Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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39 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hervorragender historischer Roman, 21. Oktober 2004
"Das Lächeln der Fortuna" von Rebecca Gable habe ich mir deshalb gekauft, weil die Amazon-Rezensenten dieses Werk mit Lob nur so überhäuften.Ich wurde nicht enttäuscht. Rebecca Gable gelang mit diesem Werk einer der besten hisorischen Romane. In dem Roman, der die gesamte englische Geschichte der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts abdeckt, verwob die Autorin geschickt tatsächlich stattgefundene historische Ereignisse und Personen (wie z.B. den Duke of Lacaster - John of Gaunt - auf den das englische Königshaus bis heute zurückgeht oder König Henry IV.) mit fiktiven Ereignissen und Personen. Im Mittelpunkt des 1200 Seiten umfassenden Werkes steht die Lebensgeschichte Robin of Warringhams, des Sohnes des Earl of Waringham. Nachdem Robins Vater aufgrund von Intrigen wegen angeblichen Hochverrates unehrenhaft aus der Armee des Königs entlassen, seiner Titel und Besitztümer enthoben und schlussendlich umgebracht wurde, musste sich Robin zunächst als Stallknecht verdienen. Doch Robin blieb Fortuna hold, so dass er in einer "vom Tellerwäscher zum Millionär"-haften Art und Weise (ohne dass die Story gekünstelt oder maßlos übertrieben wirkt) zum Vertrauten des Duke of Lancaster und Henry des IV., zum Earl of Burten und schließlich auch wieder zum Earl of Waringham aufsteigt. Die Geschichte ist durchgängig spannend und flüssig geschrieben, man kann unglaublich viel über die Geschichte des 14. Jahrhunderts lernen. Sicherlich war Robin im Roman sehr häufig in letzter Sekunde das Glück zur Stelle bzw. er als Retter in der Not vor Ort. Dies wertet die Geschichte jedoch nicht im Geringsten ab. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.
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79 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das England des 14. Jahrhunderts wird lebendig, 21. Mai 2002
Kennen Sie Robin of Waringham?Vermutlich nicht, aber er war eine der entscheidenden Figuren des 14. Jahrhunderts. Er hat englische Könige beraten, Verräter entlarvt, sich mit Räubern, Ketzern und Aufrührern geplagt und eine spannende Karriere vom Stallknecht zum Earl gemacht, mit mehreren Aufenthalten in diversen englischen und französischen Kerkern. Er kannte den Dichter Chaucer, den Bauernführer Wat Tyler und auch dutzende von ganz normalen Rittern, Bauern und Handwerkern. Er pflegte überaus moderne Ansichten über Frauen, die Rolle des "kleinen Mannes", die Gleichheit der Menschen und die Verlogenheit der Kirche. Es hat ihn auch nie gegeben, Robin ist eine Erfindung. Rebecca Gablé läßt uns durch ihn das 14. Jahrhundert miterleben, in all seiner Größe und in all seinem Elend. Höfische Feste, Hochzeiten und Liebesglück fehlen ebensowenig wie die Pest, der Hundertjährige Krieg, die Adelsintrigen und die Bauernunterdrückung. Es war, sagen wir es freundlich, eine bewegte und interessante Zeit. Rebecca Gablés Roman-Erstling ist spannend und unterhaltsam, ufert aber zuweilen aus. Sie hat ihre Hausaufgaben gründlich gemacht, "Das Lächeln der Fortuna" ist erheblich besser recherchiert als die Mehrzahl der ähnlichen Romane. Leider findet sich sehr viel dieses Materials im Buch wieder, Robin stolpert in so ziemlich jede überlieferte Begebenheit und begegnet fast jeder damaligen Berühmtheit. Ihre späteren Werke, wie "Das zweite Königreich", wirken geschlossener und weniger überfrachtet. (Ein Handlungsfaden mußte aus dem Buch gestrichen werden, weil es sonst kaum noch hätte gebunden werden können, und wird demnächst in überarbeiteter Form als eigenständiges Buch auf den Markt kommen.) Dennoch ist "Das Lächeln der Fortuna" ein weit überdurchschnittlicher, spannender und gut lesbarer Mittelalter-Roman, den ich nur wärmstens empfehlen kann
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein gewaltiges Ritterepos und gelungener Auftakt einer grandiosen Trilogie, 9. September 2008
Im Jahre 1997 machte eine deutsche Autorin namens Rebecca Gablé mit dem historischen Roman "Das Lächeln der Fortuna" zum ersten Mal auf sich aufmerksam. Aufgrund des Covers und des Titels schon zu damaliger Zeit als Frauenliteratur abgestempelt, hat es teilweise ziemlich lange gedauert bis Gablés Werke ihren Weg auch in die Hände der männlichen Leser gefunden haben.
