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Das Konzert: Neue Aufführungskonzepte für eine klassische Form
 
 
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Das Konzert: Neue Aufführungskonzepte für eine klassische Form [Broschiert]

Martin Tröndle
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Produktinformation

  • Broschiert: 336 Seiten
  • Verlag: Transcript Verlag; Auflage: 1., Aufl. (Juni 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 383761087X
  • ISBN-13: 978-3837610871
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 14,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 546.820 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

[Das Buch] zeigt, dass es sich lohnt, die gegenwärtige Form des Konzerts zu überdenken.« Stefan Arndt, www.haz.de, 15.08.2009 »So fundiert, so wegweisend, so umfassend recherchiert und vielgestaltig habe ich die Themen ¼Populationsschwund in den Konzerthäusern½ und ¼Musikvermarktung heute½ noch nie aufgearbeitet gefunden.« Mandy Weiß, MDR Figaro, 23.09.2009 »Ein zweifellos wichtiger Reader zum Stand der gegenwärtigen Diskussion über Wege aus der Krise des Konzertwesens [...].« neue musikzeitung, 10 (2009) »Ein Buch, dem man nur eine rasche Verbreitung wünschen kann.« Gerald Mertens, Das Orchester, 11 (2009) »Durchgehend verständlich geschrieben und mit einer ansprechenden Satzgestaltung versehen, dringt das Buch entlang dem Begriff der Aufführungskultur tief in die kulturellen, sozialen, ökonomischen und ästhetischen Schichten dessen ein, was ein Konzert eigentlich ausmacht.« Isabelle Urban, www.kulturmanagement.net, 06.12.2009 »Ein starkes Buch und ein Muss für jeden, der sich Gedanken über die sinnvolle und notwendige Weiterentwicklung des heutigen Konzertwesens macht.« Gerald Mertens, neue musikzeitung, 12 (2009) »Martin Tröndles Buch [...] ist ein echter Knaller: Schließlich prophezeit er nichts weniger als den Tod des Konzerts - es sei denn, die Branche bewegt sich nach Jahrzehnten der Stagnation. Die Rezepte zur Rettung [...] liefert er gleich mit [...].« Neue Osnabrücker Zeitung, 10.06.2010 »Jenseits von Schwarz-Weiß-Malerei entwirft der von Tröndle herausgegebene Sammelband [...] nicht nur ein differenziertes Bild vom Stand der Dinge, sondern hält sich ebenfalls, darin praxistauglich, an den Titelzusatz, alternative Darbietungsformen für klassische Musik bereitzustellen.« Aron Sayed, www.magazin.klassik.com, 18.06.2010 »Insgesamt ist dem Herausgeber ein sehr informativer Band gelungen, der analytische Beiträge, Ergebnisse empirischer Studien und konkrete Beispiele neuer Aufführungspraxis verbindet und damit Anstöße für die weitere Diskussion gibt.« Bernd Wagner, Kulturpolitische Mitteilungen, 129/2 (2010) Besprochen in: freistil, 10/11 (2010), Nina Polaschegg

Kurzbeschreibung

Analysiert man die Entwicklung der Publikumszusammensetzung der klassischen Musik, sind seit Mitte der 90er Jahre zwei Trends dominant: Der Markt wird stetig älter und kleiner. Das Konzert verliert als ästhetische und als soziale Institution an Relevanz. Ein Blick in die Geschichte des Konzertwesens zeigt, dass dieser Entwicklung mit veränderten Darbietungsformen entgegengesteuert werden kann. Das bedeutet: Damit das Konzert wieder an Attraktivität gewinnen kann, muss es sich wandeln. Namhafte Autorinnen und Autoren aus Musikwissenschaft und Musikwirtschaft, aus Soziologie, Ökonomie und den Kulturwissenschaften geben in diesem Band Anstöße und Beispiele für neue Aufführungskonzepte, mit denen die Kunstform »Konzert« zeitgemäß weiterentwickelt werden kann.

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'Auf breiter Front gilt, dass das klassische Musikereignis - gleich ob Konzert-, Oper- oder Kammermusik - an Relevanz verloren hat, und zwar als ästhetische wie als soziale Institution. Dies ist mittlerweile allgemein bekannt und hat in den letzten Jahren zu einer Vielzahl an Publikationen und Programmen in den Bereichen Audience Development, Music Education und Musikvermittlung geführt. Ziel dieses Bandes ist es, die Diskussion zu diesen Themen um die bisher kaum wahrgenommene Perspektive der 'Aufführungskultur' zu erweitern.' (S.10)

So selbstbewusst beginnt 'Das Konzert: Neue Aufführungskonzepte für eine klassische Form' von Martin Tröndle, Professor für Kulturbetriebslehre und Kunstforschung an der Zeppelin University. Tröndle entwickelt in diesem Buch mit einer Vielzahl namhafter Autoren aus Wissenschaft und Praxis den Begriff 'Aufführungskultur' und erweitert dadurch maßgeblich das Denken über die live-Präsentationsform der E-Musik. In den Aktivitäten zur Musikvermittlung sollen potenzielle Besucher (zumeist Kinder und Jugendliche) durch pädagogische, sozialisierende oder werbende Maßnahmen als Konzertbesucher gewonnen werden. Das Konzert an sich bleibt dabei weitgehend unangetastet.

