Wer kennt sie nicht, die zahlreichen Mythen des Alltags. Einige Mythen sind einfach nur unterhaltsam, bspw. dass es in der Kanalisation Alligatoren gibt oder das Busenstarren Männer fit halten soll. Andere sind eher gruselig, bspw. das angeblich spontane Verbrennen von Menschen, die tollsten Theorien wurden aufgestellt, implodierende Zellen, Tachyonen usw. Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt. Wie so oft haben verschiedene Mythen einen waren Kern, jedoch verselbständigt sich die Geschichte dann meist ab einem gewissen Zeitunkt und herauskommen dann die irrsten Geschichten. Meist unterhaltsam, meist unglaublich. Wer sich dieses Buch holt, hat die Möglichkeiten zahlreiche Mythen zu entmystifizieren und auf der nächsten Party beim Small-Talk zu punkten, in dem man einfach erzählt, was von einigen Mythen zu halten ist. Auch wenn es natürlich aufregender ist die Mythen zu verbreiten. Das Buch ist übersichtlich gegliedert und hinter jedem Schlagwort gibt es weiterführende Literatur, die neugierig auf mehr macht. Die Oberüberschriften lauten: 1. Außerirdisches, 2. Computer und Internet, 3. Esoterik, 4. Gesellschaft, 5. Medien, 6. Medizin, 7. Paranormales, 8. Prominente, 9. Religion, 10. Sex, 11. Tiere, 12. Wissenschaft und Technik.
Der Autor schreibt seit vielen Jahren zu parawissenschaftlichen Themen und veröffentlichte Bücher über Nostradamus, PSI, Wahrsagen, Aberglauben etc. Als Redakteur der Zeitschrift Skeptiker, wird dem Leser dieser Zeitschrift das ein oder ander Thema bekannt vorkommen, widmet sich die Zeitschrift doch seit Jahren schon modernen Mythen u.a. Themen. Die Erfahrungen von Harder garantieren sowohl einen abwechslungsreichen, als auch fundierten Lesespaß. Einige Kleinigkeiten könnten in der 2. Auflage korrigiert oder verbessert werden, aber es sind nur Nuancen, die den Lesespaß insgesamt nicht beeinträchtigen. Man kann dem Buch nur wünschen, dass es ähnlich wie andere Bücher Lexika im Eichbornverlag eine breite Leserschaft erreicht, an die es nämlich auch gerichtet ist. Mir persönlich fehlten noch ein paar Mythen zu den Verschwörungstheorien (Mondlandehoax oder Prinz. Dianas Tod), vermutlich wollte Eichborn keine Konkurrenz zu dem im Verlag erschienenden Buch "Lexikon der Verschwörungstheorien " aufbauen, thematisch hätte es aber gut reingepasst.
Abschließend sei noch erwähnt, dass hier endlich auch Schlagwörter behandelt werden, zu den es kaum bekannte seriöse Informationen gibt, bspw. zum Tachyonenmythos oder dem Philadelphia-Experiment oder Zombies.