Aus der Amazon.de-Redaktion
Lara Fritzsche, die als freie Journalistin für DIE ZEIT und die Neue Züricher Zeitung schreibt und mit 25 Jahren schon mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Axel-Springer-Preis ausgezeichnet wurde, begleitet – fiktiv – eine Abi-Klasse durch das letzte Schuljahr und die Abi-Prüfung, auf die Abi-Feier und die Abschlussfahrt und zum ersten Wiedersehen der frischen Studenten, Bundeswehrsoldaten und Berufseinsteiger.
Für die Generation „Look @ me“ ist es völlig normal, Tag und Nacht online zu sein und sich permanent möglichst interessant zu präsentieren, als wäre das Leben eine einziges Casting. Die Jungs und Mädchen sind extrem leistungsorientiert, nicht nur was Schulnoten und Karriere angeht. Für den perfekten Körper kann man schon mit einer Essstörung leben, und Kinder will man später nur mit dem hundertprozent richtigen Partner. Um diesem ganzen Stress für ein paar Stunden zu entgehen, wird abends Party gemacht – ohne dass die toleranten Eltern was dagegen hätten. Doch nach der letzten Prüfung und der letzen Fete heißt es gestern wie heute für die Abiturienten „Abtauchen ins reale Leben“.
Die Form der Reportage verleiht der Geschichte Authentizität und Spannung. Der Leser hat das Gefühl, Sophia, Tim, Wendy, Dennis, Atina Jan und Dani persönlich zu kennen. Die Charaktere wirken echt und verkörpern glaubwürdig ihre Generation. Sie sprechen über Schule, Freundschaft, Liebe und Sex, Leistungsdruck und Zukunftsperspektiven, Aufbruchstimmung und Wehmut.
Dagmar Rosenberger
Kurzbeschreibung
Nie zuvor ist mehr von Abiturienten erwartet worden: Sie sollen zügig und fleißig studieren, zugleich ihre Träume verwirklichen, fürs Alter vorsorgen und dabei bloß keine Spießer werden. Viele Kinder sollen sie auch noch bekommen - aber was wollen sie selbst? Abiturfeier in einem Kölner Gymnasium. Der Moment, auf den alle so lange gewartet haben, ist endlich da. Stolz und Euphorie liegen auf den Gesichtern von Alexa, Tim und Rike - und ein Hauch Wehmut. Denn jetzt gilt es! Zu keiner Zeit hatten Deutschlands Abiturienten so viele Optionen wie heute: In Australien einen Bachelor machen? In London ein Praktikum? Einen deutsch-französischen Doppelstudiengang? Alles ist möglich, nur Scheitern nicht erlaubt. Ein Jahr lang hat die 25-jährige Journalistin Lara Fritzsche eine Abschlussklasse begleitet. Die Zeit reicht von Silvester, als alle miteinander noch einmal unbeschwert feiern wollen, über die Prüfungen, Abschlussfeiern, Bewerbungen, Auslandsreisen bis zum Umzug und Studienbeginn. Weihnachten treffen sie sich wieder und ziehen Bilanz. Ein Jahr der großen Entscheidungen. Und keine darf vermasselt werden, denn der Druck ist riesig. Lara Fritzsche schildert anschaulich, was heute im Abitur verlangt wird und wie sich Abiturienten darauf vorbereiten. Und warum ein ordentlicher Vollrausch dabei manchmal durchaus zuträglich ist. Was den 18-/19-Jährigen Familie und Freundschaft, Liebe und Sex bedeuten - und was das Internet damit zu tun hat, dass sie reifer und zynischer sind, als es Abiturienten noch vor zehn Jahren waren. Feinfühlig und äußerst unterhaltsam zeichnet sie das Bild einer Generation, die keine Illusionen mehr hat und trotzdem das Gute will, für die Welt und für sich selbst.