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Das Leben im Mittelalter Gebundene Ausgabe – 1. Februar 2008


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 4 (1. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492050921
  • ISBN-13: 978-3492050920
  • Originaltitel: Ces gens du Moyen Age
  • Größe und/oder Gewicht: 14,8 x 4,6 x 22,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 479.093 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Robert Fossier, geboren 1927, war Professor für mittelalterliche Geschichte an den Universitäten von Nancy und Paris (Sorbonne), Emeritation 1993. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur Mediävistik in Frankreich und Herausgeber der renommierten Lexika »Le Moyen Âge« und »The Cambridge Illustrated History of the Middle Ages«. Zuletzt erschien »L’Occident médiéval«, (V-XIII siécles), 2006. Er arbeitet in der Nachfolge Georges Dubys und der französischen Historiker der »Annales«.

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Kundenrezensionen

4.1 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

62 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Günter Nawe "Herodot" TOP 500 REZENSENT am 24. Januar 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Diese Buch setzt sich wohltuend ab von allen oder besser: von vielen Büchern, die sich mit dem Mittelalter beschäftigen: seien es Fachbücher, populärwissenschaftliche Werke oder die vielfach zu Unrecht geschmähten historischen Romane, die das Mittelalter zum Thema haben. Robert Fossiers "Das Leben im Mittelalter" ist alles in einem. Es enstpricht wissenschaftlichen Anforderungen, ist hervorragend und sehr verständlich geschrieben und spannend wie ein Roman.

Dies liegt wohl vor allem an der Sicht auf das Mittelalter, mit der sich Fossier, renommierter Wissenschaftler und Mediävist, des Themas annimmt. Um den einfachen Menschen geht es, der ackert und rackert, der lebt und stirbt, die sich an der Liebe "berauscht" und manchmal auch am Wein. Wind und Wetter machen ihm zu schaffen. Er glaubt und hofft und liebt - in Richtung Gott und Himmel, und er hat Angst vor der Hölle. Wir lernen den mittelalterlichen Menschen, den "Otto Normalverbraucher" von damals in allen Facetten seines Lebens kennen, wir sehen die Welt von damals, wie sie wohl gewesen sein mag.

Dies alles und das Denken, das den mittelalterlichen Menschen bewegt und sein Handeln bestimmt hat, ist wunderbar zusammengefasst in diesem herausragenden Buch. Ein Buch, das uns gleichzeitg "belehrt" (ohne belehrend zu wirken), dass die Mär vom Mittelalter als saeculum obscurum wirklich nur eine Mär ist.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Robert Porter am 5. März 2011
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Anhand der überwiegend positiven Rezensionen entschloss ich mich dieses Buch zu kaufen um mehr über das allgemeine Leben im Mittelalter zu erfahren.

Leider wurde ich auf ganzer Linie enttäuscht. Statt den Alltag der Menschen in Beruf und "Freizeit" aufzuzeigen, belehrt uns Fossier in jedem gefühlten 2. Satz über seine Gedanken zum Weltbild, Releigionsbild und Einstellung der Menschen zur Obrigkeit in der damaligen Zeit. Zum Teil seitenlang (!) wird über metaphysische Sachverhalte philosophiert und in einem leider zum Teil sehr überheblichen Ton die großen Veränderungen der Welt angesprochen. Kommt es zu konkreten Aussagen kann man mehr als einmal den Satz lesen "... man weiß es nicht".

Wie waren die Häuser der einfachen Leute damals eingerichtet? Welche Kleidung trugen sie; gab es soetwas wie Unterwäsche? Was tat man in der Freizeit? Womit vergnügten sich die Leute? Wie bezahlten sie, mittels Tauschhandel oder doch schon häufig mit Bargeld?
All diese Fragen spricht Fossier an - und gibt keinerlei Antworten. Kleidung könne man nur von Bildern der Adligen wiedergeben, nicht aber von den einfachen Leute. Die Einrichtung der damaligen Häuser von Bauern und einfachen Bürgern könne man - da aus Holz hergestellt und somit unbeständig - nicht mehr rekonstruieren.

