Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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107 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wow, was für ein Buch!, 12. Mai 2009
Wow, was für ein Buch! DAS LIED DER DUNKELHEIT gehört zu den besten High Fantasyromanen, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Glaubwürdige Charaktere, mit denen man so richtig mitfiebern kann, originelles Setting, tolle Handlung, spannende Actionszenen und tiefer gehende Themen lassen nichts zu wünschen übrig.
Tagsüber gehen die Menschen ihrer Arbeit nach, kümmern sich um ihre Familie, feiern und leben ihr Leben wie es sein sollte. Nachtsüber verbarrikadieren sie sich hinter ihren Mauern und Schutzzeichen. Denn des Nachts kommen die Dämonen aus der Erde und wer sich außerhalb der magischen Runenzeichen befindet, stirbt eines grässlichen Todes. Feuerdämonen, Felsdämonen, Holz- und Luftdämonen - es gibt so viele von ihnen und die Menschen werden immer weniger.
Arlen sieht wie seine Mutter von Dämonen zerfleischt wird, während sein Vater vor Furcht bebend hinter den Runenzeichen kauert*. Als sein Vater nur wenige Tage darauf eine neue Braut findet, hält Arlen es nicht mehr zu Hause aus. Er bricht auf um nach Menschen zu suchen, die den Mut noch nicht aufgegeben haben und gegen die Dämonen kämpfen.
Als ich DAS LIED DER DUNKELHEIT gelesen habe, habe ich die Welt um mich herum vergessen. Nur mit Widerwillen bin ich den notwendigsten Aufgaben nachgegangen (Sandwiches sind eine tolle Erfindung, man kann lesen während man sie isst ;-)
Wahrscheinlich hat mir der Roman so gut gefallen, weil er mich auf verschiedenen Ebenen berührt hat und mir keine (gröberen) Schwächen aufgefallen sind.
Grundsätzlich sind Dämonen, die Menschen angreifen, nichts Neues. Aber Bretts Magiesystem, basierend auf magischen Runen und die Tatsache, dass die Menschheit dem Aussterben nah ist, ohne dass es irgendjemand bewusst wäre, machen für ein spannendes Setting.
Bretts Stil ist flüssig, anschaulich und sehr funktional. Er weiß genau, wo er das Messer ansetzen muss, um unnötige Szenen zu eliminieren. So spannt die Handlung einen Zeitraum von ca. 20 Jahren, von denen nur das Wichtigste und Interessanteste gezeigt wird. Das ist herrlich erfrischend, denn gerade High Fantasy neigt zu unnötigen Ausschweifungen.
Es gibt 3 Hauptcharaktere, von denen Arlen ganz klar der bedeutendste ist. Man begegnet ihm zum ersten Mal mit 11 Jahren, als die Erkenntnis, dass Furcht die Menschen lähmt, sein Leben auf den Kopf stellt. Sein Durst nach Vergeltung und seine Weigerung sich zum prophezeiten Erlöser hochstilisieren zu lassen, sind die Eckpfeiler der Handlung. Überhaupt sind Furcht, ihre verschiedenen Formen und wie Menschen damit umgehen zentrale Themen des Buches. Selbst Arlen ist nicht davor gefeit.
Ein weiterer Hauptcharakter ist die junge Dorfschönheit Leesha, die sich gegen die Ehe und für das Heilen entscheidet. Mit dieser Figur geht Brett ein großes Risiko ein - viele Autoren sind daran gescheitert und haben fade, eindimensionale Gutmenschen produziert. Nicht so Brett. Irgendwie schafft er aus Leesha einen faszinierenden Charakter zu machen und die Schwierigkeiten des Dorflebens ebenso packend darzustellen wie Hofintrigen oder den Kampf gegen die Dämonen.
Der dritte Hauptcharakter ist ein junger Musiker, der viele Schicksalsschläge einstecken musste. Arlen, Leesha und Rojer begegnen sich erst gegen Ende des Buches, nahe dem Höhepunkt. Ihr Zusammentreffen und was sich daraus entwickelt wird entscheidend für das weitere Geschick der Welt.
Von mir bekommt DAS LIED DER DUNKELHEIT nicht nur 5 Sterne, sondern auch eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für alle High Fantasyfans. Ich kann es kaum erwarten endlich Das Flüstern der Nacht zu lesen.
* Situation vereinfacht dagestellt
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59 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Pseudo-Fantasy mit Moralkeule, 29. Oktober 2009
Kinder-Rezension
Ich war auf der Suche nach einem guten Fantasy-Roman und angesichts der zahlreichen positiven bis begeisterten Rezensionen entschied ich mich für "Das Lied der Dunkelheit". Nun, nach 550 von knapp 800 Seiten habe ich aufgegeben. Nicht dass ich nicht davor schon diverse Male mit dem Gedanken gespielt hätte...
Zunächst einmal muss ich fairerweise sagen, dass die Geschichte mich schon halbwegs zu fesseln vermochte. Sie ist zwar nicht besonders stilvoll geschrieben, aber eine gewisse Spannung verspürt man. Dafür allein würde ich 3,5 Sterne vergeben, gerundet 4 Sterne.
Was allerdings von Anfang an stört sind die moralischen Botschaften, die brutal offensichtlich dem Leser untergejubelt werden. Ganz wichtig: Sex vor der Ehe ist böse! Und die Geschichte zeigt auch, dass Menschen, die dies beherzigen erfolgreich werden, während die bösen Flittchen herunterkommen, zu Huren oder frustrierten Tyranninen werden und darüber hinaus noch durch die Einnahme von Verhütungsmitteln unfruchtbar werden. Und der Autor wird nicht müde das immer und immer wieder zu betonen. Auch ansonsten sind die Charaktere derart klar in Gut und Böse aufgeteilt, ohne jegliche Schnittmengen, dass man den Eindruck nicht los wird, dass der Autor uns seine religiös-konservativen Ansichten regelrecht aufzwängen will. Dafür gibt es einen dicken Stern Abzug.
