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Das Leben und das Schreiben
 
 
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Das Leben und das Schreiben [Taschenbuch]

Stephen King
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (78 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (1. September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548368719
  • ISBN-13: 978-3548368719
  • Originaltitel: On Writing
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (78 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 247.121 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Stephen King
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Warum sollte gerade ich von der Arbeit des Schriftstellers berichten? Wieso war gerade ich der Ansicht, etwas Sinnvolles darüber zu sagen zu haben?" Diese Fragen stellt sich Stephen King im ersten -- von drei -- Vorwörtern seines neuen Buches. Nach kurzem Hin-und-Her erklärt er: "Dieses Buch ist ein Versuch, kurz und bündig darzulegen, wie ich zu dieser Kunst kam, was ich inzwischen über sie weiß und wie sie gefertigt wird."

Dieser Aufgabe stellt er sich in zwei Teilen, dem "Lebenslauf" und dem "Werkzeugkasten". Über Stephen Kings Leben ist viel geschrieben worden, doch es überrascht, dass der offenste und schonungsloseste Bericht ausgerechnet von ihm selbst kommt. Er erzählt freimütig von seiner Kindheit und Jugend, seinen ersten Schreibversuchen und dem langersehnten Erfolg. Der Weg zum Bestsellerautor war schwierig, daran lässt King keine Zweifel, aber auch das Leben als Superstar hat seinen Preis. Über Alkohol und Drogen, über seinen überdimensionalen Schreibtisch und die Auseinandersetzungen mit seiner Frau Tabitha legt er Rechenschaft ab. Heute lebt er sehr zurückgezogen und spendet viel Geld an Bibliotheken und Krankenhäuser.

Der zweite Teil handelt vom eigentlichen Thema des Buches, dem Schreiben selbst (das Original trägt den Titel On Writing). Darin erläutert er, wie er selbst sein Handwerk ausübt, vergleicht dies mit der Arbeitsweise anderer Autoren, gibt Ratschläge, worauf angehende Schriftsteller achten und was sie vermeiden sollen. Er geht sehr detailliert vor, und immer wieder wundert man sich, dass sein Credo lautet: kurz fassen. Schließlich haben seine Bücher selten unter 500 Seiten.

Mit Danse Macabre hat Stephen King 1981 einen Ausblick auf die ihn umgebende Welt der Horrorliteratur und der Horrorfilme gegeben. In Das Leben und das Schreiben gestattet er uns einen Einblick in seine private Welt. Beide Bücher sind über die Maßen spannend und lehrreich. Wirklich herausragend werden sie allerdings durch eine Eigenschaft, die auch die meisten seiner Romane auszeichnet: sie gehen uns nahe. Ein größeres Kompliment kann man einem Schriftsteller kaum machen. --Felix Darwin -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Zum ersten Mal gibt Stephen King Einblick in sein Leben und in die Entstehung seiner Romane und Geschichten. Lebendig und aufschlußreich berichtet er von Kindheit und Jugend, seinen Sehnsüchten, Ängsten und Glücksmomenten und seiner Lust am Schreiben. Ein so kluges wie sensibles und gleichzeitig packendes Buch über gelebte Literatur.

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Kundenrezensionen

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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Judith
Format:Gebundene Ausgabe
... zu denen ich aber nicht gehöre. Man fragt sich bei der Lektüre wirklich, warum Herr King nicht ab und an eine Komödie oder Glosse schreibt, denn auch das kann er, wie er im ersten Teil des Buchs beweist. Stellenweise habe ich gewiehert vor Lachen! Seine Selbstironie ist bestechend. Und auch die Tatsache, dass er sich nicht scheut, seinen Lebensabschnitt unter Drogen darzustellen, fand ich bewundernswert. Der zweite Teil des Buchs, also der Teil über das "wie lerne ich Romane schreiben" ist sehr aufschlussreich und informativ. Allerdings merkt man sehr schnell, dass hier ein Meister seines Fachs, ob man ihn nun mag oder nicht, schreibt. Sein Motto "setzt Dich einfach hin und schreib, der Rest (Einfälle und Handlung) kommt ganz von alleine" mag vielleicht nicht gerade auf Otto Normalverbraucher zutreffen. Trotzdem sind seine Ausführungen sehr interessant und vor allem auch unterhaltsam. Absoluter Lesetipp!!!
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von MissCabyCane VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Ich bin seit Jahren King-Fan und habe schon viel von ihm gelesen. Als ich dann gehört habe, dass er eine Art Autobiographie herausbringt, war ich skeptisch, ob daraus ein gutes Buch werden könnte. Ich muss sagen, dass ich sehr positiv überrascht wurde.

