In ihrem Buch "Das Leben der Amisch" stellt die gebürtige Schwäbin Elke Keppler - Bopp den Alltag der Amisch in der Gegenwart vor. Die Autorin selbst lebt in unmittelbarer Nähe der größten Amisch Siedlung in den USA in Ohio.
Amischkinder gehen nicht in staatliche Schulen. Sie haben eigene Schulen, in einer arbeitet die Autorin dieses Buches.
Autos und Züge benutzen die Amisch nicht. Sie fahren mit dem "Buggy". Mit dieser Kutsche fahren sie zum Einkaufen oder aber die Männer zu ihrem Arbeitsplatz. Immer häufiger suchen sie sich, zusätzlich zu ihrer Arbeit auf ihrer Farm, noch einen Arbeitsplatz außerhalb.
Durch das ganze Buch hindurch ziehen sich Zeitungsausschnitte aus "The Budget", der Wochenzeitung der Amisch. Diese Zeitung wird nicht von Journalisten geschrieben, sondern von Amischleuten selber. Sie berichten von ihrem Alltag aus ihren Familien. Oft wird abends im Kreis der Familie aus dieser Zeitung vorgelesen. Einen Fernseher wird man vergeblich in einem Haus der Amisch suchen. So hat die Familie viel Zeit zum Lesen, Singen und miteinander Reden. Die Zeitungsausschnitte sind zwar übersetzt, aber das jeweilige Original wurde im Buch mit veröffentlicht.
In diesem Buch überwiegen die vielen farbigen Fotos. Neben den sparsamen Texten sind sie dafür verantwortlich, dass die Amischleute aus der verklärten Geschichte vergangener Tage herausgeholt werden. Hier ist mitzuerleben, wie diese Leute heute leben und wie sie mit der sich ständig weiter veränderten Außenwelt umgehen. Die Autorin verrät unter Anderem, warum es an der Bekleidung der Amisch keine Knöpfe gibt und warum die Amisch nie einem Modetrend hinterher gelaufen sind.
Wer fasziniert ist vom Leben der Amisch, der sollte sich dieses Buch keinesfalls entgehen lassen!