Bist du schon mal aus einem Traum erwacht, der so real schien, dass du anhand deiner Umgebung überprüfen musstest, dass du wirklich aufgewacht bist? Jetzt stell dir vor, dass eine Reihe von beunruhigenden Ereignissen auftreten; du befindest dich im Haus deines besten Freundes, ohne Erinnerung daran, wie du dort hingekommen bist. Verlierst du den Verstand, bist du überhaupt aufgewacht, oder befindest du dich noch in einem Traum? Das ist die Frage, die sich der Protagonist Carl stellt, nachdem er in der Londoner Untergrundbahn ins Koma geschlagen wurde. Ist er wirklich wach, aber verliert den Verstand, oder ist er tatsächlich in seinem Verstand gefangen?
Ich möchte nicht mehr über den Plot verraten, denn seine Windungen und Drehungen sind wahrscheinlich das beste daran.
Die Geschichte hat - oder besser: hätte, wenn Alex Garland es zugelassen hätte - einen interessanten psychologischen Punkt. Aber dafür, dass Garland offensichtlich ein professioneller Schreiber ist, klingen diese Themen und Ereignisse bei ihm, als kämen sie aus dem Essay eines Studenten.
"Das Koma" ist eine einfache und kurze Erzählung. Keine komplette Zeitverschwendung, aber nach dem Lesen hatte ich das Bedürfnis, dem Autor eine Kopfnuss zu geben, um ihn darauf hinzuweisen, dass er eigentlich ein qualitativ hochwertigerer Schriftsteller ist, der es besser kann, als er in diesem Buch zeigt - was er mit "The Beach" bewiesen hat.