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Das Komplott: Die wahre Geschichte der Protokolle der Weisen von Zion - Mit einer Einführung von Umberto Eco
 
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Das Komplott: Die wahre Geschichte der Protokolle der Weisen von Zion - Mit einer Einführung von Umberto Eco [Gebundene Ausgabe]

Will Eisner , Umberto Eco , Jörg Krismann
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Eigentlich ist Das Komplott, der letzte Band des im Januar 2005 verstorbenen legendären Will Eisner, der nicht nur mit Spirit eine der großen Ikonen des Genres geschaffen hat, viel mehr als ein Comic-Buch. Eigentlich ist Das Komplott ein Drei-in-eins-Paket. Denn neben einem grandiosen Comic ist der Band auch noch ein herausragendes Beispiel für die so genannte "graphic novel": ein gezeichneter Roman also, und damit ein exzellentes Produkt jenes Eisner'schen Stilmittels, das Generationen von Illustratoren prägte. Und er ist ein Sachbuch über die unglaubliche Geschichte einer historischen Fälschung, die bis heute überall auf der Welt, als die Wahrheit verkauft, in verschiedenen Sprachen nachgedruckt wird und unter Tausenden von hasserfüllten Menschen Anhänger findet.

In grandiosem, schwarz-weißem Strich erzählt Eisner in Das Komplott die Geschichte der Publikation des antisemitischen, angeblich authentischen Machwerks Die Protokolle der Weisen von Zion, die im Russland der Zaren-Zeit begann und sich über den Nationalsozialismus bis in die unmittelbare Gegenwart erstreckt -- und das, obwohl die Times in einem Aufsehen erregenden Artikel bereits frühzeitig auf die Herkunft der Schrift, die angeblich die jüdische Weltverschwörung belegen sollte, in antisemitischen Kreisen aufmerksam machte. All dies schildert Eisner mit grafischen Elementen, die scheinbar betont kühl sachlich bleiben (und mit viel begleitendem, auch aus dem entlarvenden Original der "Weisen des Zion" zitierendem Text). Gerade dadurch aber hat er ein bewegendes -- und im Übrigen sehr gut recherchiertes -- Dokument des Rassenhasses vorgelegt, das zugleich in die psychologischen Abgründe der so genannten "Volksseele" blicken lässt. Ein ungewöhnliches, wichtiges, längst überfälliges Comic-Buch. Und das großartige Vermächtnis eines genialen Zeichners. -- Stefan Kellerer

Pressestimmen

"Eine Legende, Vaterfigur eines ganzen Genres. Kein anderer Comiczeichner kann für sich in Anspruch nehmen, mehr für die Entwicklung seines Fachs geleistet zu haben." (Frankfurter Allgemeinen Zeitung)

"Er war der Dynamo der amerikanischen Comics. Das Mastermind und der Meister, von dem alle lernten." (Süddeutschen Zeitung)

Kurzbeschreibung

Es war ein großes persönliches Anliegen des berühmten Comic-Zeichners Will Eisner, mit seinen Mitteln die Wahrheit über eine Lüge zu erzählen, die seit mehr als hundert Jahren Haß in den Köpfen sät. Die sogenannten Protokolle der Weisen von Zion, fabriziert möglicherweise im Auftrag des russischen Geheimdienstes Ende des 19. Jahrhunderts, sollen die vermeintlichen »Machenschaften« der Juden zur Beherrschung der Welt belegen und waren zunächst zur Verleumdung der Reformer im zaristischen Rußland gedacht. 1905 begann die antisemitische Hetzschrift ihren verhängnisvollen Siegeszug um die Welt. Nicht nur die Nationalsozialisten beriefen sich auf die »Protokolle«, auch heute noch werden sie vielerorts als angeblich seriöses Dokument zitiert. Eisner zeichnet in einem spannenden Comic, das sich auf die jüngsten Erkenntnisse der Historiker stützt, ihre Entstehungsgeschichte nach.

Über den Autor

Will Eisner, 1917 als Sohn österreichischer Einwanderer in Brooklyn geboren, prägte maßgeblich die Entwicklung der Comics im 20. Jahrhundert. Als Vater der "graphic novel", des gezeichneten Romans, wirkte er stilbildend für mehrere Generationen von Zeichnern. Zu seinen bekanntesten Werken gehört "The Spirit". Eisner starb im Januar 2005.

Umberto Eco wurde am 5. Januar 1932 als Sohn eines Buchhalters in Alessandria/Piemont geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften, Philosophie und Literatur in Turin promovierte er 1954 zum Dr. phil. und war anschließend als Kulturredakteur tätig. Ab 1956 arbeitete er als Dozent und Mittelalterforscher, ab 1963 als Kolumnist. 1965 erhielt er einen Lehrauftrag in Florenz, 1966 folgte eine Professur in Mailand. Seit 1971 ist er Professor für Semiotik an der Universität Bologna. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Umberto Eco ist wohl der bekannteste zeitgenössische Semiotiker. Seine Werke wurden vielfach übersetzt und mit renommierten Auszeichnungen gewürdigt. Mit "Das offene Kunstwerk" veröffentlichte er 1973 eine der einflussreichsten Arbeiten zur modernen Ästhetik. Dem breiten Lesepublikum wurde der Autor zahlreicher literaturtheoretischer und kulturwissenschaftlicher Schriften vor allem durch seine Erzählprosa bekannt: Die Romane "Der Name der Rose" (1982) und "Das Foucaultsche Pendel" (1989) avancierten zu internationalen Bestsellern. In den Folgejahren erschienen u. a. "Die Insel des vorigen Tages" (1995), "Kant und das Schnabeltier" (2000), "Baudolino" (2001), "Die Bücher und das Paradies" (2003), "Die Geschichte der Schönheit" (2004), "Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana" (2004), "Quasi dasselbe mit anderen Worten" (2006), "Schüsse mit Empfangsbescheinigung" (2006), "Im Krebsgang voran" (2007) sowie "Die Geschichte der Häßlichkeit" (2007).
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