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5.0 von 5 Sternen
Ein überaus umfangreiches, übersichtliches und vor allem informatives Standardwerk der Fotografie!, 30. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Lexikon der Fotografen 1900 bis heute (Gebundene Ausgabe)
Nicht zuletzt war es der Egoismus, der Fachjournalist Hans-Michael Koetzle dazu veranlasste, mit dem umfangreichen Projekt "Das Lexikon der Fotografen" zu beginnen. Auf dem deutschen Buchmarkt gab es bis dato keine zuverlässige Quelle, die alle wesentlichen Informationen über die fotografische Kunst des 20. Jahrhunderts beinhaltete. Aber auch ausländische Lexika waren allesamt veraltet, Angaben über russische, skandinavische oder südeuropäische Fotografen kaum auffindbar und die Auskünfte in Fotokatalogen widersprachen sich.
Hans-Michael Koetzle musste das von ihm so sehr gewünschte Buch also selbst schreiben und nahm dafür eine fünfjährige, international angelegte Recherche in Kauf. Herausgekommen ist ein überaus umfangreiches, übersichtliches und vor allem informatives Standardwerk der Fotografie im Schmuckschuber, das sage und schreibe rund 3,5 Kilo wiegt. In seinem Vorwort benutzt der Autor dafür die Metapher des umgekehrten Fernglases, durch das der Betrachter einen vollkommen anderen Blick auf die Welt erhalte: Erst durch die gebührende Distanz würden deren Konturen erkennbar und plausibel erscheinen. "Das Lexikon der Fotografen" sei zwar nicht die Abbildung einer Weltgegend, dafür aber die des Wissensgebietes der Fotografie.
Im Rahmen eines geordneten Konzeptes werden hierbei die rund 550 wichtigsten Kamerakünstler des 20. Jahrhunderts aus Europa und Nordamerika genannt, und ihre bedeutendsten Werke abgebildet. Die häufig gezogene Grenze zwischen der "angewandten" und "freien" Kunst wurde dabei bewusst ignoriert, und die Werke der Fotografen ausschließlich daraufhin geprüft, ob sie einen innovativen Beitrag darstellen, der auch über den Tag und die Moden hinaus noch Gültigkeit beanspruchen kann. Dabei bemühte sich Hans-Michael Koetzle besonders, die allgemein vernachlässigten fotografischen Kulturen Süd- und Nordeuropas zu berücksichtigen, sowie die Fotografie der ehemaligen DDR und Russlands zu präsentieren.
Die nach dem Alphabet geordneten Fotografen werden vom Amerikaner Berenice Abbott bis zum Niederländer Piet Zwart ohne Unterschiede der Berühmtheits- und Erfolgsgrade genannt. Auf den äußerst übersichtlichen Seiten werden Biographien verzeichnet, Fotos gezeigt, auf Ausstellungen verwiesen und Statements international anerkannter Fachjournalisten und Kunsthistoriker zitiert. Die Kombination von Sachinformationen, Wertungen und Einordnungen wendet sich dabei nicht nur an ein Fachpublikum, sondern auch an all die Museumsbesucher, Kunstliebhaber, Feuilletonleser, Buchkäufer oder Fotosammler, die für Fotografie schwärmen und ebenso schnelle wie kompetente Auskunft suchen.
Die langjährige Mühe, Recherche und Arbeit von Autor Hans-Michael Koetzle hat sich für dieses "Jahrhundertwerk" durchaus gelohnt - "Das Lexikon der Fotografen" ist das Standardwerk der Kamerakunst, an dem kein Fotointeressierter auf lange Zeit vorbeikommen wird!
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
DAS LEXIKON DER FOTOGRAFEN ein muß nicht nur für sammler, 17. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Das Lexikon der Fotografen 1900 bis heute (Gebundene Ausgabe)
kaum auf dem markt erweist sich das opulente werk von hans michael koetzle als das standardwerk der photographie des 20. jahrhunderts. tolles layout, unglaublich viele photos, vor allem zahlreiche wichtige photobücher - an diesem buch stimmt wirklich alles!!! auch der preis sollte nicht abschrecken. jeder euro ist bestens angelegt!! glückwunsch herr koetzle!!
ps leider können nur fünf sterne vergeben werden.
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