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Das Lehrerhasser-Buch: Eine Mutter rechnet ab
 
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Das Lehrerhasser-Buch: Eine Mutter rechnet ab (Taschenbuch)

von Lotte Kühn (Autor)
2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (385 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 219 Seiten
  • Verlag: Droemer/Knaur (1. Dezember 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426778343
  • ISBN-13: 978-3426778340
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (385 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 106.404 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Jeder kennt sie: die Lehrerin, die sich in alles einmischt, kontrolliert und beobachtet. Ihre Kollegin, die zehn Wochen lang krank feiert, weil sie sich bei der Gartenarbeit überanstrengt hat. Den Lehrer, der so freundlich tut, aber keine Sekunde zögern wird, einen vor der ganzen Klasse vorzuführen. Und alle haben sie immer Recht, hören nicht zu und sitzen im Zweifelsfall sowieso am längeren Hebel. Lotte Kühn zeigt unsere Lehrer, wie sie wirklich sind: unprofessionell, faul, ohne jede Ahnung von Kindern, hilflos, überfordert und total gestresst.


Auszug aus Das Lehrerhasser-Buch Eine Mutter rechnet ab von Lotte Kühn. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Schule könnte so schön sein – mit guten Lehrern

Mir blieb damals in den ersten Grundschulwochen meines ersten Sohnes Johannes wie den anderen Müttern nur eines: den Lehrern zu vertrauen und darauf zu hoffen, dass dieses neue Lernen, von dem da soviel die Rede war und das mir durchaus intelligenter erschien als die Paukerei, die ich durchgemacht habe, bei den Kindern den Wissensdurst wecken würde, ohne den nichts Großes erreicht und nichts Bleibendes geschaffen wird. Lust am Verstehen wecken, anstatt zum Lernen zu zwingen – ja, das hätten wir gerne gehabt.
Meinetwegen im Projektunterricht, in Gruppenarbeit und nicht mehr frontal, ohne Noten, sondern mit verbalen Beurteilungen. Wie die Experten fürs Lernen das nun zu Wege bringen wollen, hätte ich getrost ihnen überlassen wollen. Ich war voller Hoffnung bei dem Gedanken, dass ich miterleben dürfte, wie mein Kind sich spielerisch den Zahlenraum bis hundert erobern und sich voller Schaffensfreude das Wunder des ganz eigenen schriftlichen Ausdrucks aneignen würde. Für diese Hoffnung gab es durchaus gute Gründe:
Schließlich hatte ich in den Jahren vor der Schule sehr wohl mitbekommen, wie stark Neugier und Lernvermögen den Menschen angeboren sind und die Wissbegier höherer Primaten, besonders ihrer Kinder, geradezu ein Wesensmerkmal ist. Menschenkinder sind da keine Ausnahme, wenn man von älteren Schulkindern einmal absieht. Bevor sie in die Schule kommen, stellen sie Fragen wie:
»Aber, Mama, wenn der Mond ganz trocken und steinig ist, warum leuchtet er dann?« Wenige Jahre später dann, der Erdkundelehrer hat gerade das Abfragen der uns umgebenden Planetennachbarn angeordnet, schnauben sie verächtlich und winken ab: Mir doch egal, wie die Dinger da oben heißen. Dass sie das Lernen lernen mögen – ein guter Plan, so schien mir, denn die Erfahrung, dass man auf einem Gebiet wirklich lernen kann, schien mir unendlich viel wichtiger als die Erfüllung der Normen, die dem Wasserkopf einer wirklichkeitsentwöhnten Schulbürokratie entsprungen sind.
Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass der Krieg zu gefährlich ist, als dass man ihn den Militärs überlassen könnte. Eine ähnliche Einsicht steht uns für die Schule noch bevor: Das Lernen ist zu wichtig, zu nahrhaft und als Prozess zu empfindlich und störanfällig, als dass man es nur der Schule und ihren beamteten Lehrern überlassen dürfte. Am liebsten würde ich mir meinen kleinen Jungen da vorne schnappen und weglaufen. Das ist natürlich ein sehr privater Gedanke – aber: Warum übernehme ich die Aufgabe, ihm Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen, nicht selbst? Dem Stoff der Grundschule darf man sich ja wohl noch intellektuell halbwegs gewachsen fühlen. Doch in Deutschland funktioniert die Schulpflicht ortsgebunden. Es kann einem von Geldstrafe bis Gefängnis ungefähr alles passieren, wenn man sich weigert, sein Kind in eine staatliche Schule zu schicken, weil man es vor Schaden bewahren will.
In Dänemark, Frankreich und Großbritannien gibt es anstelle der staatlich verordneten Schulpflicht nur eine Bildungs- oder Unterrichtspflicht. Dort darf Hausunterricht an die Stelle des Schulbesuchs treten. Aber jetzt ist es für einen Umzug sowieso zu spät.

