Das Leben der Insekten ist ein Buch, das mich überrascht hat. Ich habe es beinahe ohne Erwartungen begonnen und war verwundert, wie gut es dem Autor einerseits gelingt, Insekten mit ihren typischen Handlungseigenschaften darzustellen, er anderseits aber auch auf satirische Weise menschliche Eigenarten und Fehlschritte in die Geschichten mit einfließen zu lassen.
So erzählt er vom Vater (Skarabäus), kurz vor seinem Tod noch seinem Sohn etwas entscheidendes Mitgeben möchte, von der jungen Frau (Ameise), die zum ersten Mal allein auf sich gestellt ist, von zwei Geschäftsleuten (Mücken), die den russischen Blut-Markt auch für Amerikaner öffnen wollen Manche Geschichten stehen für sich, andere werden episodenhaft weitergeführt, so dass diese Geschichtesammlung recht rund wirkt.
Nach der ersten Hälfte des Buches jedoch, lässt der Lesegenuss nach. Zu wenig Neues lässt der Autor mit einfließen, zu anregend oder spannend sind die einzelnen Geschichten.
Zurück bleibt einer positiver Eindruck von einem originellen Buch, das mich stellenweise außerordentlich gut unterhalten konnte.