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Das Lachen der Hexe: Roman
 
 
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Das Lachen der Hexe: Roman [Gebundene Ausgabe]

Margrit Schriber
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Nagel & Kimche; Auflage: 4 (4. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3312003733
  • ISBN-13: 978-3312003730
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 773.854 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Margrit Schriber
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"In Schribers Prosa gibt es keine Langsamkeit, Weitschweifigkeit und keine Landei-Idyllen. Sie erzählt ton- und tatsachentreu." Alexandra Kedves, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.06 "Mit ihrer raffinierten Sprache ist Margrit Schriber ein ganz besonderer Roman gelungen." Angela Wittmann, Brigitte, 10.08.06 "Margrit Schriber hat ein waches Ohr für die Naturtöne in der grossen Stille. Ihre Sprache zeugt von grosser Disziplin, kommt schlackenlos daher, mit Glanz und innerer Wärme." Beatrice Eichmann-Leutenegger, Neue Zürcher Zeitung, 14.03.06 "Verhaltene Empörung und Sympathie sind die unterschwelligen Strömungen von Margrit Schribers nüchternem und klarem Stil. Die Leserin folgt ihr darin mit Zustimmung. Es entsteht ein Tableau, das bei allem Elend schön ist, wie alle gut geschriebenen tragischen Geschichten schön sind." Ruth Klüger, Die Welt, 02.09.06

Kurzbeschreibung

Im Jahr 1753 stirbt Anna Maria Gwerder im Gefängnis von Schwyz an den Folgen der Folter, noch bevor sie in einem ordentlichen Verfahren als Hexe verurteilt werden kann. Der Witwe des Bezirksvorstehers Meinrad Gwerder, die im Muothatal revolutionäre Neuerungen einführen wollte, wurde ihre Tüchtigkeit zum Verhängnis. Margrit Schriber erzählt ihr Schicksal in seiner erschreckend zwingenden Logik im Denken der damaligen Zeit.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lauy
Format:Gebundene Ausgabe
Moutathal, 1706: Anna Schmidig heiratet den angesehenen Kastenvogt Hans Leonhard Gwerder, genannt Lienert (und übrigens nicht, wie der Klappentext fälschlicherweise anzeigt, dessen bösen Bruder Meinrad, der später Annas Vormund wird!). Anna kommt von außerhalb, ist eine Fremde und zudem eine ganz ungewöhnliche Frau. Sie überzeugt ihren Mann, einen Handel aufzumachen und das Moutathal auf diese Weise an die Welt anzuschließen. Eine Weile geht alles gut, das Ehepaar lebt glücklich, der Handel gedeiht, und Anna nimmt trotz ihrer körperlichen Missgestalt die Leute durch ihr Lachen ein. Doch nach des Kastenvogts Tod greifen Neid und Missgunst um sich; Anna wird ausgegrenzt, unter Kuratel gestellt, der Besitz wird ihr aberkannt. Schließlich wird sie als Hexe verleumdet und ?eingezogen?; 1753 stirbt sie in Schwyz an den Folgen der Folter.

Margrit Schriber ist nicht die Erste, die sich am Thema Hexen und Hexenprozesse in der Schweiz versucht. Was ihren Roman ganz einzig macht, ist ihre Erzählweise: Sie ?malt? die innerschweizerische Sprache der Zeit und schmiegt sich dem Duktus an, ohne dabei dialektal unverständlich zu werden. Dadurch werden die zeitgenössische Denkweise der Dörfler und ihre Motive transparent. Dabei ist der Roman überaus aktuell, denn was Anna Schmidig passiert ? Ausgrenzung, Verleumdung, Übergriffe ? ist auch zwei, drei Jahrhunderte später noch immer aktuell.
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Erstklassig! 11. März 2012
Von Lexi
Format:Gebundene Ausgabe
'Das Lachen der Hexe' ist jenes Buch der Autorin Margrit Schriber, das mich am meisten betroffen machte, am stärksten beeindruckt hat. Im Geschichts-Unterricht der Schulzeit wurde die Zeit der Hexen-Verfolgungen in vergangenen Jahrhunderten zwar erwähnt, deren tiefes Ausmaß und Bedeutung für die Betroffenen jedoch wurde mir hier zum ersten Mal nachhaltig zu Bewusstsein gebracht.

'Wo war Gott?' fragt Margrit Schriber im Buch. Ja, wo war Gott, als er zugelassen hat, wie eine rechtschaffene Frau durch Missgunst und Habgier der Ortsbevölkerung denunziert und zur 'Hexe' gemacht wurde? Wo war Gott, als Schicksalsschläge diese Frau trafen, die Menschen sich jedoch von ihr abwandten und ihr die Schuld an allen Unglücksfällen und Naturkatastrophen gaben? Und wo war Gott in den schweren Tagen der Folter, als die Verzweiflung und der Schmerz kein Ende nehmen wollten, als auch die engsten Verwandten resignierten, sich aufgrund massiver Drohungen von Anna Maria Gwerder abwandten? Ja, wo war Gott '

Dieses literarische Glanzstück aus der Schweiz beinhaltet viele Ausdrücke des Muotataler Dialekts, die jedoch in einem separaten 'Glossar der Innerschweizer Ausdrücke und Redewendungen' auch für Nicht-Schweizer ausreichend erklärt werden und zum vollständigen Verständnis der Eigennamen beitragen.
Ein erstklassiges Buch aus der Feder der wundervollen Margrit Schriber. Uneingeschränkte Leseempfehlung!
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Von €nigma
Format:Gebundene Ausgabe
Meinrad Gwerder ist (im Gegensatz zur obigen Kurzbeschreibung) nicht der Ehemann, sondern der Schwager und spätere Vormund der "Hexe". Ein Fehler, der auch im Klappentext des Buchs auftritt - so etwas sollte nicht passieren.
Von der Thematik ist das Buch sehr interessant, bei der eindringlichen Beschreibung des Schicksals der Anna Maria Gwerder empfindet man zunehmend Mitleid mit der Frau und zunehmenden Hass auf die engstirnigen Mitmenschen, die alles verteufeln, was über ihren beschränkten Horizont geht.
Die Sprache des Romans war für mich ziemlich gewöhnungsbedürftig. Das Buch enthält zwar ein umfangreiches Glossar vieler (aber nicht aller) Schweizer Ausdrücke, dennoch ist das ständig erforderliche Nachschlagen recht anstrengend.
Außerdem kommt das Buch (wie Daniel Kehlmanns "Vermessung der Welt") ohne wörtliche Rede aus, was stellenweise recht verwirrend ist, zumal in der Erzählung auch in der Zeit hin und her gesprungen wird zwischen der aktuellen Situation (im Hexengefängnis) und dem Rückblick auf die letzten Jahrzehnte.
Angesichts dieser (für mich) etwas anstrengenden Erzählweise bin ich nicht unglücklich darüber, dass der Roman mit 136 Seiten relativ kurz ist.
Dennoch: die Darstellung des traurigen Schicksals einer Frau, die ihrer Zeit voraus war und dafür büßen musste, ist ergreifend und lesenswert. Man sollte sich allerdings Zeit und Ruhe für die Lektüre nehmen - so nebenbei lässt sich dieses Buch nicht lesen. 3,5 Sterne
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