Wenn ein Nobelpreisträger verrät, wie er es mit dem Schreiben hält, dann wird es interessant. Umso erstaunlicher, dass Naipaul in zwei schriftlichen Beiträgen und einer Abschrift seiner Rede anlässlich zur Verleihung des Literaturnobelpreises unumwunden zugibt, jahrelang keine einzige vernünftige Zeile habe schreiben können.
Naipaul schreibt intuitiv, er strukturiert nicht vor, er macht sich keine Gedanken bevor er ein Buch schreibt, sondern er fängt einfach an. Zugleich recherchiert er und macht sich Notizen. Naipaul meint, er trage wohl diese Bücher in sich und manchmal wundere es ihn, wenn diese Geschichten auf dem Papier und letztlich in einem Buch landeten. Er schreibt in diesem Buch auch, dass er nur über seine Heimat Trinidad Romane schreiben konnte. Das Schreiben sei ihm sehr schwer gefallen. Das Buch gibt sehr ehrlich und angenehm wieder, warum Naipaul schreibt und wie er zu seinen Büchern gelangt ist.