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Produktinformation
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Nur durch Zufall gerät Jan (Jürgen Vogel) eines Abends in eine Straßenschlacht zwischen Demonstranten und der Polizei, aber dieser Zufall verändert alles für ihn. Er begegnet der geheimnisvollen Vera (Christiane Paul) und prügelt sich mit den beiden Männern, die sie verfolgen, nicht ahnend, dass beide Polizisten in Zivil sind. Dieser Zwischenfall bleibt natürlich nicht ohne Folgen. Jan muss die Nacht in Haft verbringen, bekommt eine hohe Geldstrafe und verliert zudem noch seinen Job als Schlachter. Aber er begegnet Vera erneut, und die Liebe könnte ihn alles andere vergessen lassen, verschwände die Musikerin nicht immer in der Nacht heimlich wieder.
Mit Das Leben ist eine Baustelle ist Wolfgang Becker, dem vielleicht überzeugtesten 'Realisten' unter den heutigen deutschen Filmemachern, eine eindrucksvolle Momentaufnahme einer Stadt, Berlin, und einer Zeit, der ausgehenden Kohl-Ära, geglückt. Kleine Episoden und Szenen fügen sich zu einem Mosaik zusammen, das gar nicht erst alle Fragen beantworten will. Das Leben in seiner ganzen Unfertigkeit, seiner Abhängigkeit von Zufällen und seiner verwirrenden Komplexität fängt Becker so ein. Die Verwirrungen der Zeit spiegeln sich in der Unsicherheit seiner Figuren, in ihrem Suchen und ihrer Neigung, sich einfach treiben zu lassen.
Dabei gelingen gerade Christiane Paul und Jürgen Vogel zwei eindringliche Charakterstudien. So verwundbar wie hier war Jürgen Vogel noch nie. Hinter seiner physischen Präsenz, seinem machohaften Auftreten offenbart sich eine Verletzlichkeit, die mehr über diesen Schlachter verrät, als es Dialoge je könnten. Christiane Paul hat mit Vera zum ersten Mal ihren idealen Figurentypus gefunden, eine Frau, die sich jedem Kinoklischee entzieht, die geheimnisvoll wie eine Femme fatale und doch auch ganz natürlich ist. --Sascha Westphal
Die DVD ist in Bild und Ton perfekt (es gibt sogar ein paar liebevoll ausgedachte Surround-Effekte), Untertitelspuren u.a. in Deutsch sind vorhanden. Außerdem dabei: ein paar lustige Outtakes, Infos über die Mitwirkenden und einen längeren Teaser-Trailer. Die 17 Minuten Casting-Aufnahmen haben mir besser gefallen als die meisten "Making of"-Filmchen. Erhellend die Probeszenen mit den nicht deutsch sprechenden Gästen (Ricky und Christina); das ist gelebtes europäisches Kino.
Jan und Vera finden sich per Zufall, beide geheimnsivoll und unnahbar, jeder hat sein Privatleben vor dem er meint, sich verstecken zu müssen. Und beide kleben aneinander, verlieren sich, finden sich wieder, gehen gemeinsame Wege. Ebenso Jans neuer Freund Buddy, mit dem er sich bald die Wohnung seines verstorbenen Vaters teil. Auch Buddy ist vom Leben gezeichnet, hängt gedanklich in der Vergangenheit und verflossenen Musikererfolgen und -träumen fest, verliebt sich in eine junge Griechin die mitten in der Stadt ohne Geld und ohne ihren Bruder strandet. Und dann ist da noch Jans Schwester Lilo und ihr Freund Harry, den die kleine Tochter Jenny gar nicht leiden kann und sich umso enger an Jan klammert.
Das Leben ist eine Baustelle - der Titel ist Programm. In Wolfgang Beckers Film bauen und basteln die Protagonisten noch an ihrem Leben. Alles scheint brüchig. Alle sind auf der Suche: Nach sich selbst, nach anderen, nach ein bißchen Glück und großer Liebe. Sensibel und leise, schrill-komisch und laut erzählt Regisseur Wolfgang Becker von Menschen in einer Stadt im Umbruch, von ihren Träumen, Ängsten und Sehnsüchten.
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