Den nächsten Stern ziehe ich dafür ab, dass der Autor sich nicht besonders viel Mühe gegeben hat seine Welt abweichend von der unseren zu gestalten. Gäbe es die Dämonen nicht, handelte es einfach nur um einen Mittelalter-Roman. So ist die Gesellschaft klar monotheistisch geprägt. Gott wird hier "der Schöpfer" genannt, die Priester heissen "Fürsorger", den Namen für die Kirchen hab ich vergessen. Auch gibt es eine Art kirchliche Hierarchie, die stark an die christliche erinnert. Unnötig zu erwähnen, dass dieses Glaubenssystem die oben genannten Moralvorstellungen vertritt. Ich persönlich bin ja der Ansicht, dass Fantasy und Monotheismus generell nicht zusammenpassen, aber mal eben das Christentum zu spiegeln ist schon sehr billig. Im Laufe des Romans besucht einer der Hauptprotagonisten dann eine Wüstenstadt. Und nun ratet mal: Dort tragen die Männer Turbane, die Frauen sind völlig verschleiert, die Männer dürfen mehrere Frauen heiraten, Frauen sind generell nichts wert und auf den Märkten werden Teppiche verkauft. An dieser Stelle konnte ich es nicht mehr ertragen und habe aufgegeben.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Teilweise langatmig und ohne Ziel, 17. November 2009
Der Leser wird in die mittelalterliche Welt Thesa entführt, in der auch der junge Arlen mit seiner Familie lebt. Am meisten fürchten sich die Menschen vor der Nacht, denn sobald es dunkel wird versetzen Dämonen, die sonst so friedliche Welt in Angst und Schrecken. Die Menschen können sich nur mit Hilfe von Siegelzeichen schützen.
Als Arlen eines Nachts mit ansehen muss, wie seine Mutter bei einem Dämonenangrif ums Leben kommt und sein Vater nichts tut, entschließt sich der Junge sein kleines Heimatdorf zu verlassen. Es verschlägt ihn in die Stadt und dort möchte er unbedingt den Beruf des Kuriers erlernen, um andere Orte bereisen zu können.
Parallel dazu lernt der Leser Leesha kennen. Auch sie wohnt auf dem Lande und soll bald heiraten. Allerdings entscheidet sie sich dazu bei einer Kräutersammlerin in die Lehre zu gehen.
Zum Schluss gibt es noch Rojer, der als kleines Kind nur knapp einen Dämonenangriff überlebte und der schließlich Jongleur wird.
Leider hat mich das Buch nicht ganz überzeugt.
Zuerst einmal ist die Erzählstruktur anstrengend, da es drei parallele Erzählstränge gibt und man sich so sehr konzentrieren muss, um die vielen Personen auseinander zu halten. Außerdem laufen die drei stränge erst ganz am Ende zusammen, so dass ich mir beim Lesen oft die Frage stellte, warum ich drei Charaktere kennenlerne, die nichts miteinander zu tun haben.
Ebenfalls als störend empfunden habe ich, dass es relativ viele Szenen gab, in denen über Sex gesprochen wurde oder es zu Geschlechtsverkehr kam. das hatte ich so nicht erwartet und das Buch wäre ganz sicher auch ohne so etwas ausgekommen.
Des Weiteren wird im Buch das Volk der Krasianer erwähnt. Sie leben in der Wüste und den Rest kann man sich von der muslimischen Religion abschauen - es gibt einen Heiligen Krieg, die Frauen laufen verhüllt rum.......Da hatte ich doch etwas mehr Kreativität seitens des Autors erwartet.
Auch das Ziel des Kampfes gegen die Dämonen bleibt für mich noch unklar. Jede Nacht werden zwar welche getötet, aber es kommen immer wieder neue, einen "Oberdämon", mit dessen Tod auch die anderen verschwinden würden, scheint es auch nicht zu geben.
Die Charaktere sind teilweise nicht ganz glaubwürdig, z.B. Leesha, die sich ihre Jungfräulichkeit aufheben will und dann aber Arlen um den Hals fällt, als sie sich treffen.
So, nach dem ganzen Negativen, auch etwas Positives:
Die Idee des Buches gefällt mir, also der Kampf der Menschen gegen die Dämonen.
Ebenfalls Arlens Entwicklung ist spannend, da er am Ende des Buches abgehärtet und richtig grausam ist. da muss man sich einfach fürchten!
Das Ende ist spannend, da man hoffen kann, dass es im nächsten Buch einen Gegner (kein Dämon) gibt.
Insgesamt muss ich aber sagen, dass das Buch an einigen Stellen einfach zu lang war. Knappe 800 Seiten und dann treffen sich die drei Hauptpersonen erst am Ende, das ist einfach schlecht gemacht. Man merkt, dass das Buch auf eine längere Reihe angelegt ist, trotzdem erscheint mir "das Lied der Dunkelheit" eher wie ein zu lang geratener Prolog.
Der Verlag (oder wer auch immer) titlet auf der Rückseite mit: "Vom Weltrang des Herrn der Ringe". Da kann ich nur sagen, dass ich nicht glaube, dass die Hobbits so lange gbraucht haben um zu Elrond zu gelangen & dass sie alleine gegangen sind.......
Das Buch ist lesbar, hat einige gute Ideen und zum Ende hin wird es auf jeden Fall spannender, aber zu Beginn fehlt einfach der Sinn hinter der Präsentation drei unterschiedlicher Charaktere.
Schade!
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