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Das Labyrinth der Wörter: Roman [Taschenbuch]

Marie-Sabine Roger , Claudia Kalscheuer
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (123 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. April 2011

Mit Mitte 40 und ohne festen Job haust Germain in einem alten Wohnwagen, schnitzt Holzfiguren, baut Gemüse an und trifft sich ab und zu mit Annette – ob es Liebe ist, kann er jedoch nicht sagen, denn die hat er im Leben noch nie erfahren. Bis er eines Tages im Park die zierliche Margueritte kennen lernt, die dort, genau wie er, die Tauben zählt. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, sind die beiden bald ein Herz und eine Seele. Die lebenskluge alte Dame ist zudem eine passionierte Leserin, und als sie dem ungeschliffenen Hünen vorzulesen beginnt, eröffnet sich Germain eine völlig neue Welt.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423212845
  • ISBN-13: 978-3423212847
  • Originaltitel: La tête en friche
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (123 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.559 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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“Mit dem Nachdenken anzufangen ist etwa so, wie wenn man einem Kurzsichtigen ein Brille gibt.“ Ganz besonders gilt das für Ich-Erzähler Germain Chazes, den seine Mutter von Klein auf für einen Dummkopf hält. „Wenn Du unter einer Glasglocke aufgezogen wirst, kannst Du keine großen Höhenflüge machen.“ Dann trifft der großgewachsene Mann im Park die kleine Margueritte Escoffier. Die alte Dame liest ihm Albert Camus’ Die Pest vor. Oder Bücher von glücklichen Mutter-Sohn-Beziehungen und exotischen Amazonas-Indianern. Margueritte schenkt ihm ein Wörterbuch, „ein großartiges Labyrinth, indem man sich voller Glück verirrt!“ Weil sich die 86-Jährige wirklich dafür interessiert, was der 45-Jährige denkt, wird sie zu seiner Vertrauten.

Zur alten Muse und zu der zu Lebzeiten gefühlskalten Mutter, die Germain wie einen spitzen Kieselstein in seinem Schuh empfindet, gesellt sich Liebhaberin Annette. Immer wieder treffen oder prallen Mann und Frau aufeinander. Beim ungleichen Paar Margueritte und Germain entsteht Marie-Sabine Rogers ganz eigene Version eines Vorlesers. So reift Das Labyrinth der Wörter zu einem feinen kleinen Entwicklungsroman, für den die französische Autorin in ihrem Heimatland zu Recht viel Lob erhielt. Die Härten des Lebens umgarnt die märchenhafte Geschichte überraschend zart. Was manche Kritiker dabei für glatt gebügelt halten, nennen andere einen optimistischen Blick in die Zukunft. Ganz ohne Zweifel gelingt Roger ein liebevolles Loblied auf die heilende Kraft geschriebener Worte.
– Herwig Slezak -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

»Geht zu Herzen!«
neue woche 15.04.2011

»Mit ihrem wunderbar fließenden Schreibstil, poetisch und bildreich, hat sie einen einzigartigen Roman geschrieben, der uns doch einiges vermitteln möchte. Gefühlvoll, lebendig und wundervoll, mit emotionaler Tiefe, genussvolle Literatur.«
Hannelore Kühlcke, lesegenuss.blogspot.com & lovelybooks.de 19.05.2011

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
170 von 182 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Regina Berger TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Germain sagt das, was er denkt, mit den Wörtern, die ihm zur Verfügung stehen. Und das sind nicht so viele, da er nicht der Schlauste ist. Germain, ein Hüne und etwas einfältig, lernt beim Tauben zählen im Park die kultivierte und feinsinnige alte Dame Margueritte kennen. Obwohl die beiden nicht unterschiedlicher sein könnten, freunden sie sich an. Bisher stand Germain nicht auf der Sonnenseite des Lebens, doch Margueritte bringt ihm die Anerkennung entgegen, die Germain noch nie erfahren durfte, sie begeistert ihn für die Welt der Bücher und verändert dadurch sein Leben.

Wenn man glaubt, das Buch ist lediglich eine nette Erzählung mit einem ungebildeten, einfachen Kerl als Hauptperson, der nicht einmal in der Lage ist, einen anständigen Satz zu bilden, ohne daß ein Haufen schmutziger Wörter darinsteckt, dann irrt man sich gewaltig. >Das Labyrinth der Wörter< hat viel mehr Tiefgang, als es vermuten läßt.

