Pressestimmen
Vasaris Viten sind der Gründungstext der Kunstgeschichte schlechthin. Kaum ein anderes Werk der Zeit darf als verlässlicheres Panorama Italiens in einer seiner reichsten, auch intellektuell verschwenderischen Epochen gelten. (Andreas Beyer, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
»Kein Superlativ scheint gegenüber diesem Werk übertrieben. Vasaris Viten bilden eine geschlossene Geschichte der Kunst des 14. bis 16. Jahrhunderts, damit wurde ihr Autor zum viel beschworenen Vater der Kunstgeschichte . Erstmals liegen damit die Viten in einer Form vor, die vorzüglich lesbar ist, ohne die Genauigkeit der Schilderung preiszugeben. Vasari wie noch nie.« (Horst Bredekamp, Literaturen)
Kurzbeschreibung
Der Lebenslauf Parmigianinos - vom frühbegabten Götterliebling, "mit den Pinseln in der Hand geboren", zum "wilden Mann". Neu übersetzt und kommentiert. Das kurze Leben Parmigianinos (er wurde nur 37 Jahre alt) erzählt Vasari mit Hochachtung und Trauer. Mit Hochachtung spricht er von seiner Kunst, ihrer "Anmut und Zartheit", ihrer "eigentümlichen Art, wunderschöne Landschaften zu schaffen" oder Köpfe mit "ungemein lebendig blickenden Augen".
Respektvoll wird auch der Lebensweg beschrieben, vom verwaisten Kind zum Jüngling, den es nach Rom zieht und der die Plünderung Roms nur durch die Hilfe "einiger Deutscher" überlebt.
Mit Trauer hingegen berichtet Vasari, daß Parmigianino "keine Güter, sondern nur Freunde erwarb". Darunter auch falsche (die ihm alle Kupferstiche und Holzschnitte stahlen). Und daß er von einem "zarten und liebenswürdigen Menschen" durch seine Beschäftigung mit der Alchemie immer mehr zu einem vernachlässigten "wilden Mann" wurde.