man ist eigentlich nur froh, wenn diese unsäglichen 83 Minuten vorbei sind. Was sich Herr Levy dabei gedacht hat, entzieht sich jeglicher Kenntnis, und ich konnte sogar seinen beiden vorherigen Filmen noch einiges abgewinnen, wennbei die auch nicht mehr das waren, was Herr Levy mal in seinen Jugendjahren gedreht hat. An diesem Machwerk ist nun wirklich absolut nichts lustiges mehr, und wenn sein Hauptdarsteller (Alter-Ego) versucht, ein offensichtlich bescheuertes Drehbuch, an dem er fünf Jahre gearbeitet hat, zu verfilmen, kommt es einem vor, als ob Herr Levy hier versucht, Gedanken, Ideen, die er die letzten fünf oder mehr Jahre hatte, und die noch nie für einen Film gereicht hätten, endlich zu verfilmen. Noch dazu, Herr Schweiger macht es ja vor, nimmt er seine vollkommen talentfreie Tochter mit ins Boot, stellt eine lustige Riege von mehr oder weniger talentfreien deutschen Möchtegernschauspielern (Yvonne Catterfield etc.) zusammen, (wann war Meret Becker nach ihren Auftritt als Sängerin in den 80er Jahren bei Kleine Haie je wieder annähernd gut?), sowie, ach wie klug, eine Anzahl von wirklich guten Schauspielern (Julia Jentsch etc.), die bei einer Party jeweils einen Sekundenauftritt absolvieren (und sich wahrscheinlich heute noch ärgern, dass sie dafür jemals zugesagt zu haben) und denkt wahrscheinlich das das dann schon zieht. Was sollen diese unsäglich schlechten Mastrojani und Sophia Loren Doppelgänger? Und um was in aller Welt erlaubt sich Herr Levy, Hitchcock zu kopieren. Wenn sie sich einen Abend mal richtig ärgern wollen, sehen sie sich diesen Film an, aber besser, Sie sehen 83 Minuten aus dem Fenster, da haben Sie mehr davon. Ach ja, ein Gutes hat die DVD, den Trailer zu Tom Tykwers 'Drei'.