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Bücher, die die Erfahrungen von Deutschen in und mit Italien widerspiegeln und dementsprechend mit dem Etikett „Liebeserklärung an Italien“ versehen werden, sind große Mode und überschwemmen zurzeit schier den Buchmarkt: Von Stefan Ulrichs
Quattro Stagioni über Luigi Brognas
Spätzle al dente, Maria Carmen Moreses
Amore, amore! und Luzie Bronders
Liebe all’arrabiata bis – natürlich – zu Jan Weilers
Maria, ihm schmeckt’s nicht: Sie alle reiten auf derselben Welle. Nun tut man gut daran, solchen literarischen Trends erst einmal mit einer gewissen Portion Misstrauen zu begegnen (das Stichwort „romantischer Vampirroman“ mag hier als Beleg dienen), aber Uli T. Swidler hat mit seinem 2009 erschienenen Roman
Toskana für Arme ein so charmantes, warmherziges, witziges und kluges Buch vorgelegt, dass alle potenziellen Vorbehalte auf einen Streich entkräftet sind.
Und nun also die Fortsetzung: Max, der aus Liebeskummer Deutschland verlassen und sich – als erster Deutscher – in einem kleinen toskanischen Dorf am (fiktiven) Monte Dolciano niedergelassen hatte, hat sich eingerichtet in seinem neuen Leben und knüpft wieder zarte Bande zu Anna. Doch die Idylle bekommt Risse: Der Maurer Gino, Max’ engster Freund, steht kurz vor dem Konkurs – und das nur, weil ein reicher Deutscher seine Schulden nicht bezahlt. Vor Gericht zu ziehen ist aussichtslos (man ist schließlich in Italien!), also ruft Gino seine neapolitanischen Cousins zu Hilfe. Die gehen das Problem auf ihre Weise an und bringen dabei das beschauliche Dorfleben komplett durcheinander…
Eigentlich muss man über dieses Buch gar nicht viele Worte verlieren: Wer Toskana für Arme gelesen hat, wird von sich aus hocherfreut zu Das Leben ist eine Nudel greifen und dies auch keine Sekunde bereuen – die Fortsetzung steht dem ersten Teil in nichts nach. Wer Teil eins hingegen nicht kennt, sollte damit anfangen – und wird dann wiederum nach der Lektüre hocherfreut … und so weiter. Wie das halt so ist mit rundum geglückten Fortsetzungen. -- Katharina Vogt
Kurzbeschreibung
«Das Leben ist eine Nudel, Max. Ist es zu hart, ist es unverdaulich; ist es zu weich und wabbelig, macht es keinen Spaß. Al dente, Max. Nichts schmeckt besser als al dente.» Dies ist eine der vielen Lebensweisheiten von Gino, dem kleinen Maurer und Max’ bestem Freund in Italien. Max hat da seine Zweifel: Ist das nicht ein bisschen wenig Weisheit für die gesamte Strecke zwischen Geburt und Tod? Für die anstehenden Probleme reicht sie jedenfalls nicht. Gino droht pleitezugehen, weil Horst «Spaccone» seine Rechnungen nicht bezahlt. Die neapolitanischen Cousins, von Gino um Hilfe gebeten, nehmen die Sache todernst, schließlich geht es auch um «bella figura». Zu allem Überfluss lässt sich Gino dann noch auf den örtlichen Mafioso Volpini ein, der eine fette EU-Subvention in die eigene Tasche umleiten will. Kurzum: Es herrscht Chaos. Und vor diesem Hintergrund soll Anna sich entscheiden, zu Max auf den Monte Dolciano zu ziehen?
Über den Autor
wurde neben Bayer Leverkusen geboren, machte Rockmusik, studierte in Köln, schnupperte Theaterluft und arbeitete viele Jahre als Autor und Moderator für Radio und Fernsehen. 1997 hängte er den Journalismus an den Nagel, um sich ausschließlich dem Schreiben zu widmen. Der Autor lebt seit 20 Jahren auf dem Monte Dolciano, der in Wirklichkeit ganz anders heißt. "Das Leben ist eine Nudel" ist sein zweiter Roman.