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Das Komplott
 
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Das Komplott [Taschenbuch]

Guy G. Kay
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Heyne (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453188063
  • ISBN-13: 978-3453188068
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 292.631 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Nachricht breitet sich wie ein Lauffeuer in der großen, glanzvollen Stadt Sarantium aus: Der Kaiser ist tot. Er hat keinen Erben hinterlassen und so beginnt der fieberhafte Wettstreit um die Macht. Zwölf Jahre später erhält der Mosaikmeister Crispin in der fernen Provinz eine Botschaft. Sie enthält den ehrenvollen Auftrag, in der kaiserlichen Stadt einen gewaltigen Tempel mit Mosaiken zu schmücken. Crispin zögert. Zu sehr ist er in Trauer und Bitterkeit gefangen, nachdem ihm seine geliebte Frau und beide Kinder durch die Pest genommen wurden. Doch während er noch grübelnd auf der nächtlichen Straße steht, wird ihm ein Sack über den Kopf gezogen und er wird in den königlichen Palast verschleppt. Dort erwartet ihn die junge, schöne Herrscherin seines Landes und weiht ihn unerwartet in ihr größtes Geheimnis ein. Und plötzlich hat Crispin gar keine andere Wahl mehr, als die Reise anzutreten.

Der erste Teil der im Deutschen vierbändigen Fantasy-Reihe handelt nicht von der Errettung der Welt, nicht von glorreichen Helden und auch nicht vom namenlosen Grauen. Stattdessen erwartet den Leser eine feine, wunderbar erzählte Geschichte, die vor Details und Einzelschicksalen geradezu funkelt. Der mit Die Herren von Fionavar bekannt gewordene Autor hat seit seinem Erstling deutlich an Erzählkunst gewonnen -- und trotz verschlungener Handlungsführung geht in keinem Moment der rote Faden verloren, kommt auf keiner Seite Langeweile auf.

Als Vorbild für Sarantium diente Kay Byzanz, und seine Recherche über die damaligen Sitten hat spürbar Früchte getragen. Fast meint man, sich in der -- sehr lebendig gewordenen -- Vergangenheit des oströmischen Reiches zu befinden, wenn nicht doch einiges anders als in der überlieferten Realität wäre. Das Komplott ist ein farbenprächtiges Mosaik, dessen Einzelteile unmittelbar fesseln, denn immer geht es um nur allzu menschliche Schicksale. Zusammen aber ergeben sie eine spannende Geschichte, eine überzeugende Welt und die Sehnsucht nach mehr Fantasy auf diesem Niveau. --Birgit Will


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Benjamin
..so in etwa könnte man die Welt von Sarantium zusammenfassen.Bereits bevor ich Geschichte studierte,doch speziell während dieser Zeit,habe ich nmich intensiv mit der römischen Spätantike befasst,dieser "Herbstzeit der römisch-hellenistischen Antike",wie es Burckhardt ausdrückte.Ich war auch deshalb sehr auf Kays Version gespannt. Es sei auch noch gesagt,das ich Kay "Lions of Al-Rassan" mit zu meinen Lieblingsfantasybüchern zähle (gleich hinter George Martin und Steven Erikson).Und ich wurde nicht entäuscht. Kays Parallelwelt weist deutliche Parallelen zur römischen Spätantike auf:(Antae=Goten,Batiara=Italia,Trakesia=Thrakien/Griechenland,Valerius II.=Justinian,Pertennius=Prokopios,Shirvan?Chosroe Anushirvan,Basania=das Persien der Sassaniden).Doch wer sich in diesem Teil der Geschichte weniger auskennt,wird das nicht weiter stören,ja,vielleicht empfindet er es ja auch inspirierend.Denn Kays eigentliche Geschichte ist völlig eigenständig.

Sie erzählt von einem Mosaikkünstler,Caius Crispus,der in dem von Barbaren eroberten Heimatland des alten Imperiums lebt.Da erreicht seinen Lehrer ein Angebot vom Kaiserhof im fernen Sarantium (Byzanz).Crispin macht sich für seinen alten Lehrer auf den Weg in den Osten,und erlebt eine phantastische Begegnung mit einem Fabelwesen. Der Weg ist lang nach Sarantium,doch das Sprichwort "Sailing to Sarantium" bedeutet in dieser Welt vor allem eine Chance,wie man sie vielleicht nur einmal im Leben erhält,und tatsächlich,diese Chance offenbart sich Crispius.

Alleine der Prolog,der von dem Tod des alten Imperators Apius in Sarantium und den darauffolgenden Machtkämpfen berichtet,ist wunderbar erzählt.Ich konnte auch viele Einzelheiten der römischen Spätantike in Kays Werk entdecken (die kostenlose Brotverteilung,die Demen der Grünen und der Blauen,den religösen Monophysitischen Streit etc).Ich bin in diesem Buch wirklich versunken.

Jedoch: Die der englischen Version (die ich gelesen habe),umfasst insgesamt nur zwei Bücher (Sailing to Sarantium und Lords of Emperors)...ich hätte mir dies auch für die deutsche Version gewünscht,und keine Zweiteilung der Bücher.Deshalb: Punktabzug und die Empfehlung,sich lieber die eng. Bücher hier bei amazon.de zu zulegen.

