"Das Leben wird schöner, Anne" war mein allererstes Berte-Bratt-Buch, mittlerweile habe ich viele gelesen: es ist immer noch eines der besten. Anne kommt von einem kleinen Bauernhof (ohne Strom, ohne fließend Wasser) in eine Großstadt, um das Gymnasium besuchen zu können. Nach dem ersten Kulturschock lebt sie sich ein, lernt Jess kennen, der aus einem total anderen Milieu kommt, und muß sich, meistens ohne Geld, durchschlagen. Die Geschichte wird wunderbar warmherzig und glaubwürdig erzählt, auch wenn sie mittlerweile ein klein wenig angestaubt wirkt: die Bewohner abgelegener westnorwegischer Bauernhöfe haben heutzutage auch Fernsehen und Handy und allein mit Stricken und Fußbodenwischen kann man heute (leider) kein Studium mehr finanzieren. Aber so als kleiner Ausflug in eine heile Welt eignet sich das Buch wunderbar (und eher für Erwachsene als für Jugendliche).