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Nicht ganz uneigennützig ließ der damals mächtigste Fürst des Abendlandes, Sigismund von Luxemburg, seines Zeichens römisch-deutscher König, Kurfürst von Brandenburg und König von Ungarn und Kroatien im Jahre 1414 zu einem Gipfeltreffen der römisch-katholischen Christenheit einladen. Der nach der Kaiserkrone des „Sacrum Romanum Imperium (das Addendum "Nationis Germanicæ" gab es noch nicht) strebende Monarch bediente sich hierzu einer der drei nebeneinander amtierenden Päpste, Johannes (XXIII.), der seinerseits glaubte, durch diesen Freundschaftsdienst als einziger in seinem Amt bestätigt zu werden....

...um hierbei König Sigismund einen nicht unerheblichen Heimvorteil zu verschaffen, wurde die nördlich der Alpen gelegene Bodenseestadt Konstanz als Tagungsort bestimmt. Als das Konzil dann am 5. November 1414 begonnen hatte, ahnte sicherlich keiner seiner Teilnehmer, dass es bis zum 22. April 1418 währen würde. Es standen schließlich nur drei Punkt auf der "Tagesordnung": An erster Stelle die "causa unionis", mit der das seit der Wahl Clemens VII. (20. September 1378) bestehende "Große Abendländische Schisma" beendet und die Einheit der Kirche wiederhergestellt werden sollte. Mit einem wahrhaft 'brennendem Interesse' ging man auch die "causa fidei" an, mit der man Fragen zur kirchlichen Verkündigung und Sakramentslehre klären und damit gleichzeitig auch "die Ketzerei" [insbesondere des John Wyclif] wirksam bekämpft wollte. Weitaus weniger Elan zeigten man hingegen bei TOP 3, der "causa reformationis" zur Durchführung notwendiger Reformen innerkirchlicher Zustände.

Nach einem dreieinhalbjährigen Geschachere zur Wahrung der eigenen Priviligeien und Pfründe war es den etwa 600 Kirchenfürsten unter tatkräftiger Mithilfe einer Vielzahl von "Kurtisanen" lediglich die Lösung von TOP 1 gelungen. Nachdem sie neben Johannes (XXIII.) [Zur Vermeidung einer Verwechslung mit mit Angelo Giuseppe Roncalli, der 'echten Nr. 23' in Klammern geschrieben.]Die 23 wird in Klammern geschrieben auch dessen Kollegen Gregors XII. in Rom und Benedikt XIII. in Avignon abgesetzt hatten, konnten 23 Kardinäle und 30 Delegierte des Konzilrates bereits am 11. November 1417 "Habemus papam" verkünden. Auch der frischgekürte "Heilige Vater" Martin V. , geborener Oddo di Colonna zeigte keinerlei Interesse an irgendwelchen Reformen, an einschneidenden schon einmal gar nicht. Auch vom Dekret "Haec sancta", welches ihn unter die Superiorität einer "Unmittelbar von Christus" einberufenen Synode stellte wollten er und auch alle seine Nachfolger nichts mehr wissen. Ebenso wenig sollten sich sich an das konziliarische Dekret "Frequens" halten, welches die regelmäßige Einberufenung einer Generalkonzils vorschrieb. Die Ignoranz vor Notwendigkeiten und auch der Wortbruch hinsichtlich der Zusicherung Freien Geleits für den tschechischen Reformator Jan Hus, sollte sich nicht nur unmittelbar in den Hussitenkriegen, sondern auch ein Jahrhundert später mit der Entstehung des Protestantismus schließlich auf brutalste Weise rächen....

1. "Das Konstanzer Konzil. Essays"

Der bereits im September 2013 und damit ein gutes halbes Jahr vor Beginn der Konstanzer Ausstellung erschienene Essay-Band gibt einen Überblick und einzelne Einblicke in den Verlauf des Konzils, seine Protagonisten, wichtigsten Teilnehmer, Ereignisse, Entscheidungen und Folgen. Das vierte, mit seinen 31 Seite kürzeste Kapitel vermittelt Eindrücke über das regionale und soziale Gefüge des Konzilortes. Neben einem Beitrag "Juden im Bodenseeraum" gehört hierzu ein auch Porträt des Generalkapitäns der römischen Kirche, Friedrich IV. mit der leeren Tasche, welcher dem falschen Papst Johannes XXIII. zur Flucht verholfenen hatte und dafür von Sigismund geächtet wurde.Das fünfte Kapitel hat die "Kunst und Architektur" zu beginn des 15. Jahrhunderts zum Gegenstand.

Neben fünf (emeritierten) Professoren aus den Disziplinen Mediävistik, Kunst- und Kirchengeschichte zeichnen sich 17 weitere Hochschullehrer und 10 promovierte Wissenschaftler aus Deustchland, Östterreich, Tschechien, Ungarn, Frankreich, der Slowakei und der Schweiz als Autoren die Beiträge verantwortlich. Flankiert werden die knapp vierzig Essays, von denen mit „The Beautiful Style in Bohemia“ eines in englischer Sprache abgedruckt wurde, durch eine Vielzahl von schwarzweißen Abbildungen, jeweiligen Anmerkungen und ein abschließendes, zwanzigseitiges Quellen- und Literaturverzeichnis.

4 Amazonsterne für einen Begleitband, der sowohl zur gut Einstimmung in die Thematik, als auch zur Nachbereitung eines Ausstellungsbesuches geeignet ist.

2. "Das Konstanzer Konzil. Katalog: 1414-1418. Weltereignis des Mittelalters"
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