Elsemarie Maletzke hat einen unnachahmlichen, packenden Stil, und man begibt sich gern unter ihrer Führung zurück in die Zeit, in der die Brontes gelebt haben. Mit viel Einfühlungsvermögen und Sachverstand (sowohl, was die Brontes selbst, als auch was die Darstellung anbelangt) macht sie sich auf eine detaillierte Spurensuche. Das Buch ist akribisch recherchiert und bringt uns die Familie Bronte so nah, als würden wir sie besuchen, wenn wir das Buch lesen. Die Autorin ist klug genug, nicht jedem der Gerüchte zu glauben, die sich um das Dasein der Geschwister ranken, und die sonst allzu oft ungeprüft (obwohl das zugegebenermaßen nicht immer möglich ist) übernommen werden - andererseits schafft sie es, einen sehnsüchtig-wehmütigen Zauber, wie auf einem altersbraunen Bild, um das faszinierende Leben der Brontes zu legen.
Und wer es jetzt noch nicht getan haben sollte - aber meistens nähert man sich einem Schriftsteller zuerst über sein Werk und liest erst dann seine Lebensgeschichte - der kaufe sich, abgesehen von diesem Buch hier, umgehend Emily Brontes "Sturmhöhe"( gibt es sehr schön als TB bei DTV), "Jane Eyre" von ihrer Schwester Charlotte, "Agnes Grey", den "Professor", die "Herrin von Wildfell Hall", ...