Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Zum Einsteigen ganz annehmbar, 12. September 2005
Das Buch besteht aus mehreren Teilen. Im ersten geht es um das „Leben". Kurzweilige, lesenswerte Anekdoten bringen dem Leser nahe, wie King zum Schreiben kam und was er alles durchmachen musste, bis er erfolgreich war. Im zweiten Teil stellt er den Werkzeugkasten zusammen. Das reduziert sich für mich auf Tips wie: Wichtig ist Wortschatz und Grammatik. Sehr viel mehr kommt nicht. Vermeiden Sie das Passiv. Meiden Sie das Adverb. Absätze gestalten. Wer dies vor dem Lesen dieses Buches nicht wusste, hat etwas dazugelernt. Es folgt der dritte Teil „Über das Schreiben". Ich versuche seine Kernsätze zusammenzustellen: -Viel lesen und viel Schreiben (1000 Wörter pro Tag) -Feste Zeiten für das Schreiben und einen eigenen Ort mit Tür haben -Schreib was Du kennst! (großzügig ausgelegt) Spezialgebiet -Geschichten sind Fundstücke (Anregungen findet man überall), Handlungen entwickeln sich -Wichtig ist eine gute Ausgangssituation, die Figuren entstehen nach und nach. -Was wäre wenn? Fragen führen zu interessanten Situationen -Das Geheimnis guter Darstellung sind klare Gedanken und klare Umsetzung- dazu gehören überraschende Bilder und einfache Sprache -Der Dialog verleiht den Figuren Stimme, er ist unerlässlich zur Gestaltung ihres Charakters, nur die Taten sagen uns mehr über eine Person -Beobachten, wie sich die Leute (Figuren) in ihrem Umfeld verhalten und diese Beobachtung ehrlich wiedergeben. -Nach der Vollendung des Werkes Pause machen und überlegen: Worum geht es in der Geschichte (Thematik)? -Das Werk ruhen und reifen lassen -Das Werk ein zweites Mal lesen und überarbeiten. Wenn das Werk Symbolik enthält, bringen Sie es zur Geltung -Werk an Freunde zum Probelesen geben. Hat die Geschichte Tempo? Ist die Vorgeschichte gut geschildert? 1. Fassung minus 10 % = 2. Fassung Sehr schön finde ich im Anhang seine Bücherliste und die Liste mit der im Buch erwähnten Titel. King legt dem Leser ans Herz „The Elements of Style" von William Strunk Jr. und E.B. White zu lesen. Ich habe es gekauft und lese es. Bald mehr darüber.
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50 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Überraschend gutes Buch, für Fans unverzichtbar, 1. Juli 2008
Ich bin seit Jahren King-Fan und habe schon viel von ihm gelesen. Als ich dann gehört habe, dass er eine Art Autobiographie herausbringt, war ich skeptisch, ob daraus ein gutes Buch werden könnte. Ich muss sagen, dass ich sehr positiv überrascht wurde.
"Das Leben und das Schreiben" ist in zwei Teile aufgeteilt. Nach drei (!) recht kurzen Vorwörtern folgt der Abschnitt "Lebenslauf". In diesem Teil erzählt King in chronologischer Reihenfolge überraschend offen und ehrlich von Erinnerungen und Ereignissen aus seinem bisherigen Leben, von seiner Kindheit bis heute. Er berichtet von traumatisierenden Erlebnissen aus seiner frühen Jugend, wie er zum Schreiben kam und nach und nach den Durchbruch schaffte. Das Ganze liest sich überraschenderweise fast genauso spannend wie seine Romane: Sehr kurzweilig und mit einer großen Portion Selbstironie und Sarkasmus. Also keineswegs trocken und langweilig! Ob das jemanden interessiert, der ein oder zwei Bücher von ihm gelesen hat, muss jeder selbst entscheiden. Dauerleser und Fans aber erfahren endlich mehr über die Hintergründe der Bücher und erkennen an mancher Stelle, welche Erlebnisse ihn zu Buch xy inspiriert haben.
Es folgt zunächst ein kleiner Abschnitt: "Was Schreiben ist". King geht in diesem Teil zur 2. Hälfte des Buchs über. Dieser ist für alle gedacht, die schon immer mal ein eigenes Buch schreiben wollen, aber nicht wissen, wie sie anfangen sollen. Dies versucht King nun ausführlich und mit hervorragenden Tipps zu erläutern. Er erklärt an einzelnen Beispielsätzen die richtige Grammatik, geht auf den Gebrauch von Adverben und Passiv ein und spricht über Schreibstile. Detailliert erklärt er, wieviele Seiten er pro Tag schreibt, wie lange er braucht, woher er seine Ideen nimmt, womit er anfängt, weshalb er überhaupt schreibt. Er diskutiert mit dem Leser, worüber er schreiben könnte und wie man Dinge und Orte so anschaulich beschreibt, dass im Kopf des Lesers Vorstellungsbilder erzeugt werden.
