die Starkadur, als er sich nun endlich traut und 15 km zu Fuß durch den isländischen Winter stapft, seiner Ilka kundtut. Leicht hat er sich nicht gemacht, wie bald alle anderen Figuren es sich auch nicht leichtmachen, die Stefansson liebevoll mit allen schrulligen Seiten charakterisiert. Keiner nimmt das Leben auf die leichte Schulter: Agust, der Apostel, beschäftigt sich eingehend mit der Neuschreibung der Bibel oder Jon, der Gemeindevorsteher, ihm platzt schon mal eher der Kragen. Schließlich hat er was zu sagen, da muss man ihn schon ernst nehmen.
Stefansson ist im dritten Band der Trilogie wieder ein wundervolles Stück Island gelungen. Der Vorreiter erkennt den Trend der Zeit, indem er sein Geschäft für Touristen aufzieht, doch wie er das macht - herrlich. Der Besucher des Sommers - ist es Gott, ein Engel oder einfach nur ein Bauer von jenseits des Tals?
Ich bin begeistert von dem Buch, obwohl ich zugebe, dass es manchmal ein paar kleine Längen hat. Aber nur kleine. Der Rest ist toll, Stefansson lässt seine Figuren sogar philosophische Ansichten übers Leben sagen, die auch den Leser zum Nachdenken animieren können. Es ist für Leser geeignet, die die ruhige, skandinavische Lesekost und ihre langsam erzählten Geschichten mögen. Schmunzeln garantiert.