"Das Leben und das Schreiben" ist in zwei Teile aufgeteilt. Nach drei (!) recht kurzen Vorwörtern folgt der Abschnitt "Lebenslauf". In diesem Teil erzählt King in chronologischer Reihenfolge überraschend offen und ehrlich von Erinnerungen und Ereignissen aus seinem bisherigen Leben, von seiner Kindheit bis heute. Er berichtet von traumatisierenden Erlebnissen aus seiner frühen Jugend, wie er zum Schreiben kam und nach und nach den Durchbruch schaffte. Das Ganze liest sich überraschenderweise fast genauso spannend wie seine Romane: Sehr kurzweilig und mit einer großen Portion Selbstironie und Sarkasmus. Also keineswegs trocken und langweilig! Ob das jemanden interessiert, der ein oder zwei Bücher von ihm gelesen hat, muss jeder selbst entscheiden. Dauerleser und Fans aber erfahren endlich mehr über die Hintergründe der Bücher und erkennen an mancher Stelle, welche Erlebnisse ihn zu Buch xy inspiriert haben.

Es folgt zunächst ein kleiner Abschnitt: "Was Schreiben ist". King geht in diesem Teil zur 2. Hälfte des Buchs über. Dieser ist für alle gedacht, die schon immer mal ein eigenes Buch schreiben wollen, aber nicht wissen, wie sie anfangen sollen. Dies versucht King nun ausführlich und mit hervorragenden Tipps zu erläutern. Er erklärt an einzelnen Beispielsätzen die richtige Grammatik, geht auf den Gebrauch von Adverben und Passiv ein und spricht über Schreibstile. Detailliert erklärt er, wieviele Seiten er pro Tag schreibt, wie lange er braucht, woher er seine Ideen nimmt, womit er anfängt, weshalb er überhaupt schreibt. Er diskutiert mit dem Leser, worüber er schreiben könnte und wie man Dinge und Orte so anschaulich beschreibt, dass im Kopf des Lesers Vorstellungsbilder erzeugt werden.
Hierbei offenbart er sein ganzes literarisches Wissen, indem er Ausschnitte aus Büchern von den "Großen" der englischen und amerikanischen Literatur zitiert: Hemingway, Steinbeck, Faulkner, um nur ein paar zu nennen. Obwohl er Literatur studiert hat, war ich überrascht, wieviele Bücher er schon gelesen hat.
Anhand dieser Textbeispiele erklärt er seine Thesen und Ideen klar und verständlich: Wie man realistische Dialoge formuliert, wie man einen fertig geschriebenen Text überarbeitet und was man rausstreichen kann, damit er sich flüssiger liest. Sogar den Brief, den er schrieb, um einen Agenten zu finden, druckt er ab.

Wer jetzt glaubt, das alles klingt nach trockenem Deutsch-Schulunterricht, der irrt gewaltig. King schafft es, diese "Lektüre" über das Schreiben genauso humorvoll und kurzweilig zu schreiben wie man es von ihm gewohnt ist.

Das Buch enthält noch drei Nachträge. Im ersten erzählt King ausführlich davon, wie sich sein schwerer Unfall von 1999, bei dem er fast gestorben wäre und der sein Leben verändert hat, wirklich zugetragen hat. Der 2. Nachtrag enthält eine Kurzgeschichte, die er später unter dem Titel "Zimmer 1408" veröffentlicht hat. Anhand dieser Geschichte zeigt er, wie man einen fertig geschriebenen Text überarbeitet und was man getrost kürzen / rausstreichen kann. Da King in seiner Fanpost oft danach gefragt wird, was er privat liest und empfehlen würde, besteht der dritte Nachtrag aus einer Bücherliste mit seinen persönlichen Literatur- und Belletristik-Favoriten. Im Anhang des Buchs werden außerdem alle Werke anderer Autoren, die er innerhalb des Buchs erwähnt hat mit genauen bibliographischen Angaben aufgelistet, falls man eines davon lesen möchte.

