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Das Leuchten in der Ferne: Roman Gebundene Ausgabe – 14. Februar 2013

22 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Galiani-Berlin (14. Februar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3869710535
  • ISBN-13: 978-3869710532
  • Größe und/oder Gewicht: 13 x 3 x 21,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 295.339 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Thomas Sarbacher liest – und erweist sich als glänzende Besetzung [...].", WDR 5, 16.04.2013

"Schauspieler Thomas Sarbacher fühlt sich perfekt ein in die angespannte Stimmung, die in dem geschundenen Land herrscht.", dpa, 10.04.2013

"Der Schauspieler Thomas Sarbacher trifft den Ton zwischen Spannung und Sensibilität perfekt.", Westfalenpost, 09.04.2013 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Linus Reichlin, geboren 1957, lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für seinen in mehrere Sprachen übersetzten Debütroman Die Sehnsucht der Atome erhielt er den Deutschen Krimi-Preis 2009. Sein Roman Der Assistent der Sterne (2010) wurde zum »Wissenschaftsbuch des Jahres 2010 (Sparte Unterhaltung)« gewählt. Zuletzt erschien Das Leuchten in der Ferne (2012), ein Roman über einen Kriegsreporter in Afghanistan – »das ist große Literatur, und dann auch noch spannend erzählt« (FAZ).


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von cl.borries am 6. Februar 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Was zunächst als unterhaltsamer Roman aus dem Berliner Großstadtmilieu beginnt, entwickelt allmählich eine fulminante Dynamik hin zu einem Krimi der besonderen Art.

Der bereits im mittleren Lebensalter stehende Moritz Mertens lernt bei der Wohnungssuche eine junge Frau kennen. Sie befindet sich mit ihrem kleinen Sohn Sinan ebenfalls auf Wohnungssuche. Die beiden freunden sich an, und mit einer skurrilen Geschichte lockt die junge Frau den ehemaligen Kriegsreporter aufs Glatteis. Ihr Vater stamme aus Afghanistan, ihre Mutter war eine deutsche Jüdin. Diese ist wie der Vater schon lange tot. Miriam weiß von einem Mädchen zu berichten, das sich in Männerkleidung mit einer Rebellengruppe der Taliban auf Kriegsspuren befindet. Für 10.000 Dollar ist letztere bereit, dem Reporter ein Interview zu gewähren. Mit dem Geld will sie sich aus ihrer verdeckten Zugehörigkeit zu der Truppe befreien.

Moritz gelingt es, seinem Zeitungsverleger die Sache schmackhaft zu machen. Er bekommt das Geld und fliegt zusammen mit Miriam nach Afghanistan. Dort gelangen sie auf abenteuerlichen Wegen zu den Taliban, bei denen sich Pason, das versteckte Mädchen, als Mann aufhält.

In einer Reihe von zwielichtigen Verwicklungen enthüllt Linus Reich eine unendliche Kette von Familienbeziehungen. Man erfährt etwas von der Moral und von den Gesetzen, unter denen die Taliban leben.
Grausamkeiten und Korruption sind an der Tagesordnung. Dass auch Miriam ihr trübes Spielchen mit Moritz treibt, macht die Lage für unseren Helden nicht besser. Er hat beträchtliche Abenteuer zu bestehen, schwebt mehr als einmal in Todesgefahr und lernt eine Menge über das raue Leben in diesem fernen Land dazu.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Regina Berger TOP 1000 REZENSENT am 10. Mai 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Reichlin schreibt imponierende Bücher. Ein Hauch des Geheimnisvollen weht durch die Seiten und lässt seine Romane zu Abenteuergeschichten der Gegenwart werden.

Der seit einiger Zeit erfolglose Kriegsreporter Moritz Martens lernt in Berlin durch Zufall Miriam Khalili kennen. Die Tochter eines afghanischen Vaters und einer jüdischen Mutter instrumentalisiert Martens und nimmt sich von ihm, was sie gerade braucht. Sie bietet ihm eine Reportage über eine "Bacha Posh" an, ein Mädchen, das in Afghanistan als Junge aufwächst, und mit den Taliban in den Bergen lebt. Obwohl Martens der Geschichte von Anfang an skeptisch gegenübersteht, und die Gefahr fast wittert, treibt ihn seine Neugier an. Er begibt sich zusammen mit Miriam auf eine Reise zu den Taliban. In Afghanistan sind Entführungen an der Tagesordnung - und spielen schließlich in dem weiteren Verlauf der Handlung eine Schlüsselrolle.

Linus Reichlin bedient sich einer ausdrucksstarken, melodischen Sprache und versetzte mich mit seinen kräftigen Bildern und den eindrucksvollen Sätzen wieder einmal in Staunen. Ich mag seine fast poetische Art zu Schreiben sehr.

>Das Leuchten in der Ferne< hat mich also mit leuchtenden Augen in die Ferne entführt, zu einer afghanischen Kämpfertruppe, deren Ehrempfinden und Stammesordnungen. Die Andersartigkeit der Lebensweise und Wertvorstellungen in der hierarchischen Männerwelt der Taliban ist beim Lesen gegenwärtig, ebenso wie die von ihnen ausgehende Gefahr, die Martens auf der Hut sein lässt. Da er sich aber weiterhin kühn diesem Wagnis aussetzt, sorgt das für den Spannungsbogen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Eskalina TOP 500 REZENSENT am 13. Februar 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Seitdem ich „Der Assistent der Sterne“ von Linus Reichlin gelesen habe, bin ich ein großer Fan dieses Autors. Ich mag seine ganz eigene Art seine Figuren zu zeichnen und liebe seinen behutsamen Umgang mit der Sprache – er wendet sie an wie etwas Kostbares und das spürt man beim Beschäftigen mit seinen Büchern beinahe in jedem Satz. Sein Stil ist weder poetisch noch sachlich zu nennen, er ist irgendwo dazwischen, befindet sich mit seinen oft philosophischen Ansätzen aber niemals an der Grenze zu selbstverliebter Schwafelei. Man nimmt seine Figuren ernst, lernt ihre Gedanken und Gefühle so gut kennen, dass man sie am Ende des Buches wie gute Vertraute verlässt.

Mit seinem Helden Martens schildert Reichlin auf sehr männliche Art und Weise den typischen einsamen Wolf. Während alles im Umfeld von Martens einen Vornamen besitzt, so wird der Hauptfigur fast durchgehend der Anspruch darauf verwehrt. Das wirkt nicht immer passend und hält den Leser auch ein wenig auf Distanz, doch da Martens als Kriegsreporter jede Menge Bilder aus einer bewegten Vergangenheit mit sich herumträgt, die immer wieder kurz einfließen, beginnt man dennoch eine Beziehung zu ihm aufzubauen. Seine Interpretation der Dinge die er sehen musste, macht seine Menschlichkeit aus. Nur manchmal, da wirkt er dann doch ein wenig künstlich, etwas konstruiert, wenn er Rilke und Kant zitiert, selbstverständlich Dostojewski liest, Bach hört und etwas zu häufig über die Geschmacksnuancen von erlesenem Wein oder Speisen sinniert.
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