Hierbei offenbart er sein ganzes literarisches Wissen, indem er Ausschnitte aus Büchern von den "Großen" der englischen und amerikanischen Literatur zitiert: Hemingway, Steinbeck, Faulkner, um nur ein paar zu nennen. Obwohl er Literatur studiert hat, war ich überrascht, wieviele Bücher er schon gelesen hat.
Anhand dieser Textbeispiele erklärt er seine Thesen und Ideen klar und verständlich: Wie man realistische Dialoge formuliert, wie man einen fertig geschriebenen Text überarbeitet und was man rausstreichen kann, damit er sich flüssiger liest. Sogar den Brief, den er schrieb, um einen Agenten zu finden, druckt er ab.
Wer jetzt glaubt, das alles klingt nach trockenem Deutsch-Schulunterricht, der irrt gewaltig. King schafft es, diese "Lektüre" über das Schreiben genauso humorvoll und kurzweilig zu schreiben wie man es von ihm gewohnt ist.
Das Buch enthält noch drei Nachträge. Im ersten erzählt King ausführlich davon, wie sich sein schwerer Unfall von 1999, bei dem er fast gestorben wäre und der sein Leben verändert hat, wirklich zugetragen hat. Der 2. Nachtrag enthält eine Kurzgeschichte, die er später unter dem Titel "Zimmer 1408" veröffentlicht hat. Anhand dieser Geschichte zeigt er, wie man einen fertig geschriebenen Text überarbeitet und was man getrost kürzen / rausstreichen kann. Da King in seiner Fanpost oft danach gefragt wird, was er privat liest und empfehlen würde, besteht der dritte Nachtrag aus einer Bücherliste mit seinen persönlichen Literatur- und Belletristik-Favoriten. Im Anhang des Buchs werden außerdem alle Werke anderer Autoren, die er innerhalb des Buchs erwähnt hat mit genauen bibliographischen Angaben aufgelistet, falls man eines davon lesen möchte.
Fazit: Ein kurzweiliges, witziges, kluges und durchweg interessantes Buch, das für Fans unverzichtbar und für alle, die schon immer mal selbst etwas schreiben wollten und mehr über das Handwerk eines Autors bzw. die Entstehung eines Romans erfahren wollten, empfehlenswert ist.
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47 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Meisterleistung!, 22. Juni 2007
Dieses ungewöhnliche Buch von King habe ich mehrere Male gelesen und immer wieder neue Facetten daran entdeckt. Hinter dem Autor King, der zu seinen besten Zeiten phänomenale Weltbestseller in Serie schrieb, scheinen in diesem Buch wie Schattenrisse immer neue Persönlichkeiten aufzutauchen, von denen jede auf ihre Art mit dem Schreiben zu tun hat.
King zeigt uns viel von sich selbst: den Jungen, den die Lust an den Worten trieb, den Heranwachsenden, der um jeden Preis veröffentlichen wollte, den Mann, der an seine Grenzen stieß und an sich selbst verzweifelte. Schonungslos geht King in diesem Buch über das Leben und das Schreiben (beides ist für ihn meist eines!) mit sich selbst ins Gericht, er erspart weder sich noch dem Leser, was Schreiben mit einem Menschen anstellen kann, im Guten wie im Schlechten.
Gerade diese vielschichtige Herangehensweise an einen Schaffensprozess, der sich oftmals jenseits gerader Bahnen und ausgeklügelter Regeln bewegt, ist das, womit King den Nerv aller trifft, die sich selbst dem Schreiben verschrieben haben.
Für mich fängt dieses Buch genau da an, wo Schreibratgeber aufhören.
Der Teil, in dem er auf handwerkliche Fragen eingeht, ist sicher auch interessant, aber teilweise entweder zu allgemein gehalten oder zu speziell. Trotzdem ist auch dieser Einblick in die Werkzeugkiste nicht von schlechten Eltern, man erfährt viel über Technik und Handwerk.
Mein Fazit: "Das Leben und das Schreiben" sollte im Regal von King-Fans nicht fehlen. Glatte fünf Sterne, eigentlich (wenn das ginge) sogar gerne sechs.
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