Jeremy Fink erhält zu seinem 13. Geburtstag eine verschlossene Holzkiste, die den Sinn des Lebens verbirgt. Hinterlassen hat ihm dieses Geschenk sein 5 Jahre zuvor verstorbener Vater. Leider sind die Schlüssel zu der Kiste spurlos verschwunden und Jeremy begibt sich zusammen mit seiner Freundin Lizzy auf die Suche nach ihnen. Was folgt ist eine abenteuerliche Odysee quer durch New York bei der die beiden und mit ihnen der Leser aller Hand skurrile Ereignisse erleben und wundersame Begegnungen machen.
Die Idee, nach dem Tod eines geliebten Menschen ein Geschenk von diesem zu erhalten, ist nicht neu, ähnliche Umsetzungen gab es bereits in "PS - Ich liebe dich" oder "Für immer, dein Dad", aber Wendy Mass hat viele neue Facetten eingebracht. Besonders die Wendung des Plots zum Ende der Geschichte hin kam für mich überraschend und regte mich zum Nachdenken über die gelesene Geschichte an.
Der besondere Reiz dieses Buches liegt für mich in den skurrilen Charakteren, die sie geschaffen hat: Jeremy, der Süßigkeiten-Fehlproduktione n sammelt, und die Stunde von Jeremy, kurz S.v.J., zwischen 23 und 24 Uhr dazu nutzt, sein Allgemeinwissen zu erweitern. Lizzy, die gefundene Spielkarten sammelt, aber jede nur ein einziges Mal, bis sie ein vollständiges Kartendeck zusammen hat. Jeremys Mutter, die außer Essen und Jeremys Kleidung nichts neu kauft, denn Neu-Kaufen kann jeder, deshalb ist ihre Wohnungseinrich tung ein Sammelsurium aus Flohmarktkäufen und Sperrmüllschnäppchen.
Das Buch hat mich sehr gut unterhalten, mich zum Lachen, zum Nachdenken und einmal auch fast zum Weinen gebracht, ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen und hoffe, dass es noch viele Leser finden wird & weitere Bücher von Wendy Mass ins deutsche übersetzt werden.