Fazit: Ein kurzweiliges, witziges, kluges und durchweg interessantes Buch, das für Fans unverzichtbar und für alle, die schon immer mal selbst etwas schreiben wollten und mehr über das Handwerk eines Autors bzw. die Entstehung eines Romans erfahren wollten, empfehlenswert ist.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von T. Binder
Format:Taschenbuch
Stephen King ist wohl unzweifelbar einer der Schriftsteller, die unsere kulturelle Welt der letzten Jahrzehnte markant verändert haben. Ich habe, wie Sie wahrscheinlich ebenfalls, einen nach dem anderen seiner zahlreichen Titel (ich will es sogar 'Werk' nennen) rauf- und runtergelesen - mein persönlicher Anfang mit Kings Universum hat allerdings interessanterweise an dessen Ende bzw. Zentrum angefangen: in der demprimierend unterschätzten Reihe seiner 'Dunklen Turm' bzw. 'Dark Tower' Septologie. Aber dies gehört woanders hin...

"Das Leben und das Schreiben" umfasst wohl ein Best-Of von Kings prägenden Lebenseindrücken seiner Vergangenheit und Gegenwart, dass in einen behutsamen (aber andererseits auch schonungslosen) Ansatz seiner eigenen Schreibrichtlinien und -rituale sowie Tipps für Anfänger verläuft.
King macht einen erzählerischen Bogen von seiner Kindheit und Schulzeit, in der er provokantes Material in der lokalen Schülerzeitung veröffentlichte über seine College-Zeit, in der er seine Frau Tabitha und wenig später seine ersten Kinder kennen und lieben lernte. Damals gebrauchte er das Schreiben wohl mehr als emotionales Ventil von seiner harten, körperlichen Arbeit denn als ästhetischen Ausdruck seiner stärksten Emotionen. Jenen Bogen spannt er weiter bis zu seinem literarischen Durchbruch mit Carrie und seiner weiteren, neuen Karriere bis zur Gegenwart (ca. 2002).

Dies schafft King faszinierenderweise mit einer warmen, einsichtigen und genauso hart realistischen, ehrlichen Narrative, wie wir sie aus seinen Romanen kennen und die genau aus diesem Grund nie wie eine seichte Biografie klingt.
Währenddessen streut er immer wieder kleine Denkanstöße für den interessierten Schriftsteller-Neuling aus, wie z.B. seine Abneigung gegen gewisse Charaktere und dem damit verbundenem, metaphysischen Eigenleben der eigenen geschaffenen Charaktere, das sich ab einem gewissen Punkt einer Geschichte entwickelt. Dies hat mich besonders fasziniert, da ich dies davor selbst im Schreibprozess erlebt habe und mein Geisteszustand von jemandem wie Stephen King absolut bestätigt wurde (ich bin mir bewusst, dass ich mir viel zu viel darauf einbilde :-) - aber genug von mir.)

Etwa ab der Hälfte des Buches kommt King mehr zu methodologischen und praktischen Tricks, Tips und Gedanken über das Schreiben an sich, denen ich hier nicht vorgreifen möchte. Nur soviel: jedes Wort ist überlegt, einsichtig und regt zum Nachdenken bzw. Meinungsbilden an und genau das und nicht mehr kann eine Anleitung für irgendetwas kreatives bewirken.

Eine Sache, die mir etwas auf den Magen schlägt: die meisten meiner Vorredner hier haben seine Aussage, dass man ein angeborenes Talent haben muss und nicht über eine gewisse qualitative Stufe hinauswachsen kann, in den Mittelpunkt gestellt. Vor allem etwas entmutigt, wie mir scheint und auch verständlich ist.
Was sie dabei aber übersehen, ist die Tatsache, dass King sich selbst 'nur' als guten Autor bezeichnet, er also seiner Meinung nach genauso wenig die höhere Stufe der Genies erreichen könne. Angesichts seines kommerziellen Erfolges und (noch viel wichtiger!) der Qualität seines mythischen, berührenden Erzählstils sowie seiner plastischen Charaktere und dem Bewusstsein, dass selbst er noch nicht das Omega der Narrative darstellt, scheint mir persönlich eine solche Diagnose nicht mehr so trist und hoffnungslos, wie manche sie hier interpretiert haben.
Man muss bzw. darf also nicht sofort die Flinte ins Korn werfen, sondern mit dem eigenen Stil experimentieren und diesen entwickeln, solange man selbst Spaß daran hat und mit seinen Experimenten (oder natürlich auch ernsthaften Projekten) zufrieden ist.

Fazit: egal, ob Sie an Kings Vegangenheit, seinem Schreibprozess oder an generellen Tips für Schriftsteller-Neulinge interessiert sind, hier werden Sie viele, viele Einsichten und Perspektiven finden und lernen, diese zu nutzen.
Für mich als jemandem, der kurz vor der Veröffentlichung seines ersten Romans steht, eine klare 5-Sterne-Empfehlung!
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