So empfand ich George C. Wolfes ersten Kinofilm Das Lächeln der Sterne. Ich weiß, dass ich es mir mit Nicholas Sparks Fans verderbe, aber mein Motto in Sachen Literatur war eigentlich immer, mich von Sparks Büchern geflissentlich fern zu halten. Zu einfach gestrickt, plakativ und teilweise gnadenlos kitschig sind Sparks Romane mir bislang dahergekommen. So wäre eigentlich auch der Film nichts für mich gewesen, aber: Wenn Richard Gere und Diane Lane, zwei meiner Lieblingsschauspieler, die Hauptrollen spielen, dann muss ich mir das natürlich anschauen.
Adrienne Willis(Diane Lane), Mutter zweier Kinder, ist von ihrem Mann verlassen worden. Der will zwar jetzt zu ihr zurückkehren, aber so recht weiß Adrienne nicht, was sie davon halten soll. Ihre Kinder machen es ihr da nicht einfacher. Als sie im Pensionshaus ihrer Freundin kurz einspringt, um einen Gast zu bewirten, lernt sie den Arzt Paul Flanner(Richard Gere) kennen. Flanner ist in die Pension am Meer gekommen, um sich dem Ehemann(Scott Glenn) einer verstorbenen Patientin zu stellen, die bei einer OP von Flanner gestorben ist. Flanner hat nicht nur berufliche, sondern auch noch private Probleme.Zudem nähert sich ein Hurrikan der Küste. So kommen Paul und Adrienne langsam und zögerlich zusammen und verlieben sich. Aber die Romanze ist nicht von Dauer, denn...
...mehr soll nicht verraten werden. Aber wer die Romane von Sparks kennt, weiß ohnehin wie die Geschichte ausgeht. Genau darin liegt, meiner Meinung nach, die große Schwäche des Films. Der Plot ist vorhersehbar und ziemlich flach. Da können auch Topmimen wie Diane Lane und Richard Gere kein hohes Niveau in den Stoff zaubern; leider. In ihren gegenseitigen Lebensbeichten haben sie starke Momente, es geht aber auch, zum Beispiel in der Hurrikanszene, so gnadenlos kitschig zu, dass es hart an der Schmerzgrenze ist. Alles in allem ist Das Lächeln der Sterne leichte Kost für zwischendurch. Wer diese Art von Romanen mag, dürfte zufrieden sein, wer mehr will, wird enttäuscht.
Das Diane Lane und Richard Gere sich für diese Produktion begeistern konnten, ist in jedem Fall ein positiver Punkt für den Film. Teilweise gibt es wunderbare Musik, wie z.B. von Dina Washington zu hören. Ein Ärgernis ist Scott Glenns wirklich seltsame Synchronstimme. Es gibt ein paar wunderbare Landschaftsbilder und das Haus ist wirklich eine Klasse für sich. Für einen guten Film reicht das allein jedoch nicht aus. Last but not least: Das Beste am Film, so empfand ich das jedenfalls, war das Ende. Und das ist jetzt weder zweideutig noch sarkastisch gemeint.