Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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43 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Großartiger Film, 8. Mai 2008
Bei so vielen bisherigen Rezensionen macht es für mich nur noch Sinn, ein kurzes Statement abzugeben, wie ich den Film empfunden habe. Ich möchte vorweg schicken, dass ich deutschen Filmen grundsätzlich skeptisch gegenüberstehe. Ich kann mir nicht helfen, aber ich mag die allermeisten einfach nicht: einfältige, von Blockbustern billig abgekupferte Drehbücher, langweilige Inszenierung - all das schreckt mich meist sofort ab. Aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren und bin von "Das Leben der Anderen" unglaublich überrascht.
Für mich ist "Das Leben der Anderen" einer der besten deutschen Filme, die ich je gesehen habe. Ich bin kein DDR-Stasi-Geschichts-Experte und kann daher nicht beurteilen, ob die Darstellung der Stasi etc. gut, schlecht, kitschig, falsch oder richtig ist. Ich bin so ziemlich neutral an den Film herangegangen und das war genau richtig. Mit bestem Feingefühl inszeniert und produziert fängt der Film die Tätigkeiten der Stasi ein. Die Kameraführung, Schnitt sowie Farbkontraste und musikalische Untermalung (alles Dinge, die ich sonst bei den meisten deutschen Produktionen denkbar schlecht finde) sind hier hervorragend. Da wurde alles richtig gemacht, ohne aus dem Film einen Hollywood-Thriller zu machen. Nein, man bleibt auf dem Boden der Tatsachen und könnte glatt denken, der Film basiere auf wahren Begebenheiten. Schauspielerisch kann man hier ebenfalls nur loben. Jeder spielt mit absoluter Glaubwürdigkeit und Intensität seine Rolle. Am besten hat mir Ulrich Mühe gefallen, der von der Ausstrahlung her an Kevin Spacey erinnert.
"Das Leben der Anderen" ist ein erstklassiger Film, der zum Nachdenken und Diskutieren anregt. Selbsternannte Geschichts-Experten werden mit Sicherheit an einigen Dingen etwas auszusetzen haben, aber das ist bei jedem Historien-Film der Fall. Ich als Laie wurde bestens unterhalten, auch wenn die Stimmung des Films (gewollt) über die volle Länge beklemmend war. Anfangs habe ich noch aufgrund der Länge eine gewisse Langatmigkeit befürchtet, doch "Das Leben der Anderen" bleibt spannend bis zum schönen, stimmungsvollen Schluss. Ich würde mir noch viel mehr solcher hochwertigen deutschen Produktionen wünschen!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bleibt im Gedächtnis, 4. Oktober 2008
Wer den Staat DDR kennen gelernt hat, mit all seinen Vor- und Nachteilen, der wird zugeben, dass dieser Film sehr, wirklich sehr realistisch ist. Zwar spielt er in der intellektuellen Szene, die sicher nicht Jeder kannte, doch wird die Arbeit bzw. das Wirken der Stasi präzise und beeindruckend dargestellt.
Dieser Film ist ein leises, eindringliches und nachhaltig wirkendes Werk, in welchem die Schauspieler ihr Können unter Beweis stellen. Allen voran Ullrich Mühe. Durch den sparsamen Umgang mit Gestik und Mimik wirkt sein Spiel umso intensiver und bedrückender. Ein großartiger Schauspieler, der leider viel zu früh verstorben ist.
Mir persönlich ging die letzte Szene inklusive der letzte Satz sehr nahe - sie runden den Inhalt eindrucksvoll ab.
Was mich allerdings an diesem Film stört, dass bei den Hauptdarstellern, bis auf Mühe, alle durch die Bank westdt. Darsteller sind - hier fehlen eindeutig die ostdt. Darsteller, die dem Film wesentlich mehr Authentizität verliehen hätten.
Fazit: Prädikat besonders wertvoll - absolut empfehlenswert!
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67 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
"Kompromissloses Melodram über den Überwachungsstaat DDR!", 21. März 2008
Ostberlin im Jahr 1984, der linientreue, ledige Stasi-Hauptmann Wiesler (stark gespielt von Ulrich Mühe)
bekannt für seine Hartnäckigkeit und den Erfolg beim Verhör, bekommt eines Tages den Auftrag, den
prominenten DDR-Theaterschriftsteller Georg Dreyman (Sebastian Koch) und dessen Lebensgefährtin,
die Schauspielerin Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck), zu bespitzeln. Dreymans Wohnung wird ver-
wanzt und Wiesler überwacht die ganze Sache vom Dachboden des Hauses. Mit der Zeit entwickelt der
einsame Stasi-Mann Sympathie für das Künstlerpaar.
Dann erfährt er, dass der Kultusminister Hempf (Thomas Thieme) die Beobachtung nur anordnete, weil
er Christa-Maria begehrt und Dreyman loswerden will...
Der Film aus dem Jahre 2006 von Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck liefert hier einen ungeschönten,
realistischen Blick auf die Rücksichtslosigkeit des Regimes der ehemaligen DDR. Die atmosphärischen Bilder er-
zeugen eine bedrückende Stimmung. Aber es war natürlich auch nicht alles schlecht in der DDR, es gab noch
so etwas wie Zusammengehörigkeitsgefühl und es herrschte in gewisser Art Ordnung und Sicherheit.
Ulrich Mühe verkörpert hervorragend den Spitzel, der sich plötzlich mit seinem Gewissen konfrontiert sieht.
Ein empfehlenswerter deutscher Film, der von der Thematik erschreckend aktuell wirkt, warten wir mal noch
ein paar Jahre, dann haben wir das so ähnlich wieder.
Das Bild der DVD ist gut und bringt die eher düstere Farbgebung gut zur Geltung, der Ton ist solide. Die Extras
bieten ein paar entfallene Szenen, Making ofs, Interviews sowie im Film zuschaltbare Audiokommentare u. a.
von Ulrich Mühe, was sehr interessant ist.
(DVD)
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