Martin Tröndle hingegen fragt in seinem Buch danach, wie sich das Konzert selbst, also als ästhetisch-soziales Ereignis verändern muss, um ein neues Publikum anzuziehen. Damit fügt er der aktuellen Diskussion um die Zukunft der Klassik eine tatsächlich neue Perspektive hinzu, die sich auf die These zuspitzen lässt, dass '' die Krise der klassischen Musik weniger eine der Musik selbst ist, als vor allem eine ihrer Darbietungsformen' (S.21). Woraus folgt: Man muss das Konzert verändern, um es zu erhalten. Ähnlich dem Wandel also, der sich in der Interpretationspraxis vollzogen hat, muss sich auch die 'Aufführungskultur' weiterentwickeln, um einem sich im Wandel befindlichen Publikum gerecht zu werden (S.38).

Um diese Weiterentwicklungen der Aufführungskultur zu skizzieren, vereint das Buch das Who-is-Who der Kulturbetriebslehre ' unter ihnen: der Bamberger Kultursoziologe Gerhard Schulze, die Publikumsforscher Heiner Gembris (Universität Paderborn) und Susanne Keuchel (Zentrum für Kulturforschung), die Musikwissenschaftlerinnen Elena Ungeheuer (TU Berlin) und Beatrix Borchard (HfMT Hamburg), Christian Kellersmann, Managing Director Universal Music Classics & Jazz und Michael Hutter, der Direktor der Abteilung 'Kulturelle Quellen von Neuheit' am Wissenschaftszentrum Berlin, um nur einige zu nennen.

Die Beiträge folgen einer klaren Logik und geben dem Leser die Möglichkeit, schrittweise in die Thematik einzusteigen: Im ersten Teil werden die Problemlagen des Musikbetriebs analysiert. Dann bauen die Autoren vielfältige neue Perspektiven des 'Zukunftskonzerts' auf: Was lässt sich für das 'Zukunftskonzert' lernen, versteht man das Konzert als performatives Ereignis? Was ist musikalische Präsenz und wie kann der Präsenzcharakter des Konzertereignisses gesteigert werden? Was können wir bei der Untersuchung der sozialen und rituellen Funktion von Musik aus einem musikethnologischen Vergleich erfahren? Welche Chancen ergeben sich aus diesen Überlegungen für die Entwicklung neuer Konzertkonzepte? Welche Zukunft bieten die technischen Neuerung im Bereich der Raumakustik und welche Raumarchitekturen versprechen nachhaltig ein neues Publikum zu erreichen? Diese eher theoretischen Reflexionen tun gut. Sie heben den ansonsten sehr praxisorientierten, musikpädagogischen Diskurs um die Zukunft des Konzertes und eröffnen neue Perspektiven darauf, was ein Konzert ist und was es zukünftig sein sollte.
Wie diese Überlegungen umgesetzt werden können, zeigen die Autoren im nächsten Teil des Buches: Ein Versuch, das Konzert dramaturgisch und konzeptionell zu erneuern.

Im letzten Teil des Buches greift der Herausgeber Martin Tröndle nochmals die wichtigsten Thesen auf und diskutiert sie mit Verantwortlichen des Musikbetriebs: Albert Schmitt, Managing Director der Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, geht dabei vor allem auf das Selbstverständnis der Musiker ein und wie sich dieses wandeln muss. Der Präsident der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Elmar Lampson, diskutiert die Ausbildung an Musikhochschulen und skizziert die Schlüsselkompetenzen zukünftiger Musiker. Werner Heinrichs, Rektor der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart diskutiert, welche kulturpolitischen Weichenstellungen erfolgen müssten, um die Aufführungskultur erneuern zu können und damit die Klassik zu revitalisieren.

Fazit
Durchgehend verständlich geschrieben und mit einer ansprechenden Satzgestaltung versehen, dringt das Buch entlang dem Begriff der Aufführungskultur tief in die kulturellen, sozialen, ökonomischen und ästhetischen Schichten dessen ein, was ein Konzert eigentlich ausmacht. Diesen Turn von der 'Ausführungs- zur Aufführungskultur' offenbart neue Möglichkeiten für die Zukunft des Konzertes und wirkt erfrischend in der aktuellen Diskussion. Dabei geht es nicht um eine 'EVENTisierung' des Konzerts, sondern darum, die Kunstform Konzert als ästhetisch-soziale Präsentationsform zeitgemäß weiter zu entwickeln, um der Musealisierung des Konzerts und der steten Veralterung des Publikums entgegenzuwirken: uneingeschränkte Leseempfehlung. --- Dr. Isabella Urban für Kulturmanagement Network
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Konzert der Zukunft 10. Februar 2010
DAS KONZERT ist eines der gescheitesten und hilfreichen Bücher für jeden Veranstalter von Konzerten im Bereich der E-Musik. Statt über Publikumsschwund zu jammern, analysiert es die Gründe und macht konkrete Vorschläge, wie die Konzerte in Zukunft zu gestalten sind, damit sie wiederum für weite Bevölkerungskreise attraktiv werden. Karl Bossert, Winterthur
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