Zwar erreicht Kay nicht ganz die Klasse Martins und auch Erikson ist ihm teilweise überlegen,doch wie bereits erwähnt: die Einzelchicksale stehen hier im Mittelpunkt,nicht das Heldendasein eines einzelnen.Alles in allem sehr zu empfehlen (besonders auch der eng. Nachfolger: Lord of Emperors). Bei der wissenschaftlichen Literatur kann ich nur zu J.B. Bury,John Julius Norwich (Byzanz) und Alexander Demandt raten.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Guy Gavriel Kay ist ein ungewöhnlich sorgfältiger Autor. Obwohl er hier eindeutig keinen historischen, sondern einen Fantasy-Roman vorlegt, merkt man deutlich die gründliche Recherche über das alte Byzanz, die diesem Buch zugrunde liegt. Hier ist einfach alles stimmig.

Auch die Verfassung und die Motive seiner Figuren sind überzeugend dargestellt. Und nicht nur die Hauptakteure, auch jede Nebenfigur stellt einen eigenständigen, lebendigen Charakter dar. Ihm gelingt es nicht nur, eine spannende Handlung zu entwickeln, er beschreibt das Schicksal, das seine Figuren verändert. Und damit zieht die Story den Leser wirklich in ihren Bann. Chrispin on the road... und der Leser mit ihm. Beide erwartet (zumindest in diesem Band des Zyklus) nicht knallharte Action und doch mehr, als dem Helden lieb sein kann.

Die Fantasy-Elemente seiner Erzählung sind nicht spektakulär und gerade deshalb so gut - dieser Autor ist ein Meister der leisen Töne. Er verleiht seinem Chrispin eine so überzeugende Persönlichkeit und schafft eine Atmosphäre, die so dicht ist, dass man unwillkürlich Chrispins Standpunkt und damit auch seine Skepsis übernimmt. Und wenn der Leser langsam begreift, wie diese Magie funktioniert... - hat der Autor auch ihn schön kalt erwischt.

Guy Gavriel Kay ist mit Das Komplott ein außergewöhnlich schöner Anfang für einen Zyklus gelungen. Ich freue mich jedenfalls schon, wieder dabei zu sein - mit Chrispin on the road again. Maran Alsdorf

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zu Perfekt 10. August 2003
Die Reihe habe ich gekauft, da ich vor etlichen Jahren Kays ¥Herren von Fionavar“-Triologie gelesen habe, und zwar begeistert. Außerdem ist die Idee, ein phantastisches Gegenstück zum byzantinischen Reich zu entwickeln eine angenehme Abwechslung inmitten der typischen Fantasywelten, die einem sonst so serviert werden.

------- Meine Bewertung bezieht sich auf Band 1+2 (im Original ein Band) -------

Die Geschichte ist perfekt kalkuliert, gleichmäßiges Tempo, keine Längen und an den richtigen Stellen eine Prise Überraschung. Es macht Spaß, beim Lesen die ¥historische Grundlage“ zu entdecken (Trakesien = Griechenland, Atae = Goten, etc.) und wie geschickt Kay das Fiktive damit verknüpft.

Wie es zur Zeit angesagt ist, werden eine Vielzahl von Charakteren kreiert und aus deren Blickwinkeln erzählt. Hauptfigur ist natürlich der Mosaikleger Crispin, der einer schönen, intelligenten Frau nach der anderen begegnet und gleich nach seiner Ankunft in Sarantium innerhalb von 48 Stunden alles vor den Latz geknallt bekommt, was das höfische Leben an Persönlichkeiten und Intrigen zu bieten hat. (Nicht zu mager aufgetragen ;-)

Die Charaktere der Hauptpersonen sind nicht allzu spannend. Alle sind wortgewand und/oder clever (die Dialoge sind herrlich - aber die Quantität der geistreichen Damen und anderer Protagonisten läßt die Profile oberflächlich bleiben). Sorgsam konstruiert, aber nicht liebevoll angelegt.

Das Jargon ist gelgentlich ziemlich derbe, was okay ist, solange es den Blickwinkel einer (derben) Figur zugeordnet ist. Kay schleppt den Sprachstil jedoch teilweise ein paar Abschnitte weiter mit, in ¥neutrales“ Erzählgebiet und verwässert damit den Charkater seines Schreibstils und das der Figur.
Einmal verfällt er sogar in die Gegenwartsform. Hier will er (warum auch immer im Präsens) einen Abschnitt aus Sicht des Kaisers beschreiben - bleibt in der Art aber der generelle Erzähler und vertut hier die Möglichkeit dem Kaiser durch eine eigenen Erzählstil echtes Profil zu geben (und verwirrt den Leser nur durch den ¥Zeitsprung“).

Auch voll im Trend: Minimalismus bei den klassischen Fantasyzutaten. Ein bißchen mythische alte Relegion, die ebenso eine Randfigur in dieser Fülle von Personen ist, wie der Kurier Tiliticus. Ist mir persönlich zu wenig geraten - man vermißt doch etwas den epischen roten Faden.

Alles in allem fast zu perfekt, zu glatt, aber trotzdem absolute Oberliga.

Positiv ist übrigens die Coverillustrationen, die zum Glück nicht so übel ist wie bei vielen anderen Kandidaten. Heyne hat jedoch leider auch hier wieder aus einem Originalband zwei deutsche Bände gebastelt und dafür die Schriftgröße auch für Altersichtige kompatibel gemacht... Für diese Abzocke gibt standardmäßig einen Stern Abzug.

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