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Das Leben des Propheten: Mit einer Genealogie der Stämme Arabiens und arabischen Kalligraphien
 
 
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Das Leben des Propheten: Mit einer Genealogie der Stämme Arabiens und arabischen Kalligraphien [Gebundene Ausgabe]

Ibn Ishaq , Gernot Rotter
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 300 Seiten
  • Verlag: Gorski & Spohr Verlag; Auflage: 5., vollst. überarb. Aufl. (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3927606227
  • ISBN-13: 978-3927606227
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Mu?ammad Ibn-Is??q
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Die BIBLIOTHEK ARABISCHER KLASSIKER ist ein faszinierendes Stück der Weltliteraturgeschichte. Die Edition leistet zugleich einen wichtigen Beitrag, den von uns gewünschten Dialog mit der arabischen Welt auf eine gleiche Augenhöhe zu heben." (Dr. Kurt-Jürgen Maaß, Generalsekretär im Institut für Auslandsbeziehungen) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Der Prophet Mohammed, der Begründer des Islam, der jüngsten der drei großen monotheistischen Weltreligionen, ist eine der faszinierendsten Gestalten der Weltgeschichte. Der Autor Ibn Ishâq (704–768 n. Chr.) sammelte bereits hundert Jahre nach Mohammeds Tod alle verfügbaren Nachrichten. Sein umfangreiches Werk lässt uns Mohammed noch nicht in der verklärten Gestalt eines Heiligen erscheinen, sondern als irdisches, ja manchmal sehr irdisches Wesen, das zwar eine göttliche Botschaft verkündete, seine menschlichen Züge aber noch nicht verloren hatte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die spirituelle Bedeutung des Propheten wird in diesem Werk nicht geschildert., 24. April 2011
Ich meine, dieses mittelalterliche Werk wird nicht jedermanns Geschmack treffen. Zum einen hat es einen sehr lakonischen, staubig trockenen, möchte man sagen, Stil, der eine historische Begebenheit an die andere reiht. Es will wohl eher historisch korrekt denn erzählerisch mitreißend sein. Zum anderen verzichtet der Autor bei der Lebensbeschreibung seines Propheten, der ja den Muslimen als "bester aller Menschen" gilt, weitgehend auf die Zeichnung seines Charakters oder seiner spirituellen Lehren. Vielleicht hat dies darin seinen Grund, dass über die geistliche Botschaft Mohammeds ja schon hinreichend viel in den Hadis-Sammlungen der islamischen Tradition zu finden ist, und auch die Kenntnis des Koran wird beim Leser vorausgesetzt, wie einige Anspielungen auf das heilige Buch in Ibn Ishaqs Werk erkennen lassen. Schließlich füllt das Werk beim interessierten Laien gewissermaßen eine Lücke; Weder die Hadise noch die Koran-Suren unterliegen einer zeitlichen Ordnung. Wer aber das Leben des Propheten in kurzer und bündiger Zusammenfassung und in historisch richtiger Reihenfolge kennenlernen möchte, kann dies mit diesem Buch tun. Wer den Propheten als spirituelle Gestalt kennenlernen möchte, muss auf andere Quellen zurückgreifen.
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Muhammad als menschliches Wesen - packend und wirklichkeitsnah, 27. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Leben des Propheten (Broschiert)
«Schlagt eure Zelte weit voneinander auf, aber nähert eure Herzen», mit diesem arabischen Sprichwort im Sinn versucht der Rezensent (der nicht im Zelt der orthodoxen Muslime wohnt), sich dem Menschen Muhammad «mit dem Herzen zu nähern». Ibn Ishaqs Biographie des Propheten kommt ihm da gerade recht, war doch der Autor ein begeisterter Geschichtsschreiber, dem es um objektive unverfälschte Darstellung ging! Zu seiner Zeit war das freilich keineswegs selbstverständlich und folgerichtig wurde sein Werk auch den orthodoxen Theologen verdächtig. Leider ist die Biographie nicht unmittelbar überliefert, sondern nur in der Bearbeitung von Ibn Isham (gest. 830), der u.a. Berichte, «über die es keine koranischen Offenbarungen gibt», sowie «Nachrichten, über die zu sprechen widerwärtig ist», einfach weggelassen hat. Die erstgenannte Zensur ist besonders schmerzlich, denn gerade die Berichte über die außerkoranischen Sprüche des Propheten (über die sogenannten Hadithe) hätten zur Prüfung der Authentizität manch zweifelhafter Teile der Sunna herangezogen werden können. Und Muhammads esoterische Seite, die sich besonders in den sogenannten «hadith qudsi» zeigt und ein hochbedeutendes inneres Wissen offenbart, wird ganz und gar ausgeblendet. Das Schwergewicht liegt auf den äußeren kriegerischen Ereignissen. Dabei hat Ibn Isham einige Stellen mit Rücksicht auf die zu seiner Zeit herrschenden Abbasiden (also im Sinne anti-umayyadischer Propaganda) bearbeitet. Die Übersetzung von Gernot Rotter ist ganz vorzüglich und mit Anmerkungen, einem sehr aufschlussreichen Personenregister und kompetenten Literaturhinweisen ausgestattet.

