Web oder Online Comics gehören heutzutage zur Comic Landschaft wie ein Nutella-Brötchen zu einem Samstagmorgen Frühstück.
Und wenn wir gerade schon über Nuss-Nougat-Creme aus Stadt Allendorf reden, fällt der Übergang zu Das Leben ist kein Ponyhof" leicht. Die Heldin dieser Strips, Sarah, die es nun mithilfe des Zwerchfell Verlages von einem Online Comic zu einer Printversion gebracht haben, verspeist gern Nütella - am liebsten direkt aus dem Glas. Zu ihrer illustren Wohngemeinschaft zählen der vorlaute Fliegenpilz, El Pilzo, der Zwergelefant Ngumbe und natürlich Butterblume, ein Pony.
Im vorliegenden Band werden die Strips von Mai 2009 bis Silvester 2010 veröffentlicht.
Sarah erklärt uns in den Strips die Welt. Dabei nimmt sie beispielsweise Skizzenjäger aufs Korn, aber wie es sich für eine gute Beobachterin gehört, vergisst sie nie, sich selbst gehörig auf die Schippe zu nehmen. Egal, ob es sich dabei um die Schweinegrippe, Blind Dates, neue Erkenntnisse über Erdmännchen oder eine scheinbar derangierte Signierstunde auf der Frankfurter Buchmesse handelt, Sarah Burrini erzählt und zeichnet ihre Strips pointiert, zur Unterhaltung des Lesers politisch nicht immer oder besser beinahe korrekt, witzig und nie belanglos. Anspielungen auf Star Wars, Star Trek, Buffy und viele andere Highlights der TV- und Filmgeschichte offenbaren ein großes Nerdwissen, das die ohnehin gelungenen Strips regelmäßig noch toppt.
Das Vorwort hat Christopher Bünte geschrieben, der beim Lesen des Ponyhofs nach eigenem Bekunden nie laut lachen, aber immer schmunzeln muss.
Ich verfüge offenbar über ein simpleres Gemüt, denn ich musste mehrere Male laut loslachen.
Am besten genießt man Das Leben ist kein Ponyhof" pur, also wie Sarah Nütella - direkt aus dem Glas und nie mit zu viel Brötchen.