Die anfängliche Skepsis, die mich selbst beschlich als ich den Titel in der Hand hielt, war jedoch schon nach wenigen Seiten wie weggeblasen. Und seit dieser Zeit hab ich das Buch nun schon mindestens fünfmal gelesen. Gablés Auftakt der Waringham-Trilogie braucht den Vergleich mit Genregrößen wie Follett oder Cornwell nicht zu scheuen und kann in vielen Fällen diese sogar übertrumpfen. Von Beginn an wird der Leser mit Lichtgeschwindigkeit in die Epoche des Mittelalters katapultiert, welches die Autorin so detailliert zum Leben erweckt, das es einem stellenweise schlichtweg den Atem raubt. Die Story sei nur kurz angerissen:
England 1360. Robin of Waringham, zweiter Sohn des Earl of Waringham, führt ein behütetes, wenngleich auch langweiliges Leben im Kloster von St. Thomas. Bis ihn die Nachricht vom Tode seines Vaters erreicht. Als Verräter am Schwarzen Prinzen hingerichtet, verliert sein Sohn alle Ansprüche auf das Erbe und wird von einem Tag zum anderen mittellos. Er flieht aus der Obhut des Klosters, um sich als Stallknecht in einer Pferdezucht zu verdingen und trifft es dort anfänglich gut an. Der trügerische Friede hat jedoch bald ein Ende als der neue Earl samt Sohn Mortimer in die Burg einzieht. Zwischen Robin und Mortimer erwächst eine Feindschaft, die ein Leben lang halten und ihr beider Leben bestimmen soll.
Gablé wählt das England zur Zeit des 100jährigen Krieges als Schauplatz und kreiert einen Plot, der ausführlichst recherchiert auf historischen Ereignissen basiert. Sie stützt sich dabei größtenteils auf historische Persönlichkeiten, dessen Lebensläufe perfekt mit denen der fiktiven Figuren verwoben werden, weshalb man neben dem puren Lesespaß noch eine gehörige Portion geschichtlicher Kenntnis vermittelt bekommt. Besonders die Darstellung des charismatischen John of Gaunt, des Dukes of Lancaster, ist meisterhaft gelungen und setzt hier neue Maßstäbe in diesem Genre. Hinzu kommt Gablés Schreibstil. Obwohl ihr Werk mehr als 1000 Seiten zählt, sucht man nach zähen oder langatmigen Passagen vergebens. Das Lächeln der Fortuna" liest sich wie aus einem Guss, was auch daran liegt, dass Robins bewegtes Leben einer Achterbahnfahrt gleicht, an der man nur allzu willig teilnimmt und von der man am Schluss dafür umso weniger Abschied nehmen will. Nicht selten ertappt man sich dabei, wie man sich gemeinsam mit ihm in glücklichen Momenten freut oder eine Träne wegblinzelt, wenn dieser erneut von Fortunas Rad heruntergepurzelt ist.
Einziger Kritikpunkt: Gablé will stellenweise zuviel und lässt Robin so ziemlich durch jede überlieferte historische Begebenheit dieser Zeit stolpern, was den Roman letztendlich etwas überfrachtet. Ihre späteren Werke, insbesondere Band 2 und 3 der Waringham-Trilogie, wirken in sich geschlossener und weitaus straffer.
Insgesamt aber ist "Das Lächeln der Fortuna" eine der Perlen des Genres. Ein gewaltiges, mitreißendes Ritterepos über höfische Intrigen, das Elend des Krieges, Bauernunterdrückung und Liebe, das nicht nur den gelungenen Auftakt einer grandiosen Trilogie bildet sondern gleichzeitig zu den besten historischen Romanen der letzten Jahre zählt. Für alle Freunde guter, sachlich fundierter und kurzweiliger historischer Romane ein absolutes Muss.
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