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Das Lexikon der Justizirrtümer: Skandalöse Fälle, unschuldige Opfer, hartnäckige Ermittler
 
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Das Lexikon der Justizirrtümer: Skandalöse Fälle, unschuldige Opfer, hartnäckige Ermittler [Gebundene Ausgabe]

Hans-Dieter Otto
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 522 Seiten
  • Verlag: Blank; Auflage: Neuaufl. (2. Juli 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937501363
  • ISBN-13: 978-3937501369
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,8 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 431.423 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hans-Dieter Otto
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Irren ist menschlich. Im Gerichtssaal soll Justitia, eine Göttin, ihres Amtes walten. Und Götter dürfen nicht irren. Und also auch nicht ihre Stellvertreter, in diesem Falle die Richter. So jedenfalls muss man das Memento Hans-Dieter Ottos verstehen, demgemäß dem (Straf-)Richter das menschliche Recht zu irren nicht zukommt. Außerdem hat Otto Rezepte bei der Hand, wie Fehlurteile vermieden werden können. Denn: "Es gibt keine unvermeidbaren Justizirrtümer." Eine der 13 Quellen, denen die Fehler der Justiz dem Autor zufolge geschuldet sind, ist das Fehlen einer Sammlung von Justizirrtümern, an denen sich die Fehlerursachen ablesen ließen. Und vor allem diesem Mangel will er mit seinem Buch Abhilfe schaffen.

167 Fehlurteile sowie ein Kapitel über "Allgemeine Irrtümer zum Strafrecht" hat der Autor auf gut 500 Seiten zusammengetragen. Geschildert wird jeweils der zu Grunde liegende Fall sowie -- aus der Perspektive dessen, der es besser weiß -- (oft recht knapp) die Gründe dafür, weshalb es sich um ein Fehlurteil handelt und warum es hätte nie dazu kommen dürfen. Nicht immer ist die Ursache ein "Irrtum". Allzu häufig ist es nichts weiter als willentlich und im klaren Bewusstsein betriebene Rechtsbeugung, die den Fehlurteilen zu Grunde liegt.

Hierzu gehören auch jene, die ganz im Sinne des herrschenden Gesetzes gefällt wurden, das aber selbst unverkennbar nichts anderes als Unrecht war. Die Urteile des Volksgerichtshofes im nationalsozialistischen Deutschland sind hier ebenso zu nennen wie die von weltlichen Gerichten verhängten Urteile in den Hexenprozessen zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert. Von alldem und vielmehr hat Otto haarsträubende Beispiele in seiner Sammlung, die den Leser ein ums andere Mal ausrufen lassen: Wo, Göttin, bis du gewesen?

Die Beispielsammlung, so beeindruckend ihre Fülle ist, ließe sich erheblich erweitern. Das freilich wäre, wie man nach der Lektüre des Buches sagen darf, recht ermüdend. Was man sich stattdessen wünschte, wäre hier und da etwas mehr Ursachenanalyse. Hier verlässt sich der Autor zu sehr darauf, dass die Fallgeschichte für sich spricht. Wie heißt es oft so schön am Ende eines mit dem Blick auf weitere Förderung verfassten Forschungsberichts? Further research is necessary. Und so ahnt man: Das Lexikon der Jusitzirrtümer wird nicht das letzte Wort Ottos in dieser Sache gewesen sein. --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Sie werden plötzlich verhaftet, mitten aus dem Leben gerissen, werden verurteilt und kommen hinter Gitter. Nach Jahren der Angst und Verzweiflung ist endlich bewiesen, dass sie unschuldig sind. Mit einer meist nur sehr kleinen Entschädigung und tiefen Rissen in der Seele werden sie zurück ins Leben geschickt. Die Opfer der Justiz sind erschreckend häufig, es gab sie zu allen Zeiten und in allen Ländern. Hans-Dieter Otto ist den spektakulärsten Fällen aus Geschichte und Gegenwart nachgegangen. Seine umfassende Sammlung lässt den Leser erschauern und bietet nur wenig Grund für Hoffnung und Vertrauen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Man kriegt eine Gänsehaut nach der anderen... es ist tatsächlich
wie ein Nachschlagwerk: flott zusammengefaßt - ohne viel Umschweife -
reihen sich die haarsträubenden juristischen Fehlentscheidungen aneinander.
Man lernt nebenbei unterscheiden, was eine Revision ist, was eine Berufung,
und welche Maßnahme von beiden absolut keine Chance hat -
trotz nicht berücksichtiger, entlastender Fakten - ein Verfahren nochmals aufzurollen.
Es macht hilflos, manchmal auch regelrecht wütend, daß es die Justiz weltweit noch
immer nicht geschafft hat, solchen Mißständen abzuhelfen. Gar nicht zu reden von der
Todesstrafe, die nicht nur menschenunwürdig ist und damit eine ethisch nicht vertretbare
Handlungsweise darstellt, sondern auch in Art und Weise des Vollzugs abstoßende Horrorszenarien liefert.
Nicht nur Juristen sollten das Werk lesen, denn es läßt in die Abgründe der menschenlichen
Psyche blicken und erschreckt nicht nur die LeseInnen, sondern läßt sie tiefnachdenklich
werden und die eine oder andere vorgefaßte Meinung evtl. revidieren.
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26 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ein hervorragendes, sehr empfehlenswertes Buch, das ohne Bedenken fünf Sterne verdient. Es füllt dankenswerterweise nicht nur eine Lücke (zu diesem Thema gibt es so gut wie keine neuere Literatur und schon gar keine „Amtliche Sammlung von Justizirrtümern"), sondern der Autor schafft es auch, auf spannende Weise zu unterhalten. Dabei kann er aus dem Vollen schöpfen, denn Justizirrtümer gibt es in allen Ländern mehr als genug. Das Problem ist nur, die Öffentlichkeit erfährt davon meistens nur wenig oder gar nichts.

Die einzigartige Sammlung, die Hans-Dieter Otto vorlegt, ist eine erschütternde Chronik der spektakulärsten Fälle aus Geschichte und Gegenwart, übersichtlich nach Ländern geordnet. Innerhalb dieser Abschnitte sind die einzelnen Fälle chronologisch aneinandergereiht. Sogar Fälle aus Afrika, Russland, China und Australien sind dabei. Den meisten Raum nehmen Fälle aus Deutschland ein. Aber auch aus dem anglo-amerikanischen Rechtsraum werden eine Menge Beispiele gebracht. Obwohl die Darstellung der einzelnen, offenbar gut recherchierten Fälle zumeist nur wenige Seiten beansprucht, wird vor dem Leser in lockerem Erzählton eine Fülle von Informationen ausgebreitet. Fast in jedem Kapitel erzeugt der Autor in angenehm knappem Stil eine Spannung, die sofort Appetit macht auf den nächsten Fall. Allerdings hat mich am Ende der Lektüre eine Art Beklemmung erfasst angesichts des so oft eklatanten Versagens der Justiz. Und auch angesichts der erschreckenden Erkenntnis, dass es tatsächlich jeden treffen kann!

Kein Fachbuch für Juristen, sondern ein schockierender, höchst repräsentativer Querschnitt über alles das, was man zu diesem Thema wissen sollte. Und deshalb zugleich auch eine vortreffliche Investition in die eigene Allgemeinbildung. Auf jeden Fall kaufen, lesen und mitreden!

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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesestoff für Juristen 2. November 2010
Von Holly Dee
Format:Taschenbuch
Für meinen befreundeten Anwalt war das Buch toll, ich fand es nicht so prickelnd. Ich würde sagen, es ist für Leute vom Fach sehr, sehr gut.
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