Ein schönes Beispiel für die Wahrheitsliebe von Ibn Ishaq sind die beiden Kapitel über die Himmelsreise des Propheten, wo er (ohne sie zu kommentieren) verschiedene Versionen der Geschichte, die zum Teil einander widersprechen, nebeneinander stellt. - Gerade die Teile, die Muhammad in einem menschlich unvollkommenen Licht zeigen, bezeugen die Authentizität des Textes. Wir erleben Muhammad u.a. als gerissenen Feldherrn in der Grabenschlacht («... versuche Zwietracht unter unsere Feinde zu säen! Krieg ist nun einmal Betrug»), aber auch wankelmütig und beeinflussbar (beim Kampf am Brunnen von Ma'una, der ein kurios-unglückliches Ende nimmt). Wahrhaft erschütternd ist das Kapitel über die Schlacht von Uhud: Muhammad erlebt seine schwärzeste Stunde. Zutiefst gedemütigt, verwundet, entstellt (er verliert einen Schneidezahn), lässt er sich in seiner Verbitterung dazu hinreißen, «[bei einem Rachefeldzug] dreißig Männer [der Quraish] verstümmeln [zu wollen]», was ihm die Offenbarung der Verse 16:126 des Koran sogleich wieder ausreden muss. (Die von Ibn Ishaq zitierten Koransuren werden übrigens stets im Zusammenhang ihrer konkreten Veranlassung angeführt, was ihrer Verständlichkeit sehr zuträglich ist.) Ja, und dann das Massaker an den jüdischen Banu Quraiza, für das Muhammad zuerst die Verantwortung auf Sa'd ibn Mu'adh abschiebt, um es dann gleichwohl, anscheinend ungerührt, selbst durchzuführen. Mögen die frommen Muslime diesen Vorfall als jenseits von Gut und Böse ansehen, dem Rezensenten lief es beim Lesen eiskalt den Rücken hinunter! Und mit einem Mal wurde er sehr, sehr traurig... Kann man sich dieser Seite des Propheten wirklich «mit dem Herzen nähern»?

Die besiegten Banu Mustaliq andererseits hatten Glück: Muhammad verliebt sich spontan (unter den Augen der eifersüchtigen Aisha) in die Tochter des Stammesfürsten und heiratet sie auf der Stelle, was sämtlichen Gefangenen dieses Stammes die Freilassung einbringt! Ist es Zufall, dass unmittelbar danach das Gerücht von Aishas Seitensprung mit Safwan ibn Mu'attal auftaucht? Neben der schillernden Aisha gibt es weitere hochinteressante Nebenfiguren, den streitbaren Umar, der nach seiner Bekehrung zum 150 %-igen Muslim wird und keine Gelegenheit auslässt kundzutun, wie gerne er «jedem Ungläubigen den Kopf abschlagen würde», den sanften Abu Bakr, die dämonische Hind usw. Merkwürdigerweise sind aber Fatima und Ali fast überhaupt nicht präsent (ist womöglich auch hier politische Zensur am Werk gewesen?).

In den beiden Schlusskapiteln beschleunigt sich das Geschehen dramatisch: Muhammad beneidet die Toten auf dem Friedhof, denn er sieht die kommenden Bürgerkriege unter den Muslimen «wie Fetzen der finsteren Nacht» herannahen und entscheidet sich ganz bewusst - zu sterben! Seine religiöse Mission ist erfüllt, die politische gescheitert, es gibt für ihn nichts mehr zu tun... Umar verdrängt Muhammads Tod, er verkündet öffentlich, der Prophet werde zurückkehren und werde «denjenigen Hände und Füße abschlagen, die behauptet haben, er sei gestorben». Doch Abu Bakr, der von den Muslimen der Aufrichtige (al-Siddiq) genannt wird, entgegnet darauf schlicht: «Oh ihr Menschen! Wenn jemand Muhammad anbetet, Muhammad ist tot! Wenn [aber] jemand Gott anbetet, Gott lebt und wird nie sterben!»
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Aufschlussreiche Lektüre, 25. Oktober 2007
Dies ist die Biographie aus dem 8. Jahrhundert, die klarer Aufschluss gibt über den Islam als der schwer lesbare Koran. Weil das Leben des Propheten das Beispiel ist für jeden Muslim, sind auch die Geschichten in der Biographie wichtig, die zeigen, wie er mit Kritikern umging. Oder welche Taten er selbstverständlich guthiess. Ein Dokument, so wichtig wie die Kairoer Erklärung der Menschenrechte.
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