Ein Volltreffer ist nicht nur der Titel dieses geheimnisvollen Celle-Krimis, sondern der gesamte, teils ans Unheimliche grenzende Roman. Der Autorin ist auch mit ihrem zweiten Regional-Krimi nach dem ersten Band "Die Eisschwestern", der mir bereits das Blut in den Adern gefrieren ließ, ein toller Wurf gelungen.
Wir blicken hinter die Kulissen der Theaterwelt, erleben, dass Schauspieler auch nur Menschen sind und dass diese Bühnenwelt mehr Schein als Sein beinhaltet. Sehr interessant für den Laien, die Schauspieler einmal in ihrem "normalen" Leben, das so normal gar nicht ist, kennenzulernen. Wie heißt es so schön "Im Land des Lächelns"? "Immer nur lächeln und immer vergnügt ... doch wie es da drinnen aussieht, geht niemand was an."
Nun, in diesem Fall können Kommissar Fischer und seine KollegInnen darauf keine Rücksicht nehmen, wird doch der alternde Schauspieler Amandus Schön direkt im Schlosspark während einer Spielpause erschossen. Knallhart ermitteln sie und stochern mit ihren Fragen in einem regelrechtes Wespennest herum. Denn Schön war keineswegs beliebt. Neid und Missgunst geben Rätsel über Rätsel auf. Diesmal scheint es für Kommissar Fischer besonders schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen, da viele ein Mordmotiv haben.
Das überraschende Ende ist das Sahnehäubchen auf diesem fesselnden Krimi, dem man mit gutem Gewissen das Prädkat "Fabelhaft" ausstellen kann.
Ich bin tief beeindruckt vom faszinierenden Schreibstil der Autorin und erst recht von diesem ungewöhnlichen Plot. Ein Muss für jeden, der atemberaubende Spannung zu schätzen weiß!