Es ist eine zarte Geschichte voller Menschlichkeit, Zuneigung und Gefühl erfrischend humorvoll erzählt. Eine Prise Nachdenkliches ist eingewebt, um die Lebensumstände von Germain zu erklären. Doch dieses ist niemals schwer, sondern erzeugt sprachliche Bilder vom Platz in der Gesellschaft und schließlich davon, dass man nur mit dem Herzen richtig sieht.

Der bodenständige Germain mit seinen frechen Aussagen, seiner nachvollziehbar klaren Denke und seiner sensiblen Seele wirkt ansteckend lebendig und liebenswert.
(Eine meiner Lieblingsaussagen von ihm: "Überlegen hilft mir beim Denken.")

Fesselnd ist dieses Buch, das mit seiner herrlich direkten Sprache und den knappen, aussagekräftigen Kapiteln den Zeitgeist trifft. Und man stellt fest, dass es so oft im Leben ums Zuhören und die Wertschätzung geht.

>Das Labyrinth der Wörter< ist eine Geschichte, die zu Herzen geht. Aus meiner Sicht uneingeschränkt empfehlenswert für alle, die an die Macht der Worte glauben.
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67 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein zu Herzen gehendes modernes Märchen 9. Juni 2010
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Wunderbar, dass es auf dem Buchmarkt immer mal wieder diese unverhofften literarischen Entdeckungen gibt. Von der in Südfrankreich lebenden Autorin war bisher in Deutschland noch nichts zu lesen. Schon bei ihrem ersten Junior Roman "Rigolo, Dakil le Magnifique" den die Grundschullehrerin Rocher Anfang 2000 geschrieben hat, hatte sie Spaß im Umgang mit der Sprache, ja dem Erstellen einer neuen Sprache durch einen Gnom. "Das Labyrinth der Worte" erschien unter dem Originaltitel "La tête en friche" im Jahr 2008 und erhielt 2009 den Prix Inter. Der Roman wurde aus dem Französischen von Claudia Kalscheuer kongenial übersetzt.

Zum Plot: Der etwas ungewöhnliche Romanheld und Ich-Erzähler dieser märchenhaften und unkonventionellen Liebesgeschichte heißt Germain. Er ist kein Wunschkind, wurde von seiner Mutter streng erzogen, hat seinen Vater nie kennengelernt und sich mit "Ach und Krach" durch die Schule gequält. Ohne Schulabschluss führt er seither ein tristes Leben, verdient sich mit Gelegenheitsjobs gerade so viel wie er zum Leben benötigt. Er ist ungebildet bis an die Grenze zur Debilität, so dass ihn seine Freunde neckend den "Trottel" nennen. Dieser schrullige, kontaktarme 45 jährige Quartalstrinker Germain, 1,89 cm groß und 110 Kilogramm schwer, ist zwar ein Dummkopf, aber doch schlau genug um zu wissen wie beschränkt er ist. Er lebt in einem Wohnwagen auf dem Grundstück seiner Mutter, baut Gemüse an und schnitzt kleine Tiere aus Holz, vornehmlich Katzen und Hunde.

Wie kommt nun so ein Mensch zum Lesen? Davon erzählt Marie-Sabine Roger in diesem wunderbaren, einfühlsamen Buch. Es geht um eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen diesem schrulligen Germain und der kultivierten 86 jährigen Dame Margueritte. Die promovierte Biologin und passionierte Leserin lebt seit Jahren im Altersheim "Les Peupliers". Die beiden treffen sich beim Tauben füttern in einem Park, wo Margueritte wie ein zerbrechlicher kleiner Zwerg auf einer Bank sitzt und scheinbar "Löcher in die Luft schaut" oder Brieftauben zählt.

Sie lernen sich näher kennen und schon bald hat ihn ihre freundliche Art "zu Tränen gerührt". Das Treffen hat für ihn, der bisher keinerlei familiäre Bande kannte, sein Leben grundlegend verändert. Zärtlichkeit, Zuneigung und Vertrauen, diese reinen Gefühle" hat er für diese Margueritte empfunden, die ihrerseits entdeckt sehr schnell den aufgeweckten Geist des sensiblen Germain und kann ihn in seiner ungebremsten Reflexionslust festigen. In der schwarzen Tasche die immer neben ihr steht steckt stets ein Buch und so fängt Margueritte bald damit an ihm Romane vorzulesen und ihm somit die Tür in eine völlig neue Welt zu öffnen, die Tür zur Wörter- Welt. So findet Germain schließlich in Margueritte nicht nur eine Führerin durch "Das Labyrinth der Wörter", sondern die Großmutter die er im Leben nie gehabt hat.