Jedes zweite Schuljahr in dieser Grundschule beginnt mit der feierlichen, stets höflichen Beifall erntenden Aufführung der Drittklässler; die, als Einzelwesen entweder im Schuppen-Outfit oder als exotischer Vogel gewandet, allein in der afrikanischen Savanne zu einer Horde anderer Vögel stoßen und dann vom prachtvollen Einzelwesen zum unspektakulären Gruppenmitglied avancieren, sofern sie bereit sind, sich den herrschenden Regeln zu unterwerfen und etwas Eigenes, Einzigartiges von sich abzugeben. Diesbezügliche Unterweisung erhält der Paradiesvogel von einer alten Kröte, die aus dem Wasserloch heraus das muntere Treiben der Vögel beobachtet.
Viel kostümschneidernder Aufwand engagierter Mütter wird alljährlich aufgeboten, um den Newcomern schon mal atmosphärisch klarzumachen, wo es in den Pausen und der Zeit dazwischen langgeht. Bloß nicht auffallen, sondern unauffällig mitfliegen im Schwarm und höchstens ab und zu mal ein bisschen leuchten. Aber nie so, dass die anderen neidisch werden könnten.
Wenn ich nur ein bisschen mutiger wäre, würde ich vorschlagen, die Geschichte von Prokrustes, dem Prototypen aller Gleichmacher, im Grundschultheater zur Bühnenreife zu bringen. Prokrustes war zu den Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, ein alter Riese, der jeden Wanderer mit den schönsten Versprechungen in sein Haus lockte, um sich ihn dann zu schnappen und in sein Bett zu legen. Wer kurz
war, den streckte und dehnte er so lange, bis er passte. War einer zu lang, hackte er ein Stückchen ab, damit er das Bett genau ausfüllte.
Das ganze Schulsystem ist wie ein Prokrustesbett, in dem Kinder mit pseudopädagogischem Getue gleichgemacht werden. Das fängt schon mit der Bonbonfrage vor Klassenfahrten an. Da schreitet die Lehrerin mit der Miene eines Großinquisitors von Kind zu Kind und sammelt alle Süßigkeiten ein.
Kinder, die schon längst höchst verantwortlich mit ihrem Konsum von Zuckerzeug umgehen und sich ihre Schätze vernünftig einteilen können, verstehen die Welt nicht mehr –und fühlen sich zu Recht düpiert. Was die Lehrerin natürlich nicht kapiert und streng verordnet, dass alles eingesammelt wird und hinterher in genauer Dosierung von ihr als Belohnung verabreicht wird. Von kreativer Ungleichheit, dem einzigen Pfad zur Gerechtigkeit, hat sie noch nie etwas gehört. Oder: Da hat man sorgsam und geduldig ein System der Taschengeldzahlung etabliert, das die wöchentliche Auszahlungssumme um zwei Euro erhöht – unter der Bedingung, dass die Ausgaben für Hefte, Spitzer und Stifte davon bestritten werden. Ein schöner Weg, um Kinder frühzeitig zum verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Budget anzuleiten. Und dann besteht die Lehrerin darauf, persönlich die Hefte für alle zu kaufen, und kassiert dafür monatlich fünf Euro von den Eltern.
Schade eigentlich. Denn das Kind kauft fortan nur noch Zuckerzeug am Kiosk von seinem Geld. Jeder kriegt dasselbe, aber keiner kriegt, was er braucht. Weicht ein pfiffiges, quicklebendiges Kind vom statistischen Durchschnittswert ab, gilt es als auffällig und wird so lange mit pädagogischen Maßnahmen traktiert, bis es dem Durchschnittswert entspricht. Kinder, deren Éntwicklungsstand noch nicht den Normwert erreicht hat, werden in fürsorglicher Belagerung so lange gedehnt, bis sie mit Ach und Krach und achselzuckend an die Folgeschule weitergereicht werden, wo ihr weiterer Werdegang dann nicht mehr interessiert – jedenfalls nicht den, der bis dahin dafür verantwortlich war, was das Kind gelernt hat und was nicht. Aber auch wenn die Abweichung eines Kindes vom Normalen in Grenzen bleibt, wird ihm im Unterricht etwas aufgezwungen, das weder kindlichem Lernverhalten noch biologischen Lernvoraussetzungen entspricht.