Entschuldigung, aber da erfahre ich bei jedem Besuch in einem größeren Heimatmuseum mit weitem Abstand mehr, als Herr Fossier hier in seinem Buch anbietet.

Für mich leider ein absoluter Fehlkauf.
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37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christoph Bacher am 31. Januar 2010
Format: Taschenbuch
Das Buch ist tatsächlich launisch geschrieben, witzig und leicht zu lesen und dennoch fehlt es an einigen wesentlichen Punkten. So gibt es weder ein Quellenverzeichnis noch bibliographische Angaben. Was mich aber tatsächlich stört, sind einige schulmeisterliche Passagen und Witzversuche, die allzu billig daherkommen. Hier ein Beispiel von Seite 231: "Der Mensch...ist entschlossen diese (die Tiere Anm.) zu beherrschen, nicht zuletzt weil Gott ihm diesen Aufgabe zugewiesen hat. Allerdings waren sich mit Ausnahme einzelner Hunde oder Pferde die fraglichen Tiere dieser Tatsache wohl niemals wirklich bewusst...

Ebenfalls störend sind zahlreiche Widersprüche im Text. Egal ob es das durchschnittliche Heiratsalter der Männer ist, das einmal 18 Jahre dann wieder 28 Jahre ist. Oder diese Passage: Auf Seite 205 schreibt der Autor: "Und schon damals wurde versucht, den Delfin als Freund des Menschen zur Fischerei abzurichten, wenn auch mit mäßigem Erfolg." Auf Seite 241 erfährt man dann aber: "Seltsamerweise hat man niemals versucht, die Dienste des Delfins beim Fischfang in Anspruch zu nehmen..." Was nun? - das fragt man sicher leider allzu oft.
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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Max Mustermann am 25. November 2010
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ich habe mir das Buch gekauft, weil es viel über das Alltagsleben
des Mittelalters in leicht lesbarer Form bringen soll.
Dieser Erwartung wurde das Buch gerecht.
Allerding nervt der Autor mit seinem belehrenden Ton und seinem
eingestreuten Halbwissen (eher Unwissen) zu irrelevanten Themen.
Weiter stört mich die (kaum vorhandene) Struktur des Buches:
Da wird weder chronologisch noch geografisch unterteilt.
Die Entwicklung von Früh- zu Spätmittelalter geht weitgehend unter.
Die fehlenden Quellverweise kann ich verschmerzen, aber der Autor
verzichtet weitgehend überhaupt seine Ansichten in irgend einer
Form zu begründen oder auf abweichende Ansichten näher einzugehen.
Insgesamt ein sehr leicht lesbares Buch, viel viel zu leicht!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Hartmut Zimmer am 17. Dezember 2011
Format: Taschenbuch
Zentraler Untersuchungsgegenstand ist das "Leben der kleinen Leute" im Mittelalter: Fossier unternimmt den Versuch einer umfassenden Darstellung der individuellen Lebensumstände im mittelalterlichen Europa unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Umfelder sowie von Religion und Natur.

Überflüssig erscheinen allerdings die häufigen Hinweise auf die Grenzen der Untersuchung oder auf das, was gar nicht zu untersuchen sei. Die große zeitliche, geographische und inhaltliche Spannbreite bewirkt zudem, dass der Autor teilweise zu bloßen Aufzählungen genötigt wird, ohne in jedem Einzelfall ausreichende Differenzierungen und präzise Analysen vornehmen zu können. Viele Fragestellungen werden daher nur angerissen und nicht abschließend erörtert.

Das Buch enthält einige interessante Verbindungslinien zu unserer neuzeitlichen Kultur und Geisteshaltung. Um die ungebildete Masse zu unterwerfen, habe man sie dazu bringen müssen, sich bestimmten (insbesondere religiösen) Riten zu unterwerfen, meint Fossier. Das Recht habe zu allen Jahrhunderten die Aufgabe gehabt, die jeweils herrschende Ordnung zu stützen, nämlich die Ordnung der Mächtigen und Reichen.

Insoweit ist dem Autor vielleicht ein Stück allgemeiner, über das Mittelalter hinausgehender Kulturgeschichte gelungen.
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