Kurzbeschreibung
Am 22. April des Jahres 1500 ertönt auf dem Schiff des Portugiesen Pedro lvares Cabral der Ruf: "Land in Sicht!" Die Europäer haben Brasilien entdeckt. Mit an Bord ist Cosme Fernandes, aufgrund einer verbotenen Liebesaffäre auf dem Weg in die Verbannung nach Indien - dem offiziellen Ziel der Flotte. Er befindet sich nicht gerade in bester Gesellschaft, denn er muss sich die Kabine mit anderen Verbannten - lauter zwielichtigen Gestalten - teilen, "deren Vergehen und Schandtaten ein grösseres Buch als die Suma Teologica füllen könnten". Begleitet von sechs weiteren Männern wird Cosme an Land gesetzt. Bald schon lernen sie die paradiesischen Zustände von Terra Papagalli, dem Land der Papageien, zu schätzen: Sie entledigen sich ihrer Kleidung, bauen Hütten, suchen sich Frauen, ernähren sich von Früchten und verbringen den grössten Teil des Tages in der Hängematte.
Als im Jahre 1531 die Portugiesen bis an die Zähne bewaffnet wiederkommen, um das Land endgültig für sich in Anspruch zu nehmen, schlagen sich die sieben Verbannten auf die Seite der Indios. Als Cosme auch noch seine grosse Liebe Lianor wiedertrifft, die an der Seite eines portugiesischen Konquistadors in die Neue Welt kommt, hat er einen doppelten Grund, sich gegen die Eindringlinge zur Wehr zu setzen. Und er hat auch schon einen Plan ...
Schelmisch, mit bissiger Ironie und in einer ganz eigenen Sprache erzählt "Das Land der Papageien" die Geschichte einer abenteuerlichen Reise, einer grossen Liebe und der Begeg-nung der Alten mit der Neuen Welt.
Autorenportrait
Marcus Aurelius Pimenta, geboren 1962, ist Historiker und Journalist. Er lebt und arbeitet in Sao Paulo. Für "Im Land der Papageien" recherchierte er die historischen Hintergründe der Eroberung Brasiliens. Jose Roberto Torero, geboren 1963, studierte in Sao Paulo Journalismus und Literatur. Er ist Regisseur verschiedener Fernsehfilme, Verfasser von Drehbüchern und von drei Romanen. Für "O Chalaca" erhielt er den Jabuti-Preis für das beste Erstlingswerk.