Allein schon das blödsinnige Sammelsurium von Fächern, das im Fünfundvierzig-Minuten-Rhythmus auf die Kinder einprasselt und das rund dreizehn Jahre lang sechs Stunden täglich in geschlossenen Räumen stattfindet – fast überall fehlt die notwendige tägliche Schulstunde für Sport und Bewegung.
Warum es eigentlich kein Fördern für Sport gebe, hat mein Sohn einmal beim Zeugnisgespräch am Ende der zweiten Klasse seinen Sportlehrer gefragt. Eigentlich logisch, denn er hatte längst mitbekommen, dass alle Kinder, die irgend etwas nicht gut können, morgens in der nullten Stunde zum Förderunterricht gehen und da eine Extraportion Unterricht bekommen. »So wie Mustafa, damit der Deutsch lernt«, hatte er noch erläutert. Süffisant in meine Richtung grinsend, beugte sich Herr Stulle da ganz tief hinunter, um ihm tief und bedeutungsvoll in die Augen zu schauen. »Da musst du mal die Regierung fragen, warum sie den Lehrern kein Geld dafür gibt, dass sie mit euch Sport machen können«, mehr hat ihm dieser kindertümelnde Superpädagoge nicht antworten können. Jaja, die böse Regierung, die den armen Lehrern das Leben schwermacht, die ist für alles verantwortlich. Das jedenfalls erzählen sie schon in der Grundschule den Kindern zu jeder Gelegenheit. Ob die Kreide alle ist oder die Klassenfahrt ausfällt und die Fußball-AG gestrichen wird, weil der Lehrer das nicht mehr bezahlt bekommt – immer ist die böse Regierung schuld, die der Schule das Geld wegnimmt. Obwohl das höchstens die halbe Wahrheit ist, finden die Kinder die Regierung dann total gemein und sind sofort bereit, ihren Lehrern zuliebe etwas dagegen zu unternehmen. Eine Demo zum Beispiel, die dann ungefähr zweihundert Kinder zum Rathaus führt, wo sie auf Transparenten ihr Recht auf Bildung oder Religionsunterricht oder Nachmittagsbetreuung einfordern. Das vermeintlich hörbare Herzklopfen, mit dem die Schulleiterin zu Beginn ihrer Rede wirklich tief in die rhetorische Trickkiste gegriffen hat, ist von vorgestern. Seit Jahr und Tag hält sie denselben Vortrag. Außer mir merkt das wahrscheinlich kaum einer, weil die meisten nur ein Kind und deshalb auch nur einmal im Leben ersten Schultag haben – außer dem eigenen vor vielen, vielen Jahren. Sind es etwa Kinderherzen, die da so laut klopfen? Alle mal herhören: »Sie fragen sich jetzt ganz sicher«, strebt Frau Sonnenstich dem vorläufigen Höhepunkt ihrer Rede entgegen, in den Augen ein bemüht verschmitztes Wohlwollen, das die Spannung noch ein klitzekleines bisschen steigern will, »ob Ihre Kinder sich hier wohl fühlen werden? Ob sie andere nette Kinder kennenlernen werden, ob sie Freunde finden werden? Ob ihnen das Lernen Spaß machen wird und sie sich an dieser Schule gut einleben werden? Ob die Lehrerin lieb sein wird? Ob sie hier wirklich Lesen, Schreiben und Rechnen lernen werden?«
Was wie ein weiteres rhetorisches Mätzchen klingt, das die Schulleiterin mit routiniertem Charme an diesem großen Tag vorträgt, ist in Wirklichkeit eine verdammt gute Frage, die ihre ganz ureigene Berechtigung allerdings erst nach und nach offenbart.