Das Buch beschreibt nicht nur Germains spät einsetzenden unerwarteten Bildungsprozess, sondern es zeigt auch wie ihm Lebensmut und Lebensfreude zu teil werden und welche dringende Hilfe er eines Tages Margueritte zuteilwerden lässt.

Marie-Sabine Rogers erzählt uns diese rührende Geschichte über dieses sehnsuchtsvolle neu gefundene Miteinander mit großer Anmut und federleicht ausbalancierter poetischer Sprachschönheit, ganz dieser zauberhaften Lebens- Liebes- und Leidensgeschichte verpflichtet.

Ich empfehle dieses Buch mit Leidenschaft und Nachdruck, vielleicht wird dieser besonders wertvolle Roman ihr Buch dieses Sommers.
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44 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine wunderschöne Geschichte! 28. September 2010
Von Lu
Format:Gebundene Ausgabe
Eine wunderbare Geschichte über einen beinahe analphabetischen Mann mitte vierzig, der mithilfe einer kleinen alten Frau nicht nur die Freude am Lesen entdeckt, sondern auch viel über seine Kindheit lernt. Der Ich-Erzähler Germain erzählt mit herrlicher Ironie und Naivität von seinem Leben. Dabei kommt man nicht nur ins Schmunzeln, sondern verliebt sich auch in die direkte Art von Germain.
Leider ist die deutsche Übersetzung nicht besonders gelungen, der Witz des französischen Originals geht teilweise verloren. Für jeden, der das Original nicht kennt ein herrliches Buch, für all jene, die sich in das französische Werk verliebt haben eine herbe Enttäuschung.
Trotz der mittelmäßigen Übersetzung ein schönes, abwechslungsreiches Buch, mit einem nicht ganz alltäglichen Thema.
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5.0 von 5 Sternen Eintauchen in die Welt der Wörter
Das Buch „Das Labyrinth der Wörter“ von Marie-Sabine Roger ist völlig unaufgeregt. Hier wird eine Geschichte erzählt, die letztlich zu Herzen geht. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Tag von Threejay Tasker veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Gemischte Gefühle
Inhalt:

Germain Chaze, um den es in diesem Buch geht, ist kein Held.
Er hatte eine schwere Kindheit - aufgewachsen ohne Vater, mit einer Mutter, die ihn als... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Tagen von Aleshanee veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert
Ein Junggeselle, nicht mehr ganz jung, ohne Vater aufgewachsen, von der Mutter mehr oder weniger geduldet, von allen für ein Trottel gehalten, schlägt sich allein durch... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Commanda veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen In der Kürze liegt die... Langeweile
Selten hat mich ein Buch so sehr gelangweilt wie dieses. Meiner Meinung nach handelt es sich hier um eine Aneinanderreihung von Banalitäten. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Schmökerchen veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Über die Macht von Worten und die Liebe zum Lesen
Welch schönes Buch über die Macht von Worten und die Liebe zum Lesen!
In seiner Naivität bringt Germain die Dinge oft unbewusst auf den Punkt - im Laufe des... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von R. Hahl veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Zwei liebenswerte Menschen
Nett zu lesen, wie sich zwei sehr unterschiedliche Menschen einander nähern und sich gegenseitig, auf der menschlichen Ebene, eine Lücke füllen.
Vor 2 Monaten von Karin Gockeln-Lenga veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Eine Vision vom menschlichen Miteinander
Er ist ein liebenswürdiger Trottel, dieser Germain Chaze, der jetzt im Wohnwagen im Garten seiner lieblosen Mutter lebt, weil er es mit ihr nicht im gemeinsamen Haushalt... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Potzblitz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen sehr nette story
....wer schun den Film gesehn hat u.ein echter Depardieu Fan ist...wird mich verstehn...eine sehr nette...liebe Geschichte....nur zu Empfehlen..ist wie Balsam auf der Seele... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Gisela Furgler veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Was für eine schöne Geschichte
Dieses Buch sollte man sich gönnen.
Eine Geschichte die berührt und ans Herz geht. Man wünscht sich, das es diese Begegnung wirklich gegeben hat und immer... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Sonne veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Gegensätze ziehen sich an.
Eine wunderschöne zarte Liebesgeschichte von besonderer Art. Protagonisten sind der einfache, aber sensible Hilfsarbeiter Germain Chazes und die sehr belesene, zauberhafte... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von LimaKatze veröffentlicht
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