem Tag zu lesen kam bisher eher selten bei mir vor.
Julie Peters ist es dennoch gelungen mich mit dieser Familiensaga von den ersten Seiten an zu fesseln. Zugegeben bei ihrem Schreibstil vergisst man schnell, dass es sich hierbei um einen Debütroman handelt!

Sie schreibt mit einer Leichtigkeit, die mich nur so über die Zeilen fliegen lassen hat. Gleichzeitig zeichnet sie ein anschauliches, lebhaftes Bild ihrer Figuren und entführt ihre Leser so in die faszinierende Welt Neuseelands um die Jahrhundertwende. Auch über die Gedankenwelt der Figuren erfährt man einiges und kann sich so noch besser in sie hineinversetzen.

Über 20 Jahre begleitet der Roman die O'Briens und hierbei erlebt man so manche Wandlung der Protagonisten, die vielschichtig und nachvollziehbar wirken. Keine Figur wirkt blass oder klischeebehaftet.

So überraschend und bitter das Leben manchmal sein kann, so gestaltet sich indessen auch das Schicksal jedes einzelnen Familienmitglieds.
Vater Edward, ist ein rauer Ire, mit sanfter Seele, dem es zum Verhängnis wird gerne mal zu hoch zu pokern.
An seiner Seite ist seine Frau Helen, der es recht wäre, wenn er endlich aufhören würde sie so sehr zu begehren. Schließlich ist sie schon Mitte 40.

Ihre Tochter Emily trifft es besonders hart, nachdem sie eine unglückliche Ehe eingeht und von ihrer Schwiegermutter zurück gewiesen wird. Nicht nur die Erwartungen ihrer Mutter, sondern auch das vorgeschriebene Korsett nehmen ihr - im wahrsten Sinne des Wortes - die Luft zum Atmen.

Am meisten begeistert hat mich Siobhan, die vom ängstlichen Küken zu einem stolzen und mutigen Schwan wurde. Gegen alle Widrigkeiten geht sie ihren Weg, wenn auch anfangs heimlich und zaghaft. Ihre Ehe mit Walter stürzt sie in große Verzweiflung, befürchtet sie doch selbst schuld an seiner Grobheit zu haben. Mehr als einmal vergießt sie bittere Tränen. Sei es wegen ihrer verbotenen Gefühle oder Walters Zurückweisung.

"Das Lied der Sonnenfänger" ist mehr als eine Familiensaga. Es ist ein Roman, der seine Leser entführen wird auf saftige Wiesen, raue Berge und weite Schafkoppeln mit Figuren, die einem sofort ans Herz wachsen.
Das Ende lässt mich ein kleines bisschen auf eine Fortsetzung hoffen, die jedoch nicht zwingend erforderlich ist da insgesamt keine Frage offen bleibt.
Allerdings bin ich der Meinung, dass diese Geschichte regelrecht nach einer Verfilmung schreit und sei es nur um das Bild, das man beim Lesen vor dem inneren Auge hat, mit den reellen Figuren zu vergleichen.

Fazit: Ein großartiges Debüt mit authentischen Figuren. Dramatisch und leidenschaftlich - erzählt vor der zauberhaften Kulisse Neuseelands. Chapeau!

Uneingeschränkte Kaufempfehlung.
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Inhalt:
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Das Lied der Sonnenfänger
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