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70 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen 50% Wahrheit, 23. März 2007
Als jemand, der unserem Schulsystem für noch gut zwei Jahre ausgeliefert ist, musste ich dieses Buch natürlich auch mal zur Hand nehmen und muss sagen, ich kann, mit meinen Erfahrungen, nur zur Hälfte zustimmen. Ob Lehrer überbezahlt sind, weiß ich nicht. Da ich Lehrer aber auch für den grausamsten Beruf der Welt halte (Tag für Tag einer Klasse von genervten, desinteressierten Mistbratzen Dinge in den Kopf prügeln, die einen selber interessieren, die aber 90 Prozent der Schüler nur so schnell wie möglich wieder vergessen wollen? Nicht mein Ding) bin ich der Meinung, dass man diesen armen Leuten gar nicht genug Geld geben kann. Und natürlich gibt es Lehrer, die einfach schlecht, nicht an ihren Schülern interessiert und wahrscheinlich nur aus Zwang Lehrer geworden sind. Aber es gibt auch das genaue Gegenteil und ebenso gibt es alle Möglichen Zwischenstufen. Pauschalisierung hat noch nie besonders gut getan.
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153 von 186 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Die armen Lehrer!, 20. Februar 2006
Von Ein Kunde
Lotte Kühns Lehrerhasserbuch ist eine Generalabrechnung mit den Lehrern der Grundschule, des Gymnasiums und vermutlich auch mit ihren eigenen Eltern. Das Material ihres Buches bezieht sie aus den Schulerfahrungen ihrer vier Kinder und ihrer eigenen Schulzeit, in der „ich auf Teufel komm raus geschwänzt, gelogen und gefälschte Entschuldigungsbriefe abgeliefert habe“ (Zitat). „Lotte Kühn wuchs in einem Lehrerhaushalt auf und konnte auf diese Weise vielfältige Erfahrungen mit den Befindlichkeiten ihres Berufs sammeln“ erfährt der Leser auf Seite zwei aus der Biografie der Autorin. Die folgenden Zitate aus ihrem Buch können sich also auch auf ihre Eltern beziehen: „Lieber als zu lehren spielt der Lehrer Tennis, läuft Ski, fälscht seine Steuererklärung und baut sein Dachgeschoss aus ... oder arbeitet schlitzohrig auf sein ganz persönliches Burn-out hin, das ihm die Frühpension beschert:“ – „Lehrer sind faule Säcke.“ -- „Lehrer schimpfen, brüllen, mahnen ... lassen auswendig lernen ...“ -- „Lehrer ignorieren, vernachlässigen, behandeln ungerecht.“ -- Und: „Es gibt noch viel schlimmere Lehrer.“ Es sind hier nicht die Lehrer ihrer Kinder gemeint, sondern alle. Ihre Beschimpfungen, die sich durch das ganze Buch hindurch erstrecken, beziehen sich auf das gesamte Lehrpersonal, dem sie in Bausch und Bogen alle menschlichen Qualitäten abspricht. Es sind in ihren Augen „hohle Schaumschläger und überhebliche Fachidioten, die eher wie Replikanten aus Blade Runner denn als lebendige Menschen wirken. Die nicht Lehrer wurden, weil sie für diesen Beruf geeignet sind, sondern weil sie für alle Berufe ungeeignet sind.“ Auch die Namen ihrer persönlich gescholtenen Lehrer sind aufschlussreich. Sie heißen Sonnenstich, Leisetreter, Bedürftig, Pfannenstiel, Evil (engl. für übel) usw. Lotte Kühns Hasstiraden ziehen sich so in vielen Variationen entsetzlich langweilig über 203 Seiten hinweg. Am Ende des Buches versucht sie in 12 Seiten ihren Traum von Schule und guten Lehrern zu träumen, aber selbst das gerät zum Alptraum. – Mein Fazit: Wer gehofft hat, dass Lotte Kühn in ihrem Buch einen Beitrag zu einer konstruktiven Auseinandersetzung mit dem Problem Schule leisten würde, sieht sich bitter enttäuscht. Die Beschäftigung mit dem Lehrerhasserbuch ist vertane Zeit, der Kauf vertanes Geld. W. Retlaw
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69 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Hass ist nie eine Lösung, 14. September 2006
Das Buch ist in einer Reihe von "Hasser-Büchern" erschienen. Der Unterschied zu den anderen Bänden ist jedoch, dass hier Personen (= Menschen, bitte nicht vergessen) angegriffen werden, keine Institution. Wäre es ein "Schulhasser"-Buch, dann müssten alle "ihr Fett wegbekommen": Lehrer, aber auch Schüler und Eltern.
Denn an der momentanen Situation in manchen Klassen sind leider immer mehrere schuldig, nicht selten sogar außerschulische und außerhäusige Einflüsse, deren Kontrolle sich oft Lehrern UND Eltern entzieht.
Sich dann gegenseitig den "Schwarzen Peter" zuzuschieben, hilft niemanden, am allerwenigsten den Kindern, die schnell merken, wenn sich die Erwachsenen nicht einig sind und diese Situation leider manchmal dann pfiffig, aber auf für sie selbst unbewusst fatale Weise ausnutzen. Ähnlich wie: Wenn Mama mir etwas verbietet, sage ich, dass Papa es mir aber erlaubt hat. Und umgedreht.

