Ich habe es gut, denn als Frau werde ich von meinen Geschlechtsgenossinen nicht als Machoschwein beschimpft, wenn ich Bukowski lese..!
Es ist eigentlich aber ein Jammer, daß Buk überhaupt so oberfläschlich und halbherzig gelesen wird, daß kaum wer merkt, wie viel Gefühl in seinen Büchern teilweise steckt. Es ist einfach nicht richtig, daß es bei "das Liebesleben der Hyäne" nur um Sex und Suff geht. Auf den ersten Blick sind das natürlich Hauptthemen von Bukowski, aber in diesem Buch zeigt er mehr von sich und seinem Gefühl, als man es sonst von ihm gewohnt ist. Manche Pasagen wirken wie ein unbeholfener Versuch der Erklärung oder sogar Entschuldigung für sein Leben, speziell sein Liebesleben. Insgesamt setzt Bukowski jedenfalls mit diesem Buch eher einen Gedenkstein für einige Frauen, als daß er sie herrabsetzt. Es hat mich erstaunt, zu welch sanften und zärtlichen Äußerungen der alte Knochen sich teilweiße hat hinreisen lassen.
Und dennoch- auch die Fans der guten, alten F...-Geschichten kommen bei diesem Buch ganz sicher nicht zu kurz!
Ein Kern-Assi ist Bukowski ja nun eben einfach. Ich dachte nur, er braucht dringend mal einen weiblichen Fürsprecher :-). Also, Mädels- seid nicht so streng! Bukowski liebte die Frauen, das kann man ja schließlich auch als Kompliment sehen!