Mich irritiert persönlich tatsächlich der Hass, mit dem die Autorin und wohl leider auch manche Leser auf Mitmenschen losschlagen, die sich eine heute wirklich nicht mehr einfachen Beruf gewählt haben, nämlich eine ganze Gruppe Kinder bzw. Jugendliche zu führen, zu unterrichten und oft auch mit zu erziehen. Jedes Kind bringt dabei sein "Päckchen" von zu Hause mit, verschiedene Temperamente und Neigungen ergänzen sich nicht immer, sondern prallen in den Gruppen leider oft aufeinander. Nein, es wird nie möglich sein, dass ein Lehrer immer allen gerecht wird, das ist wahr. Aber gerade diese Spannung auszuhalten, mal scheinbar "ungerecht" behandelt zu werden, sich in eine Gruppe einzufügen, mal einzusehen, warum etwas "so" gemacht wird und nicht, wie man es selbst gern will, ist wichtig für die soziale Reifung. Sonst besteht die Gefahr einer Häufung von Egoisten, die später im Beruf noch größere Schwierigkeiten haben werden.

Wenn man sich jedoch die Häme und Herablassung anguckt, mit der in diesem Buch über andere Menschen gesprochen wird und grobe Schwarz/Weiß Zeichnung (Lehrer = grundsätzlich unfähig, hässlich und sadistisch, Eltern = aufopferungsvoll, die Güte in Person, Schüler = alles gleichermaßen fleißige, doch unterdrückte Hochbegabte) wundert mich, dass nicht allen Lesern auffällt, welche eine Scheinwelt hier aufgebaut wird, um Stimmung zu erzeugen. Mich wundert auch, warum dann Lehrern wieder angekreidet wird, wenn sie sich gegen solche pauschalen Abwertungen wehren. Ich glaube, niemand würde es akzeptieren, wenn sein Berufsstand nicht nur in seinen Fähigkeiten, sondern auch noch in der Persönlichkeit der tätigen Menschen beleidigt wird.
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5.0 von 5 Sternen "Getretene Hunde ... " wie war das noch ?
So, nachdem ich mich durch x Rezensionen gequält hab, wollte ich es selbst lesen bzw.hören .
Ich hab herzlich gelacht und oft ist mir das Lachen im Hals stecken geblieben... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von ranitzki veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen viel Wahrheit...
...aber auch teilweise ziemlich übertrieben.
Vor allem das Résumé - oder wie ich es nenne: die ABRECHNUNG - am Ende des Buches machen dem Titel alle Ehre. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von ZeSSin veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Das Alles- und Jedenhasserbuch
Frau Kühn/Unverzagt hasst Lehrer, das ist offensichtlich, gießt ihren bösen Hass aber auch über Mütter, Kinder, Minister, praktisch allen am Bildungssystem Beteiligten aus. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Rezensent veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Unreflektiert und absolut schlecht - das Geld nicht wert
Ich habe selten so ein unreflektiertes Buch zu einem Thema gelesen.
Nur schimpfen ist überhaupt keine Lösung. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von tranceporter78 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Aus eigener Erfahrung...
Ich habe das Buch nun zum zweiten Mal gelesen. Beim ersten Mal habe ich darüber gelacht, ich hatte noch kein Kind in der Schule. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von DM72 veröffentlicht

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Nach dem Titel erwartete ich eine kritische, vielleicht zynische Auseinandersetzung mit Lehrern und Schule. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Apobank München veröffentlicht

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Gut formuliert und treffend auf den Punkt gebracht. Lehrer müssten eigentlich rot anlaufen, wenn sie das Buch lesen, so sehr wird ihnen der Spiegel vorgehalten (ich rede... Lesen Sie weiter...
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5.0 von 5 Sternen Traurig aber wahr
Ich konnte alles nachvollziehen, so ist es nun einmal, das Buch ist unbedingt zu empfehlen.
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Natürlich wird das schreckliche Wort nicht ausgesprochen, man überlege aber einmal sachlich, was eigentlich "Rassismus" bedeutet: Die Festlegung einer Gruppe von Menschen, die... Lesen Sie weiter...
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